23.07.2020 - 16:26 Uhr
Michelfeld bei AuerbachOberpfalz

Sonderfall: Zwölf Millionen Euro für Michelfeld

Großzügiger Zuschuss für die Sanierung der ehemaligen Klosteranlage Michelfeld: Es fließen zwölf Millionen Euro an Zuschüssen. Das ist nicht selbstverständlich.

Auf Einladung von Alois Karl (links) weilte Staatsministerin Monika Grütters im Michelfeld. Auch Peter Miltenberger (Leiter Regens Wagner) und Auerbachs Bürgermeister Joachim Neuß (rechts) waren mit von der Partie.
von Jürgen MaschingProfil

Vor drei Jahren wurde auf Initiative des CSU-Bundestagsabgeordneten Alois Karl das ehemalige Benediktinerkloster Michelfeld zum Denkmal nationalen Ranges. Damit wurde es grundsätzlich möglich, dass hier auch Bundesmittel aus dem Haushalt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien eingesetzt werden können. "Es gab sehr viele Gespräche, Diskussionen und auch Termine", lässt Karl wissen. Nun sei er sehr erfreut, dass dies alles erfolgreich war und es "eine bedeutende Unterstützung der Sanierung der Klosteranlage und der heutigen Einrichtung von Regens Wagner mit zwölf Millionen Euro gibt".

Dies nahm der Abgeordnete zum Anlass, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bundestagsabgeordnete Monika Grütters, nach Michelfeld einzuladen. Empfangen wurde sie unter anderem von Direktor Rainer Remmele, Leiter Peter Miltenberg, Landrat Richard Reisinger sowie Bürgermeister Joachim Neuß (Auerbach).

Rainer Remmele stellte die Einrichtung von Regens Wagner vor, was die Staatsministerin mit großem Interesse verfolgte. Zudem präsentierte Architekt Peter Brückner das Gebäude und die zukünftigen Baumaßnahmen. Die Arbeiten werden in diesem Herbst beginnen und sind im ersten Bauabschnitt mit knapp 4,5 Millionen berechnet.

Die Bauabschnitte zwei bis vier folgen im Anschluss und werden mit circa 33,7 Millionen veranschlagt. Die Bauzeit ist auf zehn Jahre bei laufendem Betrieb angesetzt. "Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung des Bundes konnte die bis zuletzt bestehende Finanzierungslücke in Höhe von circa zwölf Millionen Euro vollumfänglich geschlossen und somit die Finanzierung der Modernisierung gesichert werden", hieß es bei dem Treffen in Michelfeld. Staatsministerin Grütters war beeindruckt, dass so viele Akteure (Bayern, Bezirk Oberpfalz, Landkreis, Aktion Mensch, Stadt Auerbach und andere) mithelfen, die Sanierung des Klosters zu unterstützen.

"Der Etat für nationale Denkmalschutzaufgaben ist nicht besonders groß", sagte Grütters und ergänzte: "Da will ganz Deutschland etwas davon haben. Wir haben 20 bis 30 Millionen im Haushalt für Denkmalschutz in Deutschland, vom hohen Norden bis in den tiefen Süden, zur Verfügung." Deswegen gab sie zu verstehen, dass eine Sanierungsmaßnahme wie die in Michelfeld nur durch einen "sehr hartnäckigen Bundestagsabgeordneten" zum Erfolg geführt werden konnte. Grütters: "Es ist aber eine große Ausnahme, so eine Menge an Geldern für nur ein Projekt zu gewähren. Dies ist ein Sonderfall."

Da aufgrund der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie die Regens-Wagner-Einrichtung nicht besucht werden konnte, wurde die Asamkirche bewundert. Bei einer kurzen Führung konnte die Ministerin die Besonderheiten der Kirche bestaunen und betonte, wie eindrucksvoll alles sei.

Besuch der Asamkirche Michelfeld

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