13.09.2019 - 17:43 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Mazda schließt mit dem CX-30 eine Lücke

Wem der Mazda CX-5 zu groß und der CX-3 zu klein ist, der nimmt einen CX-4. Falsch gedacht.

Mazda CX-30
von Michael Ascherl Kontakt Profil

Denn die Bezeichnung ist schon vergeben, für ein SUV, das Mazda in China baut und nur dort anbietet. So musste also ein neuer Name her, für das neue, 4395 Millimeter lange SUV im B-Segment, das sich in die Nische zwischen den CX-5 (4550 mm) und den CX-3 (4275 mm) quetscht. Der Neue heißt CX-30. Er soll nach Einschätzung von Mazda Deutschland ähnlich erfolgreich sein wie CX-3 und CX-5, wenn er am 25. September in den Handel kommt. Das Ziel sind 16 000 Einheiten pro anno in Deutschland.

Wie der neue Mazda 3 setzt der CX-30 auf das Prinzip "volle Hütte". Das bedeutet: relativ hoher Grundpreis und dafür außergewöhnlich reichhaltige Serienausstattung. So beginnt die Preisliste für das neue SUV bei 24 290 Euro für den 122-PS-Benziner mit Frontantrieb und 6-Gang-Handschaltung. Das sind exakt 1000 Euro mehr als beim Mazda 3. Völlig identisch dagegen die Ausstattung. Ein Auszug: Head-up-Display mit Projektion wichtiger Fahrdaten auf die Windschutzscheibe, Abstandsradar, Spurwechselassistent, Navigationssystem, Klimaanlage, LED-Licht, Sound-System, Apple Carplay/Android Auto, und, und und. Das Gros der Mazda-Käufer aber gönnt sich so richtig etwas, denn 90 Prozent wählen die noch bessere "Selection"-Version (ab 25 990 €) und bekommen mit ihr weitere Schmankerl wie zum Beispiel automatische Klimaanlage, Rückfahrkamera, Sitz- und Lenkradheizung, schlüssellosen Zugang oder elektrisch öffnende Heckklappe.

Das Kodo-Design des Mazda CX-30 folgt der stark reduzierten Linie des 3ers. Das gilt auch für den Innenraum, der hohe Qualitätsansprüche erfüllt und mit sehr wenig Schaltern und Hebeln auskommt. Zentrales Bedieneinheit ist ein Dreh- Drücksteller auf der Mittelkonsole. Einzig der flach geratene Bildschirm könnte größer ausfallen. Dafür überzeugt er mit gestochen scharfer Grafik.

Für eine erste Ausfahrt stand uns der 122-PS-Benziner mit zwei Litern Hubraum zur Verfügung. Der läuft schön leise, wenn auch nicht hundertprozentig vibrationsarm. Auch einen Diesel mit 116 PS und 1,8 Liter wird es wieder geben (Anteil unter zehn Prozent). Der Knaller aber wird der Skyaktiv-X Motor sein, der 180 PS leistet und nach dem Selbstzünder-Prinzip funktioniert. Wie ein Diesel, nur eben mit Benzin betrieben. Verbrauch nach WLTP: 6,2 Liter (NEFZ 4,6). Er kommt Ende Oktober zum Händler. Alle Benzin-Motoren erfüllen bereits Euro 6d und sparen dank Mildhybrid-Unterstützung Energie. Gegen einen Aufpreis von 2500 Euro gibt es für die Benziner Allradantrieb. Auch eine 6-Gang-Automatik (plus 2000 Euro) ist erhältlich.

Pressechef Jochen Münzinger überrascht bei der CX-30-Präsentation mit Ungewöhnlichem: Mazda ist dabei, Reihensechszylinder-Motoren als Benziner und Diesel zu entwickeln. Und das in Zeiten, in denen fast alle Marken den Vierzylinder favorisieren. Und auch der Wankelmotor kehrt bei Mazda zurück: als Range-Extender und Verbrennungsmotor in Hybridfahrzeugen. Schließlich wird auch der Hersteller aus Hiroshima in etwa einem Jahr ein Elektroauto bringen.

Mazda CX-30
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