21.12.2018 - 13:02 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Luis Berger in "Servus Peter"

In Mehlmeisel kennt man den Künstler eher als Roland Kastner. Weihnachten ist er "dahoam", anschließend geht es auf Musical-Tournee.

Luis Berger im Musical zu sehen
von Gisela KuhbandnerProfil

Berger ist in Mehlmeisel aufgewachsen, besucht noch gerne seine Verwandten und hat vor einigen Jahren auch den Klausenlift-Song-Wettbewerb gewonnen. Erst im Finale des Internationalen Alpen-Grand-Prix in Meran, dann im Finale der Goldenen Alpenkrone in Ainring bei Stefan Mross und jetzt geht Luis Berger auf die Musical-Bühne. Kennt man ihn bis jetzt als Stimmungsmacher und Sänger aus der volkstümlichen Ecke, hat er jetzt den Sprung in Richtung Musical gewagt. „Servus Peter“, so heißt das Stück, und es ist eine Homage an den unvergessenen Peter Alexander. Angelehnt an die Operette „Das Weiße Rößl am Wolfgangsee“ schrieb Spitzenentertainer Peter Grimberg dieses Heile-Welt-Musical, scharte ein kleines, aber feines Ensemble um sich und tourt damit bereits seit einigen Jahren durch Deutschland, Schweiz, Österreich und die Benelux-Staaten.

Die Handlung ist schnell erzählt: Der verliebte Oberkellner Herr Peter versucht mit allen Mitteln das Herz seiner Angebeteten Mariandl, der Wirtin des Weißen Rößls zu gewinnen. In dem Musical gibt es verschiedene Rollen, die das Publikum mit Schlagern und Gassenhauern, gepaart mit viel Witz und Humor in die 60-er und 70-er Jahre zurückversetzen. Eine davon verkörpert Luis Berger als „Sigismund Schmitz“ der mit seiner Schwester „Marina“ im Hotel logiert und für Lachsalven sorgt.

Wie immer in einem Musical alle Rollen doppelt oder auch dreifach besetzt. Damit ist gewährleistet, dass nicht durch Krankheit oder Doppeltbuchung eines Schauspielers die Vorstellung abgesagt werden muss. So auch der Sigismund, der in der Rolle eigentlich ein versnobter Berliner ist und mit viel Tamtam die Bergwelt aufmischt . Als sich nun trotzdem ein Engpass mit der Besetzung der Rolle abzeichnete, kam durch Zufall Luis Berger ins Spiel. Fred Weidler, der ehemalige Medienberater von Jürgen Drews und Peter Grimberg, zwei eingefleischte Showbiz-Koryphäen, kennen sich seit Jahren. Als Peter Grimberg bei Fred Weidler nachfragte ob er denn nicht vielleicht einen „Sigismund“ wüsste, meinte dieser, ihm würde spontan der Luis Berger einfallen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass sich aus Berger ein „Berliner“ machen ließe. Dennoch gab es ein Treffen, das damit endete, dass die Rolle auf einen bayerischen Sigismund umgeschrieben wurde.

„Trotzdem ist es für mich sehr schwer, nach einem fertigen Drehbuch zu arbeiten“, gibt Luis Berger alias Roland Kastner gerne zu. „All die Jahre die ich auf der Bühne bin, galt es immer nur zu improvisieren. Jede Veranstaltung ist anders, jedes Publikum ist anders, und wenn du alleine bist, dann baust du dir aus deinem Repertoire das entsprechende Programm für den jeweiligen Auftritt immer spontan zusammen. Also bei mir ist das zumindest so.“

Am 4. Januar geht es los mit wöchentlich zwei bis drei Aufführungen in Paderborn, Bad Lippspringe und Northeim, dann weiter nach Görlitz und anschließend über Nordhessen in den Ruhrpott nach Unna und Castrop-Rauxel. Falls sich ein Veranstalter das Musical in die Region holen möchte? „Immer gerne“, sagt Luis Berger.

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