Mehlmeisel
28.10.2026 - 08:34 Uhr

Mehlmeisel fasst wichtigen Beschluss für Turn- und Festhalle

Die Gemeinde Mehlmeisel will ihre Turn- und Festhalle erneuern. Noch sind nicht alle Details zur Finanzierung des Millionenprojekts geklärt. Am Montag fasste der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss.

Wie geht es mit dem Neubau und der Generalsanierung der Turn- und Festhalle Mehlmeisel weiter? Am 9. November dürfte sich entscheiden, welche Fördermittel fließen. Bild: wkr
Wie geht es mit dem Neubau und der Generalsanierung der Turn- und Festhalle Mehlmeisel weiter? Am 9. November dürfte sich entscheiden, welche Fördermittel fließen.

Im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mehlmeisel stand die Vorstellung des neuen Geschäftsführers der Tourismus-und-Marketing-GmbH Ochsenkopf (TMO), Michael Gersch. Zudem ging es um den Neubau beziehungsweise die Sanierung der Turn- und Festhalle Mehlmeisel. Dieser Tagesordnungspunkt wurde kurzfristig vom vollzählig anwesenden Gemeinderat auf die Tagesordnung gesetzt. Gilt es doch, bis zum 9. November 2026 einen Grundsatzbeschluss über die Finanzierung zu fassen.

Zurr Turn- und Festhalle erklärte Geschäftsleiter Lothar Huber: Um weiter am Förderprogramm der sogenannten Sportmilliarde des Bundes teilnehmen zu können, sei ein Grundsatzbeschluss notwendig, die kommunalen Eigenmittel für die Baukosten bereitzustellen, die nicht durch Bundesmittel gedeckt werden. Denn der gemeindliche Eigenanteil müsse auch bei einer Konsolidierungsgemeinde wie Mehlmeisel mindestens 25 Prozent betragen. Dieser Beschluss sei bis zum 9. November 2026 zu fassen.

Bis zu zwei Millionen Euro

An diesem Tag gebe es hierzu eine Videokonferenz mit dem Bundesbauministerium über den weiteren Verfahrensverlauf. Bürgermeister Tauber ergänzte, dass dann hoffentlich auch geklärt werden könne, ob es möglich sei, die Bundesmittel mit FAG-Landesmitteln im Rahmen der Schulhaussanierung zu verwenden. Denn die 500.000 Euro Bundesmittel aus der Sportmilliarde reichen bei Weitem nicht aus. Man müsse hier mit Gesamtkosten von rund 1,8 bis 2 Millionen Euro rechnen. Auf der anderen Seite, so Geschäftsleiter Huber, wäre bei der reinen Förderung aus FAG-Mitteln nur eine Kleinsporthalle von 12 auf 18 Meter förderfähig, da dies für eine Grundschule mit vier Klassen ausreiche.

Nach kurzer Diskussion stimmte das Gremium einstimmig für den Grundsatzbeschluss. Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde der Auftrag in Höhe von 13.000 Euro zur Vorplanung und Kostenermittlung an das Architekturbüro Günther Lenk für das Projekt Schule/Turnhalle.

360-Grad-Blick vom Ochsenkopf

Zweites wichtiges Thema war die Tourismus-und-Marketing-GmbH Ochsenkopf (TMO). Bürgermeister Franz Tauber wies bei der Begrüßung von Michael Gersch darauf hin, dass die TMO für Mehlmeisel auf dem Gebiet der Tourismuswerbung sehr wichtig sei. Auch wenn Mehlmeisel nur mit zehn Prozent an der GmbH beteiligt ist. Seine Ausführungen stellte Michael Gersch unter das Motto: „Die erfolgreichsten Accounts verkaufen nicht die Region – sie verkaufen das Gefühl, dort zu sein.“ In Kürze wird es auf der Homepage einen interaktiven 360-Grad-Rundumblick vom Ochsenkopf geben. Dabei kann man den Ochsenkopf und die vier Gemeinden der Erlebnisregion Ochsenkopf virtuell erkunden.

Auch die Vermieter müssten sich den neuen Herausforderungen stellen. „70 Prozent der Buchungen laufen über KI, und es sollten sofort drei bis fünf maßgeschneiderte Angebote bei der Suche angezeigt werden.“ Dazu bräuchte jeder Vermieter einen immer aktuellen Buchungskalender und einen professionellen Internetauftritt. Dieser müsse in Bild und Text so gestaltet sein, dass er ein positives Gefühl vermittle. „Hier müssen die Vermieter unbedingt mitziehen“, so seine Bitte. In der Werbung werde es weiterhin die klassischen Kataloge geben und ebenso die Teilnahme an Preisausschreiben. Die Reisemessen in Stuttgart, Dresden oder Nürnberg werden in Zukunft genauso besucht wie die ITB in Berlin. Gezielt sollen auch Busreisen gefördert und beworben werden. Als zusätzliches Tourismusangebot seien sogenannte Outdoor-Escape-Erlebnisse interessant. Dazu ist ein Rätselwanderweg geplant, der die Wanderer ins 18. Jahrhundert entführt und sich mit der Steinvielfalt des Fichtelgebirges und Alexander von Humboldt beschäftigt.

Um die Urlauber auf die Vielfalt des Fichtelgebirges und seiner Umgebung aufmerksam zu machen, werden an Parkplätzen 2,5 mal 1,6 Meter große Info-Tafeln aufgestellt, die sowohl Bild und Text als auch QR-Codes enthalten. In der anschließenden Aussprache merkte Bürgermeister Franz Tauber an, dass bei etlichen Beherbergungsbetrieben eine Modernisierung notwendig sei. Der Charme der 70er-Jahre ziehe nicht mehr. Johannes Höss merkte an, dass in der Werbung auch zum Ausdruck kommen müsse, dass der gestresste Großstädter bei uns vor allem Ruhe finden könne.

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