Die Orgel wird als Königin der Instrumente bezeichnet. Ihre vielfältige Klangfülle setzt sich aus vielen einzelnen Stimmen zusammen, sie gehört zum wesentlichen Element des Gottesdienstes. Zum 25-jährigen Jubiläum der Orgel in der evangelischen St. Margarethenkirche hatten sich die Verantwortlichen deshalb entschlossen, eine Matinee anzubieten.
Kurzweilig war die 50-minütige Veranstaltung. Das lag einerseits an den beiden Organisten, aber auch den Stücken, die sie ausgewählt hatten. Sebastian Greim aus Tröstau, der sich als freischaffender Organist versteht, und Kirchenmusikdirektor Reinhold Schelter aus Wunsiedel teilten sich die Matinee. Während der erste mit klassischen Orgelwerken aufwartete, spielte der zweite mehr moderne Stücke. In beiden Fällen aber war die Kunst und Fertigkeit des Spielens nicht zu überbieten, heißt es in einer Mitteilung.
Sebastian Greim eröffnete das Konzert mit der Symphonia aus der Ratswahlkantate von Johann Sebastian Bach, komponiert 1731. „Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ ist der zentrale Gedanke des lebhaft gespielten Werks. Im weiteren Verlauf kamen christliche Hymnen wie „Nun danket alle Gott“ zur Aufführung.
Musikdirektor Reinhold Schelter hatte zwei moderne Komponisten ausgewählt. Thomas Riegler, der seine Ausbildung an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth absolviert hat, lieferte die Stücke "Du hast uns Herr gerufen“ und „Singt Gott unserem Herrn“. Im zweiten Teil hatte der Musikdirektor Michael Schütz ausgewählt, den Lieblingskomponisten von Pfarrer Kay Steiner, wie er selbst bekannte. Schelter beendete die Matinee mit dem Beitrag "Piece" (Frieden).
Die Hey-Orgel in Brand erklang zum ersten Mal am Pfingstsonntag 1999. Sie ist benannt nach den Orgelbaumeistern Herbert und Erhard Hey. Die Geschichte der Orgeln in der St. Margarethenkirche ist jedoch viel älter. Bereits 1714 haben laut Chronik Christoph Adolf von Marschall und sein Bruder Gottfried Wilhelm von Marschall "Gott zur Ehren und gutem Andenken ihrers seeligen Vaters“ eine Orgel errichten lassen. Ein Neubau erfolgte 1893/94 durch die Firma Steinmayer aus Oettingen. Ein weiterer Orgelbau ist von 1935 bis 1939 dokumentiert.













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