Marktredwitz
15.03.2023 - 15:33 Uhr

Zugbegleiter am Bahnhof Marktredwitz durch Flaschenwurf schwer verletzt

Ein Reisender hat einen Zugbegleiter in Marktredwitz schwer verletzt. Nach einem Flaschenwurf zog sich der Mann eine blutende Schnittwunde am Augapfel zu.

In Marktredwitz wurde ein Zugbegleiter schwer verletzt. Symbolbild: Nicolas Armer/dpa
In Marktredwitz wurde ein Zugbegleiter schwer verletzt.

Am Marktredwitzer Bahnhof warf am späten Dienstagabend ein 46-Jähriger nach Polizeiangaben einem Zugbegleiter eine Kunststoffflasche mitten ins Gesicht und verletzte ihn durch den Bruch des Brillenglases. Der Zugbegleiter erlitt eine blutende Schnittwunde an Augapfel und Tränenkanal.

Nach der Ankunft eines Zuges aus München gegen 22.20 Uhr am Zielbahnhof in Marktredwitz weckte der Zugbegleiter den Reisenden auf und teilte ihm die Ankunft mit. Dieser äußerte sofort, dass er nach Tschechien weiterreisen möchte, und forderte dafür Geld vom Zugbegleiter, heißt es im Polizeibericht. Nach der Ablehnung warf der 46-jährige Tscheche dem Bahnbediensteten eine Kunststoffflasche ins Gesicht. Dabei zerbrach die Brille und Glassplitter verletzten einen Augapfel und Tränenkanal. Anschließend flüchtete der zu diesem Zeitpunkt unbekannte Täter mit einem mitgeführten Fahrrad in eine unbekannte Richtung, informiert die Bundespolizeiinspektion Selb.

Dem Zugbegleiter gelang es jedoch noch, Bilder des Fahrrads anzufertigen. Die verständigte Bundespolizeiinspektion Selb alarmierte für den Zugbegleiter einen Rettungswagen, der den Verletzten zunächst ins Klinikum Fichtelgebirge in Marktredwitz brachte. Im weiteren Verlauf erfolgte der Transport in die Uniklinik nach Erlangen.

Die zudem sofort eingeleiteten gemeinsamen Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Streifen der Bundespolizeiinspektion Selb und der Polizeiinspektion Marktredwitz führten anhand der aussagekräftigen Fotos nach mehreren Stunden zum Erfolg. Der geflohene Täter konnte mit seinem Fahrrad noch im Umfeld des Bahnhofsbereiches vorläufig festgenommen werden, heißt es weiter im Polizeibericht. Jetzt muss sich der 46-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

 
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