19.12.2018 - 11:14 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Musik, die die Seele berührt

Adventskonzert in der Pfarrkirche Mehlmeisel beeindruckt die Besucher. Den emotionalen Auftakt bilden die stimmgewaltigen Chöre.

Die Chorgemeinschaft und die Instrumentalgruppe beeindrucken zutiefst beim Adventskonzert in der Pfarrkirche Mehlmeisel.
von Gisela KuhbandnerProfil

"Der bekannte Dichter Joachim Ringelnatz hat einmal gesagt, dass die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr schon manchen um die Besinnung gebracht haben. Und dem wollen wir heute entgegenwirken", lud Manfred Prechtl, Vorsitzender der veranstaltenden Chorgemeinschaft des Gesangvereins Edelweiß, zum Advents- und Weihnachtskonzert am Sonntag in der Pfarrkirche ein.

Dass für den Veranstalter und seine Mitwirkenden, die Instrumentalgruppe "Hanni und die Nigl-Boum" der Wunsch in Erfüllung ging, zeigte der emotionelle Auftakt der Chöre, die, alle unter der Leitung von Martin Wiche, mit Lichtern in den Altarraum zogen und stimmig und stimmungsvoll den Kanon "Mache dich auf und werde Licht" anstimmten.

Himmlische Lieder

Mit "Nun sei willkommen, Herr Christ", "Es ist ein Ros'entsprungen", "Ich steh'an Deiner Krippe hier" und weiteren Liedvorträgen berührte der Gemischte Chor die Seelen des Publikum, wobei das vierstimmig zelebrierte "Engel haben Himmelslieder angestimmt" und "Der Engel des Herrn" - zusammen mit der Instrumentalgruppe - zu einem der Highlights gerieten.

Der Frauen- und der Männerchor allerdings standen dem "Gemischten Chor" in nichts nach. Mit klarer Stimme erfreuten die Sängerinnen mit "Die reinste Jungfrau", "Tochter Zion deine Porten", "guten Abend, gut Nacht" und anderem die Hörerschaft. Stimmig, stimmgewaltig und stimmungsvoll, so wie es der jeweilige Vortrag verlangte, brachte der Männerchor "Santa Maria", ein besinnliches "O du stille Zeit", "Im Woid is so staad" (aus der Heiligen Nacht von Ludwig Thoma) und anderes anspruchsvolles Liedgut zu Gehör.

Mit dabei war Instrumentalgruppe "Hanni und die Nigl-Boum", alles Mitglieder der heimischen Familie Pscherer, die ihr Instrument perfekt beherrschen und totale Könner in der Musikbranche sind. Für ihren Vortrag wählten sie unter anderem Stimmungsvolles aus der "Christkindl-Messe", das "Bozener Hirtenlied", "Inmitten der Nacht" und zelebrierten mit Zupfbass und Konzertina den "Herzallerliebst-Walzer".

Sprecher Altbürgermeister Günter Pöllmann hatte sich in den Atempausen der Mitwirkenden Gedanken gemacht über "Sua a Freid, die wau ma blouß innale g'schpiert" und wie man Licht zum Leuchten bringen kann - durch eine besinnliche Stunde oder ein Wort des Zuspruchs vielleicht - und den Sinn des Lebens in der Weihnacht entdeckt.

Für anhaltenden Applaus wurden die Versammelten mit zwei Zugaben belohnt, die noch einmal zu einem Highlight gerieten: "Maria auf dem Berge" und "der Mond ist aufgegangen", der allerdings hinter den Wolken versteckt blieb.

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