26.08.2018 - 18:10 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Jung und brillant

Die Mehlmeiseler Pfarrkirche ist Schauplatz eines außergewöhnlichen Konzerts, das die Besucher in dieser Qualität nicht erwartet hatten. Der Applaus wollte gar nicht mehr verstummen.

Teresa Hoerl (Sopran, Ukelele) und Uwe Steger (Akkordeon, Midi-Akkordeon) zauberten ein Lächeln auf die Lippen den begeisterten Konzertbesucher.
von Gisela KuhbandnerProfil

(gis) Schon mit dem ersten Stück „Quando voglio“ – Arie der Cleopatra aus „Giulio Cesare (Händel) zauberten Teresa Hoerl (Sopran, Ukelele) und Uwe Steger (Akkordeon, Midi-Akkordeon), das Duo "Nunc", dem Publikum bei den „Heiteren Abendmusiken“ in der sehr gut besetzten Pfarrkirche ein erstauntes Lächeln ins Gesicht, ließen das Lied und alle folgenden sehr lebendig werden.

Allein schon durch die außergewöhnliche Kombination von Gesangsstimme und Akkordeon erlebte die Hörerschaft die klassischen Liedgesänge – in neuem Gewand, erfuhr diese spannende Verbindung als selbstverständlich. Und dem Publikum gefiels ausnehmend gut. Spendeten sie doch spontan nach jedem Stück kräftigen Applaus, obwohl gebeten worden war, dies erst am Schluss zu tun. Nochmal stand Georg Friedrich Händel auf dem Programm (aus der Oper Xerxes) und dann – ebenfalls - überaus beeindruckend – Vivaldi- Winter-Akkordeon, wobei der Alltag nun endgültig draußen vor der Kirchentür blieb.

Die Hörer lauschten der „Abendstimmung“ vom Mozart, F. Schuberts „Der Tod und das Mädchen“, waren begeistert von „Summertime“ aus der Oper „Porgy und Bess“ von Gershwin oder dem Motion Tango (Janusz Wojtarowicz).

Uwe Stegers Lieblingsstück – das hat er den Hörern verraten – ist Teresas beeindruckende eigene Komposition „Days are longer now“, ein romantischer Rückblick auf vergangene Sommertage, dem, passend dazu, „Jours Passés (Leo Delibes) folgte. „Musik ist jene Möglichkeit, sich auch dort auszudrücken, wo Worte fehlen“ hatte Kirchenpfleger Manfred Prechtl in seiner Begrüßung betont. Stimmt! Aber den beiden Interpreten fehlten sie dennoch nicht. Vor allem Terese ließ das Publikum teilhaben an ihren Gefühlen, stellte die Werke vor, erzählt manch launige Geschichte dazu und „staunte augenzwinkernd (ebenso, wie das Publikum) „was aus so einem Kasten“ - gemeint war das Akkordeon“ doch alles so rauskommt. ist.

Auch der weltbekannte Chanson „La vie en rose" (Edith Piaf), und „Je veux vivre“ (Gounod) , „Je veux" (Kerredine Soltani) und „C´est ca la vie …“ (Moises Simons) begeisterten das Publikum tiefgehend und so sehr, dass Künstlerin und Künstler nach stehenden Ovationen und einem edlen Tropfen von Touristinformation-Mitarbeiterin Simone Mark überreicht, nicht um eine Zugabe herumkamen.

Manche Hörerin und mancher Hörer hätten sich im würdigen Rahmen der Pfarrkirche auch ein paar religiöse Lieder gewünscht. Aber – wie Manfred Prechtl Kirchenväter von einst zitierte, "ist Musik ja die Sprache des Himmels“. Und so wird der liebe Gott wohl sicherlich auch seine Freude an diesem Konzert gehabt haben.

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