08.09.2020 - 12:49 Uhr
Michldorf bei LeuchtenbergOberpfalz

Erfinder Alfons Krapf verstorben

Im neunzigsten Lebensjahr verstarb Alfons Krapf aus Michldorf. Als Tüftler und Erfinder war er über Europa hinaus bekannt, denn seine Produkte wurden weltweit bis aus Dubai angefordert.

Erfinder und Unternehmer Alfons Krapf.
von Sieglinde SchärtlProfil

Nach einem kurzen Aufenthalt im Weidener Klinikum verstarb Alfons Krapf im Beisein seiner Frau Ingeborg am Freitag, 28. August. Krapf war der Erfinder der Grablicht-Automaten auf Friedhöfen und Hersteller von Glaspolier-Präzisionsbrennern. Bis im März diesen Jahres ging er in seinem Haus, seinem Maschinenbaubetrieb, seiner Arbeit nach. Und selbst sagte er an seinem 85. Geburtstag: „Mein Kopf ist voller Ideen und man müsste noch 20 Jahre jünger sein, um das alles um zu setzen“.

Alfons Krapf wurde am 27. April 1931 als viertes Kind in Rothenstadt geboren und wuchs mit sechs Geschwistern auf. Mit 14 Jahren begann er die Lehre als Maschinenschlosser im Eisenbahn-Ausbesserung-Werk (EAW) in Weiden. Nach der Gesellenprüfung absolvierte er die Meisterprüfung und es folgte die Ingenieurlaufbahn. Vor über 50 Jahren machte er sich in Rothenstadt selbstständig, bildete unzählige Lehrlinge aus und wurde somit der beste Ausbildungsbetrieb. Er übergab dann rechtzeitig diese Firma Druckluft Krapf an seinen Sohn Markus, der den Betrieb in Rothenstadt weiterführt.

Alfons Krapf feiert 85. Geburtstag

Krapf baute sich in Michldorf ein neues Haus und zog von Rothenstadt nach Leuchtenberg. Rasten war für ihn ein Fremdwort und der Selbstständige Alfons Krapf ging täglich seiner Arbeit in seinem Maschinenbaubetrieb nach, aber nicht nur acht Stunden. Denn stets mit Hingabe, Erfindergeist war er tätig und tüfteln und Neues erfinden wie auch den Energiesparbrenner und vieles mehr, war ihm wichtig. Davon erzählte er auch immer mit Begeisterung, vor allem was er noch alles vorhatte.

Im März diesen Jahres stürzte er in seinem Haus und musste ins Klinikum. Davon erholte er sich nicht mehr. Seine Frau Ingeborg, die er auch bei ihrer Krippenstube (Kunstgewerbe- und Kerzengeschäft) unterstützte, pflegte ihn liebevoll. Um den Verstorbenen trauern neben ihr seine Söhne Markus und Reiner mit Ehefrauen sowie seine Enkel Christina und Florian.

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