28.06.2021 - 13:38 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Mehlmeiseler Schüler fragen Bürgermeister aus

Neu- und wissbegierig waren die Buben und Mädchen der vierten Klasse bei ihrem Besuch bei Bürgermeister Franz Tauber.
von Gisela KuhbandnerProfil

Eigentlich hätte der Bürgermeister zu den Kindern auf den Schulhof kommen wollen. Da aber das Wetter nicht so richtig mitspielte, besuchten ihn die Viertklässler der Grundschule Fichtelberg-Mehlmeisel mit ihrer Lehrerin Silvia Glaser im Rathaus - coronabedingt im Saal, wo derzeit auch die Sitzungen stattfinden. Seit wann Franz Tauber Bürgermeister ist, wollten die Schüler wissen, warum er Gemeindeoberhaupt werden wollte, was er vorher war, wie lange sein Arbeitstag dauert und „was er so alles macht“. Wann endlich die Liftstraße repariert wird und ob Bär und Wolf noch in den Wildpark kommen und ob ihm sein „Job“ Spaß mache, fragten die Mädchen und Buben aus Fichtelberg und Mehlmeisel neugierig. Sie wollten auch wissen, wann es im Ort eine Ladesäule für Elektroautos gibt, was als Nächstes gebaut wird, wann und wie Mehlmeisel entstanden ist und vieles mehr.

Gerne beantwortete der Bürgermeister die Fragen der Kinder: Er ist seit sieben Jahren Bürgermeister, wollte dieses Amt übernehmen, weil er sich schon immer gerne engagiert und etwas bewegen will. Zuvor war er 35 Jahre lang Außenhandelskaufmann bei einem Elektrogroßhandel. Obwohl ehrenamtlich, dauert sein Tag oft 8, manchmal auch 15 oder 16 Stunden. Er ist verantwortlich für die Verwaltung, den Bauhof, den Tourismus, den Wildpark, für den Skilift, die Feuerwehr und die Infrastruktur – ein Begriff, den er den aufmerksamen Viertklässlern noch ausführlich erklärte. „Alle Rechnungen und Schreiben liegen auf meinem Tisch, gehen durch meine Hände“, listete Franz Tauber auf und informierte die Kinder zudem, dass „wir unsere schlimmste (Lift-)Straße, deren Sanierung 1,5 Millionen Euro kostet, in zwei oder drei Jahren reparieren müssen".

Eine Ladesäule im Ort für Elektroautos sei bereits angedacht. Dabei wiesen die Schüler darauf hin, dass man als Verkehrsteilnehmer bezüglich dieser Autos noch mehr aufpassen müsse, weil sie so leise sind. Gebaut beziehungsweise repariert wird derzeit der Hauptkanal, neu gestaltet werden soll die Ortsmitte vom Friedhof bis zum Rathaus. Bezüglich der Entstehung und der Geschichte des Ortes schlug Franz Tauber den Kindern vor, einmal in Mehlmeisels Chroniken zu blättern. Im Übrigen mache ihm Bürgermeister-Sein viel Spaß, jeden Tag gehe er gerne ins Rathaus, sagte er, so dass er auf die Frage, was ihm an seinem Job nicht gefalle, gar keine Antwort wusste.

„Wir haben heute viel über Mehlmeisel und seinen engagierten Bürgermeister erfahren“, bedankte sich Silvia Glaser. Spontan lud Tauber die Kinder und ihre Lehrerin, die Fragen und Antworten noch in einem Büchlein zusammenstellen werden, zu einem Besuch im Wildpark ein. „Ich werde euch selbst fahren und euch auch noch ein Eis spendieren“, versprach er.

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