06.05.2020 - 14:25 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

"Urgesteine" wünschen "Neuen" glückliche Hand

Mehlmeisels Zweiter Bürgermeister Franz Scharl verabschiedet zwei Gemeinderatsmitglieder.

Michael Ehlich.
von Gisela KuhbandnerProfil
Hans-Jürgen Hautmann.

In der letzten Sitzung des Gemeinderats der vor kurzem beendeten Amtsperiode verabschiedete Zweiter Bürgermeister Franz Scharl in Vertretung von Erstem Bürgermeister Franz Tauber zwei "Urgesteine" aus dem Gemeinderat: Michael Ehlich, CSU, und Hans-Jürgen Hautmann, Freie Wähler. Beide hatten nicht mehr kandidiert. Scharl dankte den scheidenden Gemeinderäten "für die vielen Sekunden, Minuten, Stunden, Tage und Jahre die ihr für die Gemeinde eure Freizeit geopfert habt", und kündigte an, dass "eure Leistungen beim Neujahrsempfang 20/21 der Gemeinde nochmals entsprechend gewürdigt werden."

Das "Ich" durch ein "Wir" ersetzen, gewürzt mit einer Portion Humor - das gibt Michael Ehlich den "Neuen" mit auf den Weg in die kommende Amtszeit. Er selbst, "der immer lieber im Hintergrund bleiben wollte, aber doch - aufgrund seines enormen Fachwissens - ganz vorne mitmischte" hat sich, wie der Zweite Bürgermeister betonte, "nach 27 Jahren unermüdlichen Wirkens" aus dem Gremium verabschiedet - nach Jahrzehnten für das Wohl der Gemeinde, mit der er zudem als ehemaliger Kommandant der Mehlmeiseler Feuerwehr in engem Kontakt stand. Michael Ehlich, immer auf vordere Plätze gewählt und sogar einmal Stimmenkönig, war Mitglied im Arbeitskreis Chronik und Ehrungen, in der SOKO Skilift, Vertreter der Gemeinde im örtlichen Kindergartenbeirat.

Besonders hervor hob Scharl Ehlichs - auch beruflich bedingtes - Fachwissen im Bauausschuss und damit besonders bei Bauangelegenheiten der Gemeinde hervor. Besonders lag ihm die Kläranlage mit den Abwasserkanälen am Herzen. "Die Lücke, die er im Gemeinderat hinterlässt, wird schwer zu schließen sein" ist Scharl überzeugt, hofft aber, "dass Ehlich einen Teil seiner jetzt gewonnenen Freizeit weiterhin als Gewässerschutzbeauftragter für die Gemeinde opfert".

"Beruflich eingespannt hab ich jetzt auch mehr Zeit für meine Familie, für Haus und Garten", erklärt er. Zudem wollte er seinen Sitz im Gremium Jüngeren überlassen, wie er bereits vor sechs Jahren angekündigt hatte. Deshalb freut er sich besonders, dass mit Cathrin Seltmann eine junge Frau in den Gemeinderat gewählt wurde, "die sich sicher in alle Bereiche - jeder ist mir wichtig - einarbeiten wird".

Viel Positives sei während seiner langen Amtszeit geschehen, sagt Ehlich rückschauend. "Definitiv überwog das Gute", zog er Bilanz. Auch wenn in den Sitzungen oftmals heiß debattiert worden sei, "konnten wir uns hinterher alle wieder in die Augen schauen".

Das bestätigt auch Hans-Jürgen Hautmann, der dem Gremium zwölf Jahre angehörte. Jahrelang war er Mitglied im Fremdenverkehrs- und Naherholungsausschuss Waldhaus und Wildpark, Verbandsrat im Zweckverband zur Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal - "dessen Rat immer gefragt war" listete Scharl auf und betonte die "ausgeglichene Art des ruhenden Pols im Gemeinderat".

Zudem kümmerte sich Hautmann mit viel Herzblut um die Klausenlifte, war später dort Hauptkassier. Seine besondere Liebe galt dem Waldhaus und dem Wildpark, dessen Eröffnung zum Höhepunkt während seiner Amtszeit zählte.

Und "ich hab mich immer gefreut, wenn ein geplantes Projekt fertiggestellt werden konnte" - über das "Familienland" beispielsweise und auch darüber, dass "99,9 Prozent der Anwesen an den Kanal angeschlossen sind", über die Vakuumstation in der Kläranlage, "die sein besonderes Steckenpferd war", wie Scharl anmerkte. "Die Hausaufgaben sind jedenfalls gemacht" sagt der ehemalige Gemeinderat.

Nun beendet er dieses und weitere Ehrenämter, weil er sich das schon vor Jahren vorgenommen hatte. Neben Haus und Garten wird Hautmann dennoch drei Steckenpferde weiterhin "pflegen": den Schützenverein, die Jagd und das Jagdhornblasen.

Die beiden Ehemaligen wünschen dem neuen Gemeinderat jedenfalls eine glückliche Hand, viel Erfolg, Gesundheit und konstruktives Zusammenarbeiten zum Wohl der Gemeinde.

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