12.05.2020 - 16:44 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Aus dem Gemeinderat: Sozialstation Fichtelberg/Mehlmeisel insolvent

Nach der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats informierte Walter Ehlich (CSU), dass die Sozialstation Fichtelberg/Mehlmeisel insolvent sei - eine Tatsache, die die Versammlung betroffen machte.

von Gisela KuhbandnerProfil

Ehlich ging es um die etwa 100 Pflegebedürftigen in beiden Gemeinden und auch um viele dadurch gefährdete Arbeitsplätze.

Die Sozialstation sei zweifelsohne eine systemrelevante Einrichtung für die Bevölkerung, aber auch für die politischen Gemeinden, erklärte er. Oberstes Ziel müsse es sein, die Abwanderung zu stoppen und Menschen jeden Alters dazu zu bewegen, in ihren Heimatorten zu bleiben, zu uns zu kommen, hier zu leben. Dies könne nur durch eine breit aufgestellte Grundversorgung gelingen. Um die Kommunen attraktiv zu halten gehöre eine soziale Einrichtung wie die Sozialstation in Fichtelberg unbedingt zum Angebot.

Die betroffenen Gemeinden dürften keine Zeit verlieren und sollten sich umgehend mit allen Beteiligten in Verbindung setzen, um die Einrichtung zu retten und eine Versorgung für die Zukunft sicherzustellen.

Bürgermeister Franz Tauber betonte, sofort mit Pfarrer Ferdinand Weinberger, Bürgermeister Sebastian Voit und weiteren Verantwortlichen Kontakt aufzunehmen. Weinberger, zusammen mit Petra Markhof und Hans Bauer, Vorsitzender des St. Elisabethenvereins, Träger der Sozialstation und des Fichtelberger Kindergartens, bestätigte auf Anfrage von Oberpfalz-Medien die Insolvenz. Diese sei nur vorübergehend, betonte er, überzeugt, die beiden Einrichtungen retten zu können. Die Betreuung der Pflegebedürftigen sei gesichert. Die Löhne der 46 Beschäftigten übernimmt in den nächsten drei Monaten die Agentur für Arbeit.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.