17.12.2019 - 16:45 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Das Herz geht auf, Gedanken fliegen

Ein wirklich bewegendes Advents- und Weihnachtskonzert in Mehlmeisel. Klare Stimmen lassen die Seele jubilieren.

ließ das Herz aufgehen
von Gisela KuhbandnerProfil

„Von der Erwartung, vom Wunder und vom Neuanfang in Gestalt eines kleinen Kindes werden unsere Lieder und Chorstücke erzählen“ hatte Manfred Prechtl, Vorsitzender des veranstaltenden Gesangvereins Edelweiß, die Gäste auf das Advents- und Weihnachtskonzert eingestimmt, eine Feierstunde, die das Herz aufgehen ließ, verbunden mit tiefgehenden Gedanken. Die Gesamtleitung hatte Chorleiter Martin Wiche.

Berührender Auftakt in der Pfarrkirche war Einzug der Chorgemeinschaft mit brennenden Kerzen in den Altarraum, während der Frauenchor ein stimmungsvolles „Rorate“ zelebrierte, dem die eindringliche Bitte des Gemischten Chors „Bring, Herr, dein Licht“ folgte. „Freue dich Welt“ „Singt von der Liebe“ forderten die Sängerinnen und Sänger, wie gewohnt stimmig, klar, homogen, stimmgewaltig oder mit ruhigen Tönen, „die das Gemüt ansprechen“ wie Prechtl in der Begrüßung betont hatte. Und mitten in die Atempausen hinein nachhaltige Denkanstöße von Sprecher Altbürgermeister Günter Pöllmann: „Ich heit´s schou eina gloud“ , hout da Ochsenwirt g´sagt, wie ma´n hout nau da Heiligen Familie g´fragt. Doch als Aussiedler bei ihm anklopfen – „ lafft rot o, der grantige Kerl, Ja, geht’s na grod weiter, ihr ausländisch Gschwerl …“

Die Seele streichelten dann aber wieder die Frauen, die mit sehr klarer Stimme besangen, wie es ist, „wenn es Weihnacht wird“ und die Mutter Gottes mit einem innigen „güldenen Rosenkranz“ ehrten.

Und mancher summte leise mit, als der Männerchor „ Im Woid is so staad“ (a. d. Heiligen Nacht“ stimmungsvoll zu Gehör brachte, ebenso berührend, wie „Maria auf der Rast“ und „Abendglocken rufen“. In die vorweihnachtliche Stunde passten auch die ruhigen Weisen, wie der innige „Engelsgruß“ oder das „Weihnachtsmenuett“ und anderes, zelebriert von den „Flotten Saiten“ aus Nagel.

Doch Gott kam nicht in eine schöne, heile Welt, sondern in eine dunkle: „Und wenn Du denkst, die Geschichte von Bethlehem sei ja vor 2000 Jahren geschehen. Dann irrst Du“ zitierte der Sprecher aus „In diesen Tagen“. „Du wirst sehen und erkennen, dass jene Eltern und ihr Kind, die vor der Kälte der Menschen in einem Stall Zuflucht suchen mussten, Dir näher sind, als Du denkst“.

Dass die Original Fichtelgebirgsmusikanten unter der Leitung von Franz-Josef Pscherer in großer Besetzung mitwirkten, gaben dem Konzert natürlich ein ganz besonderes festliches Gepräge. „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, „Amen“, „Stille Nacht“, Every Valley“ wärmten das Herz und schürten gewaltig die Vorfreude auf´ Weihnachten

Nach einem gemeinsamen „Macht hoch die Tür“, herzlichem Applaus und der erwarteten Zugabe des Gemischten Chors „Ave Maria der Berge“ sprach Pfarrer Ferdinand Weinberger die Segensworte.

Klar und stimmgewaltig. Die Akteure des Advents- und Weihnachtssingen im Mehlmeisel gaben erfolgreich ihr Bestes.
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