03.02.2020 - 18:15 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Bürger als tragende Säulen

„Das Wünschbare ist nicht immer machbar“ und „Gut Ding braucht Weile.“ Diese Gedanken stellte Bürgermeister Franz Tauber vor seinen Jahresrückblick anlässlich des Neujahrsempfangs mit Ehrungen verdienter Bürger.

Von links: Josef Nickl, Gisela Kuhbandner, Lukas Wöhl, Andreas Hautmann, Winfried Prokisch, Fabian Rauch, Martin wiche, dritter Bürgermeister Heribert Lehnert, Bürgermeister Franz Tauber, zweiter Bürgermeister Franz Scharl, Sarah Koller, Andreas Nickl.
von Gisela KuhbandnerProfil

Oftmals sind es einige kleinere Dinge, die man schafft, die viel wertvoller sind als ein sichtbares Projekt, weil es gut ist fürs Image ist. Tauber zeichnete das Bild einer Gemeinde mit ihren 1500 Einwohnern , „in der es sich geradezu ideal leben lasse lässt": Kirche, Schule, Kindergarten, zwei Lebensmittelgeschäfte, zwei Metzgereien, zwei Bäckereien, zwei aktive Feuerwehren, 32 Vereine und Verbände, ein mit modernsten Fahrzeugen ausgestatteter Bauhof, 75 Zuzüge (2018: 52), kein Leerstand.

Bürgermeister Tauber stellte zudem die „Neue Ortsmitte“ im Detail vor, ebenso das 2020 anzugehende Großprojekt, die Sanierung der Kanäle und weitere geplante Entwicklungen in der Gemeinde, die er bereits in der jüngsten Bürgerversammlung präsentierte hatte (wir berichteten): Dass das neue Familienland einen so hohen Zuspruch erfährt, hätte wohl keiner erwartet: „55 000 Durchgänge an den beiden Drehkreuzen in den Wochen seit der Eröffnung, „obwohl wir noch keine richtige Saison haben und der Klausenlift erst ein paar Tage lief" (derzeit wieder geschlossen), freut sich Franz Tauber – auch darüber, dass die Besucherzahl im Wildpark im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen ist. Die weitere Entwicklung rund um Waldhaus und Wildpark ist am Laufen. In der Planung ist ein Walderlebniszentrum, wozu es bereits viele Arbeitsbesprechungen gab. Wie mehrfach betont, hat sich ein privater Investor aus dem Bayerischen Wald für einen Baumwipfelpfad gefunden. Für beide Einrichtungen muss die Gemeinde kein Geld in die Hand nehmen und nicht nur sie, sondern die gesamte Region wird davon profitieren, so der Bürgermeister. Dass Mehlmeisel offen ist für neue touristische Ideen bestätigt auch Tiny-House-Village, „eine Entwicklung, die uns in ganz Deutschland bekannt gemacht hat“, freut sich Franz Tauber.

Nach dem ausführlichen Rückblick zeichnete er, zusammen mit seinen beiden Stellvertretern Franz Scharl und Heribert Lehnert, verbunden mit Lob und Dank, Bürger für anerkennungswertes Engagement, langjährige ehrenamtliche Arbeit und besondere Leistungen mit Urkunden und Medaillen aus:

Dankurkunden:

Gisela Kuhbandner: Sie berichtet seit 27 Jahren über alle Ereignisse in der Gemeinde in den regionalen Tageszeitungen und stellt ihre Artikel auch dem „Heimaterzähler“ zur Verfügung.

Christoph Bauer: (nicht anwesend): Er hat bei den Bayerischen Meisterschaften im Oberpfälzer Schützenbund den 1. Platz in der Klasse Luftgewehr/Junioren 2 belegt.

Andreas Nickl: Bei denselben Meisterschaften erreichte er den ersten Platz in der Klasse Herren drei mit dem Perkussionsgewehr.

Mit Ehrenurkunden:

Sarah Koller: die staatl. Geprüfte Produktdesignerin bei Medienimpuls in Wunsiedel hat mit einem Notendurchschnitt von 1,11 den Meisterpreis der Bayer. Staatsregierung für besondere Leistungen verliehen bekommen.

Fabian Rauch: Ist bei Medi in Bayreuth für den kompletten Versand in Europa zuständig und hat beim Logistik-Meisterkurs in Rosenheim als Lehrgangsbester abgeschlossen.

Lukas Wöhl: Er hat seine Lehre bei der Fa. Bosch Car Service begonnen und seine Abschlussprüfung mit einer glatten 1,0 bestanden.

Andreas Hautmann: der Industriemechaniker bei CeramTec in Marktredwitz hat seinen IHK- Abschluss mit 1,0 abgelegt.

Mit der silbernen Verdienstmedaille:

Winfried Prokisch: der Träger der Verdienstmedaille in Bronze und ehemaliger zweiter Bürgermeister ist seit 25 Jahren Mitglied im Gemeinderat. Sein besonderes Augenmerk galt bzw. gilt der Festhalle. Unermüdlich arbeitet er an der Weiterentwicklung der Klausenlifte mit.

Josef Nickl: Ihm, ebenfalls Träger der Verdienstmedaille in Bronze, galt die besondere Würdigung des Bürgermeisters: 36 Jahre lang war er Mitglied der Kirchenverwaltung, Kirchenpfleger von 1988 – 2012, von 1994 – 2006 Pfarrgemeinderatsmitglied. Mit großem Engagement hat er sich über Jahrzehnte für Kirche, Pfarrhof, Kindergarten und Lorettokapelle eingesetzt, die Außenanlagen am Kindergarten gepflegt, war unermüdlich beim Neubau des Pfarrheims, der Sanierung des Pfarrhofs und des Leichenhauses im Einsatz. Trotz seines hohen Alters ist er noch als Mesner aktiv: der Bass Seff, Urgestein der Pfarrgemeinde:

Martin Wiche: auch er ist Bronze-Medaillenträger, seit 30 Jahren Mitglied im Gesangverein Edelweiß und seit 25 Jahren Chorleiter von dessen Chören und einer, der das Kulturelle und das Vereinsleben in der Gemeinde aufrecht erhält. Mit seinen Sängerinnen und Sängern gab er auch dem Ehrenabend ein festliches Gepräge und stellte musikalisch die Frage: „Schnee oder Regen“. Schnee wäre mir schon wesentlich lieber“ schmunzelte der Bürgermeister, bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit, Unterstützung und ehrenamtliches Engagement.

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