13.04.2020 - 13:37 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Mehlmeisel muss sparen: Haushaltskonsolidierungskonzept einstimmig beschlossen

Mehlmeisel muss sparen

Wer auch künftig den Luchs beobachten will, muss für den Eintritt in den Wildpark mehr zahlen.
von Gisela KuhbandnerProfil

Teil des Konsolidierungsprogramms des Freistaats Bayern bleibt die Kommune nur, wenn sie den Willen zeigt, zu sparen, wo es nur möglich ist. Wie mehrfach berichtet, war für die Gemeinde eine Stabilisierungshilfe von 150 000 Euro, wenn sie die vorgegebenen Auflagen erfüllt.

"Sparen, sparen und nochmals sparen. Daran führt kein Weg vorbei", betonte Verwaltungsleiter Lothar Huber gegenüber Oberpfalz-Medien. "Die Einnahmen an den Klausenliften, die in der vergangenen Saison nahezu ausblieben sind, spielen für unseren Haushalt natürlich eine große Rolle." Die geplanten Sparmaßnahmen treffen auch die Lifte und den Wildpark. Bei letzterem wird an der Werbung gespart, ebenso der Eintrittspreis erhöht. Um die Kasse aufzubessern, wird die Gemeinde für die Parkplätze an beiden Einrichtungen Gebühren verlangen. Um Kosten zu sparen gibt es auch künftig das Internetradio Mehlmeisel nicht mehr (wir berichteten). Bleibt nur zu hoffen, dass die Gemeinde die bewilligten Zuschüsse jetzt auch wirklich bekommt, sagte der Verwaltungsleiter. Er setzt aufgrund der aktuellen Situation dahinter ein Fragezeichen.

Gespart wird auch bei den Personalkosten, gekürzt werden die Zuschüsse für die Feuerwehrausrüstung und die für die Vereine. Infos zum Coronavirus

Da Bürgermeister Franz Tauber aus gesundheitlichen Gründen an der Sitzung nicht teilnehmen konnte, wurde seine Info zu Corona in der Gemeinde verlesen. Darin heißt es, dass es auch hier Infektionen gebe, deren Verlauf unterschiedlich sei. Einige Personen befänden sich in Quarantäne. Er dankte der Bevölkerung, die die Ausgangsbeschränkungen im Gemeindegebiet hervorragend umsetze.

Die örtlichen Lebensmittelversorger hätten gut zu tun, heißt es weiter. Die Versorgung in der Gemeinde sei jedenfalls sichergestellt. 25 freiwillige Helfer sowie mehrere Vereine böten seit gut drei Wochen Tagen ihre Unterstützung an, die aber noch wenig angenommen werde. Örtliche Unternehmen und Gewerbetreibende weist der Bürgermeister daraufhin, dass sie bei der Gemeinde einen Antrag auf Stundung der Abgaben sowie einen Erlass von Säumniszuschlägen stellen

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