26.11.2019 - 12:25 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Der "biologische Konkurrent" Feiert Premiere

Die "Mehlmeisler Dorfkomödie" begeistert mit ihrem Stück die Zuschauer.

Die "Mehlmeisler Dorfkomödie" begeistert mit ihrem Stück die Zuschauer.
von Gisela KuhbandnerProfil

Der biologische Konkurrent: Was tut der Bauer (Josef Wiche), der von Kunstdünger auf biologisch umstellen will, aber keinen Misthaufen hat? Nein, das soll hier aber nicht verraten werden - nur so viel, dass ein Häuschen mit Herz im Spiel ist und sich das überaus begeisterte Premieren-Publikum mit all den Spitzfindigkeiten drum herum fast totgelachte. Die „Mehlmeiseler Dorfkomödie“ hat wieder einmal zugeschlagen mit einem Stück, das in den 80er Jahren bis in die Gegenwart spielt und den Zuschauerinnen und Zuschauern gute zwei Stunden den Alltag völlig vergessen lassen (wir berichteten von den Proben). Bis letztendlich der flotte, später zum gewieften Einbrecher mutierte Feriengast (Franz-Josef Pscherer) den Tresor knackt und Polizeihauptkommissar (Harald Prokisch) seine „Ermittlungen“ aufnimmt strotzt das Spiel nur so vor Spannung, Ideen, Spielfreude und Talent: wenn der alternative Bauer (Martin Nickl) seine schrumpeligen Äpfel verkauft, die Ehefrauen der Brüder (Gabi Ehlich und Carmen Köstler) wie Kampfhähne übereinander herfallen, kompostieren mit komponieren verwechselt wird, ökologisch mit ökumenisch, Spielleiter Martin Schinner als kleverer Gemüse- und Viehhändler auftritt, die fesche Verena (Marie Pscherer) sich in den strickenden, urwüchsigen Bauernsohn (Valentin Pscherer) verliebt oder umgekehrt, Birgit Dumler als nicht auf den Mund gefallene Magd Gerlinde und Marco Ehlich als bauernschlauer Knecht Josef – so wie das gesamte Team - in ihren Rollen über sich hinauswachsen. Auf echt miameisslerisch natürlich – allerdings nur fast: Da hat sich doch mit Knecht Rudi ein Franke eingeschlichen, der auf dem „Bio-Huuf“ so waschecht fränkelt, als wenn er dort geboren worden wäre: Franz-Julian Pscherer, dessen Vater, Schwester und Bruder (s. oben) ebenfalls dem überaus talentierten Dorfkomödien-Team angehören.

Tosender Applaus nach dem Happy end und nochmals nicht endend wollender Beifall für die Spielerinnen und Spieler, die Marco Ehlich anschließend launig-professionell, gespickt mit all ihren „Eigenheiten“ vorstellte.

„Am laibsten tät ich mir des nu amal aschauer“ , sagt eine Besucherin. Und ihre Nachbarin nickt zustimmend.

Gelegenheiten dazu gibt es noch am Freitag, 29. November, 19 Uhr, Samstag, 30. November, 19 Uhr, Sonntag, 1. Dezember, 18 Uhr, jeweils in der Turnhalle.

Karten bei Gabi Ehlich, Mehlmeisel, Hauptstraße 12, Telefon 09272/300, ab 18 Uhr.

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