20.01.2020 - 12:36 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Gags, Kunst und gute Laune

„Dahom is des was zählt“, stand auf dem Plakat, das die „Dorfkinder“ (Jugendgarde) hochhielten. Was denn das sei in Mehlmeisel, fragte Helenesen-Präsident Günther Daubner die Mädchen, die in Bundhosen über die Bühne wirbelten.

Garden
von Gisela KuhbandnerProfil

„Der Wildpark, das Waldhaus, die Leute, der Blick nach Fichtelberg und natürlich die Helenesia“, wussten die Kinder in der Prunksitzung. Dass letztere Aussage unbedingt dazugehört, erfuhr das Publikum am Wochenende in einem bunten Programm an Tanz, Ideen, Gags und einer gehörigen Portion guter Laune in der Turnhalle, präsentiert von 95 Aktiven, unterstützt von 18 Trainern und Betreuern, locker moderiert von Günther Daubner, seinem Vize Horst Prokisch und „Newcomer“ Korbinian Bauer.

Bei so viel Stimmung wollten natürlich die „Minis“ - kleine tanzenden, hüpfenden „Schlafmützen“ - nicht ins Bett, mussten aber dann doch – nach einer Zugabe – mit ihren Kuscheltieren im Arm zurück zu Mama und Papa. Im Vorfeld hatte die Jugend mit ihrem Gardetanz gezeigt, dass sich intensives Training gelohnt hat, was auch der Auftritt der Junioren bestätigte, die zudem noch mit einer beeindruckenden „Tanzeinlage“ in schwarz-weiß begeisterten. Schaurig-fröhlich-talentiert zelebrierten sie, perfekt geschminkt, den „Dia de los Muertos“, den berühmten „Festtag der Toten in Mexiko.“

Und darauf hatte sich der Präsident besonders gefreut: auf den Auftritt der Ü 15, der Prinzengarde, die über längere Zeit pausiert hatte. Zurecht: Machten die Tänzerinnen doch nach ihrem perfekten Gardetanz rhythmisch-mitreißend Furore zu peppiger Volksmusik, eindringlich warnend: „Wehe du singst“. „Ein Highlight jagte jedenfalls das andere“, wie Günther Daubner es versprochen hatte:

So stand auch heuer wieder ein „Tanzmariechen“ (Lorena Schopper) auf der Bühne und lieferte eine sehr eindrucksvolle Kür vom Feinsten. Davon war das überaus originelle „Tanzpaar“ (Korbinian Bauer und Marco Ehlich, wir berichteten) weit entfernt. Da passten weder Beine, Form, Gewand und Musik, bis es schließlich doch noch als perfektes „Traumpaar“, auf den Brettern stand. Das originelle Duo stärkte die Lachmuskeln der Besucherinnen und Besucher ebenso, wie der von vielen mit Spannung erwartete Auftritt von „Unisex“, die als „Kohlhiesls Töchter“ mit einer bunten, glitzernden spektakulären Show, einfallsreichen Kostümen und viel sportlichem Können wie Profis die Bühne stürmten. Viel Applaus und Begeisterungsrufe gab es für alle heimischen Akteure und auch für die Gäste Narhalla Windischeschenbach, TSV Reuth, Rotweiß Schirnding), Rotweiß Marktredwitz, TSG Wunsiedel und FG Mainleus), die allesamt mit ihren Auftritten überzeugten. Die Leistungen der FTG Helenesia, die auf viel intensiver Vorarbeit basieren, würdigte auch Bürgermeister Franz Tauber. Orden konnten am Freitag und am Samstag nicht verliehen werden. „Sie sind einfach bislang verschollen“ bedauerte Günther Daubner, werden aber natürlich an Verdiente nachgereicht. Ehrungen allerdings gab es vom Präsident des Fastnacht-Verbands Franken, Norbert Greger und vom Verein mit seinem Elferrat. (Bericht folgt).

Die „Schlafmützen“ haben bei der Prunksitzung der Helenesia eine ziemlich ausgeschlafene Nummer auf die Bühne gebracht.
Tanzmariechen
Ein Brecher war der mit Spannung erwartete Auftritt von „Unisex“, die als „Kohlhiesls Töchter“ mit einer glitzernden Show glänzten.
Applaus vom gut gelaunten Publikum gab es auch für die Jugendgarde.
Im Gegensatz zu Harry und Meghan haben die beiden Hauptdarsteller kein Problem mit ihrer Prinzenrolle.
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