Roswitha Budow, die Leiterin des literarischen Zirkels, freute sich, dass sie mit Dolf Schwarz einen „alten Bekannten“ begrüßen durfte. Der Oberstudiendirektor i. R. war bereits vor vier Jahren Gast im „Literarischen Café“, das seine Pforten bis vor rund einem Jahr noch im Egerland-Kulturhaus öffnete. Der Umzug ins Meister-Bär-Hotel bescherte auch eine neue Sitzordnung. „Mal was Neues“, kommentierten Roswitha Budow und Johannes Geiger von der KEB Wunsiedel das veränderte Bild.
In den Mittelpunkt der gut einstündigen Veranstaltung rückte der Autor Adalbert Stifter mit dem Erstlingswerk „Der Nachsommer“, woraus Dolf Schwarz einige ausgewählte Passagen vortrug. Das Buch sei ein zeitkritischer Wegweiser, stellte er fest. „Der Roman macht eindringlich deutlich, dass der Mensch nicht Herr über die Natur, sondern von ihr abhängig ist.“ Der Mensch sei verantwortlich für die Pflege und den Schutz der von Gott anvertrauten Welt. Bewahrt werden müsse zudem das kulturelle Erbe, fügte der Referent hinzu.
Der Vortrag von Dolf Schwarz bot auch eine übersichtliche Einführung in das umfangreiche Werk. Deutlich zur Sprache kamen dabei die Bezüge zu Stifters Biografie. Die Veranstaltung wurde vom Kulturreferenten für die Böhmischen Länder im Adalbert-Stifter-Verein beziehungsweise dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Dr. Wolfgang Schwarz, gefördert, ließ Roswitha Budow im Nachklang der Nachmittags-Veranstaltung wissen.





















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