17.02.2019 - 16:10 Uhr
Maxhütte-HaidhofOberpfalz

Messe eine "Erfolgsgeschichte"

Marion Eller ist Berufseinstiegsbegleiterin beim Kolping-Bildungswerk und unterstützt Jugendliche beim Start in die Berufswelt. Am Sonntag begleitet sie den 15-jährigen Max durch die Ausstellung in der Stadthalle Maxhütte-Haidhof.

Bildungseinstiegsbegleiterin Marion Eller informierte sich mit ihrem Schützling am Stand der Firma Schub GmbH. Marion Eckl (links) erläuterte ihnen die Ausbildungsmöglichkeiten.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die Bildungsmesse in Maxhütte-Haidhof bot eine gute Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit Ausbildungsbetrieben. Die Bundesregierung und die Agentur für Arbeit haben das Programm "Berufseinstiegsbegleitung" aufgelegt, mitfinanziert aus dem Europäischen Sozialfonds. Das Kolping-Bildungswerk ist Kooperationspartner und holt Schüler mit Unterstützungsbedarf bereits in der achten Klasse ab, leistet Hilfestellung bei der Prüfungsvorbereitung und bei der Lehrstellensuche und begleitet sie während der ersten sechs Monate im Ausbildungsbetrieb.

Die Teilnahme an dem Projekt ist für die Schüler freiwillig und kostenfrei. Zu den Aufgaben der Jugendlichen gehört es, Unterstützungsangebote anzunehmen und zu nutzen, beim Berufswahlprozess mitzuarbeiten und Vereinbarungen mit der Berufseinstiegsbegleitung zu treffen und einzuhalten. An der Festlegung und Erreichung der Ziele sind die Eltern, Lehrkräfte und die Berufsberatung maßgeblich beteiligt.

Jemand, der auch Jugendlichen mit Handicap eine Chance bietet, ist die Firma Schub GmbH in Nittenau. Geschäftsführer Ingo Wolf hat bisher gute Erfahrungen gemacht. Das Handelsunternehmen für Werkzeuge und Maschinen bildet Bürokaufleute, Einzelhändler und Fachleute für Lagerlogistik aus. Wäre das etwas für Max? "Im Prinzip schon", sagt Marion Eller, Berufseinstiegsbegleiterin beim Kolping-Bildungswerk, die den 15-Jährigen bei der Ausstellung begleitet. Das einzige Problem: "Wie kommt er von seinem Wohnort Teublitz zum Ausbildungsplatz nach Nittenau?" Doch Betriebsleiter Ingo Wolf sieht in der Bildung von Fahrgemeinschaften durchaus Lösungsmöglichkeiten.

Das wäre auch ganz im Sinne von Bürgermeisterin Susanne Plank, die in ihrer Begrüßungsrede den Einsatz des Kolping-Bildungswerkes für schwer vermittelbare Jugendliche lobte. Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch sprach bei der Bildungsmesse vor einer "Erfolgsgeschichte", die die "Lernende Region" seit Jahren erfolgreich fortschreibe. An der 17. Auflage beteiligten sich am Sonntag über 80 Aussteller. Sie deckten ein breites Spektrum ab, vom gewerblichen bis zum kaufmännischen Bereich und von der Dienstleistung bis zum dualen Studium.

Am Montag erwartet die Geschäftsführerin der Lernenden Region, Charlotte Pelka, über 800 Schüler aus dem gesamten Landkreis, die sich im Unterricht auf den Besuch vorbereitet und persönliche Bewerbungsflyer erstellt haben. Die Ausgangssituation hat sich gewandelt. Früher gab es den Wettbewerb der Absolventen um die besten Ausbildungsplätze, inzwischen ist ein Wettstreit der Unternehmen um die fähigsten Köpfe entbrannt. Jetzt geht es darum, auch die Schwächeren fit zu machen für den Arbeitsmarkt.

Großer Andrang herrschte an den Ständen. An der Bildungsmesse beteiligten sich über 80 Aussteller.
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