17.07.2018 - 14:49 Uhr
Oberpfalz

Mehr Power hinter der Tigernase

Kia bringt für den Sportage einen Diesel mit 48-Volt-Mildhybrid und ärgert sich über den schlechten Ruf des Selbstzünders.

Der überarbeitete Kia Sportage ist ab August 2018 im Handel.
von Michael Ascherl Kontakt Profil

Er ist der Bestseller im Kia-Programm: 15 000 Deutsche stellten sich im vergangenen Jahr einen neuen Sportage in die Garage, und dennoch sind sie bei Kia nicht zufrieden. Der Grund ist der starke Rückgang beim Diesel, der sich von 55 Prozent auf 24 Prozent mehr als halbiert hat. Völlig unverständlich, wie bei der Präsentation des neuen Sportage in der Kia-Zentrale in Frankfurt verlautete: "Beim NOx-Aussoß ist der Diesel so gut wie der Benziner, beim CO2 sogar besser", rechnete eine Kia-Sprecherin vor. Alle Motoren des Sportage erfüllen die strenge Abgasnorm 6d-Temp, und deshalb rechnen die Kia-Leute damit, dass der Diesel-Anteil wieder auf 40 Prozent ansteigen wird, sobald sich die Gemüter wieder beruhigt haben. Kia tut einiges dafür, bringt im Sportage jetzt einen Zwei-Liter-Diesel mit 48-Volt-Mildhybrid-System. Was ist das? Ein kleiner Elektromotor, der dem Verbrenner beim Anfahren oder Beschleunigen Arbeit abnimmt und aus einer 48-Volt-Batterie gespeist wird. Die wiederum lädt sich beim Bremsen, Ausrollen oder Bergabfahren selbst wieder auf, indem sie die kinetische Energie in Strom umwandelt. Das bringt eine zehnprozentige Sporitersparnis, sagt Kia, ohne Platz - etwa im Kofferraum - zu kosten. Ebenfalls neu unter der Haube ist ein 1,6-Liter-Diesel mit 115 und 136 PS, der den 1,7-Liter ablöst.

Äußerlich ist das Facelift an neuen Stoßfängern und Scheinwerfer, Rückleuchten und einer Leuchtenspamge am Heck zu erkennen. Der Tigernase genannte Kühlergrill ist ein wenig flacher geworden. Innen fällt neben dem neuen Lenkrad vor allem der jetzt rahmenlose 7-Zoll-Touchscreen auf. Nachgelegt hat Kia auch bei den Assistenten: Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (bis 180 km/h) mit Stop-and-Go-Funktion, Rundumsichtkamera und LED-Scheinwerfer sind nun für den Sportage erhältlich.

Gestrichen hat Kia die Einstiegsversion Pure, die kaum einer geordert hatte (1 %) . Basis ist nun das Modell "Edition 7", das mit dem 132-PS-Benziner ab 22 490 Euro (Frontantrieb) kostet. Für den 185-PS-Diesel mit Mildhybrid ruft Kia mindestens 38 490 Euro auf ("Spirit", Allrad Serie). Der neue Sportage ist ab August im Handel.

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