13.01.2020 - 13:41 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Ein fast perfektes Jahr

Der TSV Mehlmeisel kann mit 2019 im Großen und Ganzen zufrieden sein. Dennoch blickt der Verein, zumindest was dem Gastronomiebereich angeht, mit kleinen Sorgenfalten in die Zukunft.

Stolz sind die Mitglieder des TSV Mehlmeisel auf ihr Sportheim.
von Autor SOJProfil

Aus finanzieller Sicht lief es beim Sportclub aus dem Fichtelgebirge im vergangenen Jahr rund. "Wir konnten zum wiederholten Male einen Gewinn erzielen", sagt Kassier Florian Sandner. "Ein derart hohes Plus wie im vergangenen Jahr hatte der Verein seit Bestehen bisher nicht erzielen können. Zu verdanken sind die Mehreinnahmen der selbstständigen Verwaltung des Gastronomiebetriebes. Darüber hinaus wurden 2019 Sparmaßnahmen vollzogen, damit wir ab 2020 größere Investitionen tätigen können" erklärt er weiter. "Das Sportheim soll schließlich zeitgemäß saniert und modernisiert werden, dafür brauchen wir neben tatkräftiger Unterstützung eben auch die nötigen finanziellen Mittel", schlussfolgert Sandner.

Aus sportlicher Sicht gab es beim TSV Mehlmeisel 2019 neben vielen Höhen auch einige Tiefen: Die D-Jugendmannschaft wegen Spielermangels aus dem laufenden Spielbetrieb abgemeldet werden. Zudem musste der TSV Mehlmeisel sein beliebtes Angebot für das Kinderturnen einstellen. "Es wird händeringend nach Alternativen für ein ähnliches Sportangebot für unsere ortsansässigen Kinder gesucht", sagt Vorsitzender Stefan Ehlich. "Es gibt auch bereits erste konkrete Gespräche mit einem lizenzierten Trainer für ein breitgefächertes Angebot. Wann und in welchem Umfang wir dieses Angebot stellen können, soll in den nächsten Wochen geklärt werden." In Abteilungen wie Schach, Ju-Jutsu, Volleyball und Ski Nordisch sowie den Jugendmannschaften der Abteilung Fußball lief das Jahr konstant.

Mit Herrenmannschaft zufrieden

Besonders erfreulich fällt der Jahresrückblick bei den aktiven Schiedsrichtern aus. Mit Matthias Ehlich stieg einer der drei Referees in die Landesliga auf und leitete dort bereits erfolgreich die eine oder andere Partie. Auch die Herrenmannschaft der SG Mehlmeisel/Fichtelberg ist mit dem Fußballjahr 2019 mehr als zufrieden: Die Mannschaft um das Trainergespann Peter Veigl und Johannes Lautenbacher konnte 2019 zunächst den Aufstieg von der B-Klasse in die A-Klasse feiern und kann in der neuen Spielklasse nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten zum Jahresende einen Mittelfeldplatz mit ausreichend Puffer zu den Abstiegsplätzen vorweisen. "Auch wenn der Klassenerhalt theoretisch noch nicht gesichert ist, sind wir mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden", meint Co-Trainer Lautenbacher. Das sieht auch Trainer Peter Veigl so, auch wenn er noch Steigerungspotential sieht. "Ich bin mit dem Verlauf der Saison natürlich zufrieden. Wobei ich meiner Mannschaft auch vor der Saison einen Platz im Mittelfeld zugetraut habe. Mein Ziel ist es, gegen vermeintlich gleichstarke und leicht schwächere Gegner mehr Spielanteile zu bekommen", erklärt Veigl. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, steht dem Trainerduo neben der restlichen Saison 2019/2020 auch die Saison 2020/2021 zur Verfügung: Beide haben für ein weiteres Jahr zugesagt.

Für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft wollen auch die Neuzugänge Fabian Prokisch und Max Pickert sorgen, die den Weg zur SG Mehlmeisel/Fichtelberg zurückfanden. Beide haben in den vergangenen Jahren ihre Erfahrungen in der Kreisliga sammeln können. "Für mich kann es mit den beiden Neuzugängen hin und wieder zu einem kleinen Luxusproblem kommen, da schließlich alle Akteure spielen wollen und nun ein echter Konkurrenzkampf in der offensiven Abteilung vorhanden sein wird. Da es bei mir, außer vielleicht für meinem Torwart Schreglmann, keine Stammplatzgarantie gibt, wird es auf die Trainingseinheiten der Spieler ankommen, um in der Startelf zu stehen", meint Trainer Veigl.

Veränderungen im Verwaltungsrat

Ob es weiterhin so gut läuft, steht in den Sternen. Sicher ist: In vielen Bereichen wird es Veränderungen geben. "Unsere Küchenchefin Marlies wird spätestens Mitte 2020 ihre Schürze an den Nagel hängen", bedauert Ehlich. "Was danach kommt, wissen wir noch nicht. Auch hier wird händeringend nach einer Lösung gesucht. Alternativen gibt es im Moment ehrlich gesagt noch keine."

Auch im Verwaltungsrat wird es nach den Wahlen zu Veränderungen kommen. "Ich stelle mein Amt als Zweiter Vorsitzender zur Verfügung und werde aus zeitlichen Gründen eine Pause einlegen", sagt Ehlich, der nach dem Rücktritt des Vorsitzenden Schübel seit rund einem Jahr an der Spitze des Vereins steht. "Für meine Nachfolge ist bereits gesorgt. Zudem haben sich viele junge und dynamische Vereinsmitglieder bereit erklärt, Tätigkeiten im Verein übernehmen zu wollen."

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