14.01.2019 - 13:47 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Fröhliches Miteinander

Birgit Dmitrow verwaltet seit 20 Jahren die Finanzen der Helenesia. Dieser Job ist nicht immer vegnügungssteuerpflichtig. Dafür verbessern andere Dinge die Stimmung.

am kommenden Wochenende Prunksitzungen in Mehlmeisel
von Gisela KuhbandnerProfil

Wenn die Tanz- und Faschingsgesellschaft Helenesia bei den Prunksitzungen am Freitag und Samstag in Mehlmeisel und am 1. Februar in Brand wieder ein brillantes Non-Stop- Feuerwerk an Tanz, Akrobatik, Gags und einer gehörigen Portion guter Laune abbrennt, dann lohnt es sich, auch einmal hinter den Vorhang zu schauen, zu den guten Geistern, die oftmals schon seit Jahrzehnten ihr Herzblut geben für den Verein, dafür sorgen, dass immer alles klappt wie am Schnürchen: beispielsweise zu Birgit Dmitrow.

Sie ist seit über 40 Jahren überaus rühriges Mitglied der Helenesia und ihr schon als 15-Jährige beigetreten, hat zehn Jahre in der Garde getanzt, war - nach vier Jahren Babypause - eines der unvergesslichen, originellen „Geschwistern Bled“, die man nur allzu gerne einmal wiedersehen und -hören möchte. Als zweite Schriftführerin mischt sie im Verwaltungsrat ganz vorne mit, kümmert sich um den Kartenverkauf für die Prunksitzungen. Und vor zwölf Jahren war sie Faschingsprinzessin. Dass sie alle zwei Jahre beim „Karneval in Franken“ live dabei sein kann, ist ein besonderer Höhepunkt für sie.

Das enorme Engagement der Mehlmeiselerin hat auch im Fastnachtsverband Franken/Gremium Oberfranken herumgesprochen: Seit vier Jahren arbeitet sie hier als Beirätin mit und wurde im vergangenen Jahr von 60 Vereinen aus Oberfranken für die nächsten drei Jahre einstimmig wieder gewählt.

„Diese Aufgabe ist für mich eine verantwortungsvolle Herausforderung, aber auch sehr zeitaufwändig“ gibt Birgit gerne zu. „So müssen wir sechs- bis sieben Mal zu Ehrungen in ganz Oberfranken fahren, Laudationes für die Ehrungen formulieren, an Beiratssitzungen in Oberfranken und an Sitzungen in der Hauptstelle Kitzungen teilnehmen“. Vom 11.11. bis Aschermittwoch – außer an Weihnachten - ist sie jedes Wochenende unterwegs. Und auch im Sommer gibt es bei der FG kaum eine Verschnaufpause: „Da heißt es Feste organisieren, Mithelfen beim gemeindlichen Waldhausfest und vieles mehr“ sagt die Mehlmeiselerin, in deren Familie das Faschings- und Tanz-Gen zuhause ist: FG-Präsident Günther Daubner ist ihr Bruder. Birgits Sohn Marco tanzt im Unisex-Ballett und war 2017 Faschingsprinz.

Und Birgit Dmitrow ist seit 20 Jahren zudem Kassiererin:

„Ich hab´damals im Verein jeden Pfennig umgedreht, an allen Ecken und Enden gespart“ erinnert sie sich an ihre Anfangszeiten Und die Aktiven mussten oftmals ihre Kostüme selber bezahlen. „Dass das einigen nicht gefallen hat, liegt wohl auf der Hand“ plaudert die Mehlmeiselerin ein wenig aus dem Nähkästchen.

Längst steht der Verein allerdings auf festen Beinen. „Doch war der Anfang alles andere als leicht“, weiß sie noch, „zumal nicht alle von dem Gründungsgedanken angetan waren und darin lediglich eine Eintagsfliege sahen. Als allerdings eine Sammlung im Ort den überaus stattlichen Betrag von 2000 Mark als Startkapital erbrachte, war die Motivation umso größer. „Klar, dass die Mädchen vor 40 Jahren kein Geld hatten, um sich Kostüme zu kaufen, so wurde eben in der damaligen Turnkleidung getanzt“, erzählt Birgit (auf dem Foto hintere Reihe dritte von links). „Denn schwarze Hose und weißes Shirt hatten alle zuhause.

„Die Kostüme haben sich verändert, sind viel aufwändiger geworden. Der gute Zusammenhalt ist aber ist geblieben“ sagt die Mehlmeiselerin und freut sich, dass die FG Helenesia längst zur weit reichenden Erfolgsgeschichte geworden ist.

Am Anfang tanzten die Mädchen in Turnkileidung
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