Michldorf bei Leuchtenberg
19.03.2019 - 11:05 Uhr

Feuerwehr Michldorf findet keinen Kommandanten

Die gut funktionierende und bestens aufgestellte Feuerwehr Michldorf hat ein Problem. Nach 18 Jahren als erster Kommandant macht Harald Dirnberger nicht mehr weiter. Man findet keinen Nachfolger. Was kommt nun?

Kommandant Dirnberger führte am Ende seines Tätigkeitsberichts für das Jahr 2018 in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Michldorf an, dass er seit 18 Jahren Kommandant ist und vorher neun Jahre Stellvertretender Kommandant war. In dieser Zeit 22 Leistungsprüfungen, neun Bayerische Jugendspangen, vier Deutsche Jugendleistungsprüfungen, 18 Jugendflammen, sowie unzählige Übungen und Ausbildungen absolviert wurden. Dazu kommen an die 150 Einsätze. Da wusste man im Feuerwehrhaus, dass Dirnberger wohl nicht mehr für weitere sechs Jahre zur Verfügung stehen wird. Angekündigt hatte er dies schon vor sechs Jahren bei der Wahl. In seinem Bericht führte der Kommandant 39 Aktive, darunter sieben Frauen, sowie fünf Jugendliche an. Eine ganze Zahl an Übungen wurde absolviert. Wie etwa Digitalfunk, Unfallverhütung, Wasserförderung und Löschaufbau. Dazu wurde eine Leistungsprüfung abgelegt.

Weiter führte Dirnberger neun Einsätze an. Alles technische Hilfeleistungen. Jugendwart Marco Gruber trug vor, dass die fünf Jugendlichen den Wissenstest und die Jugendflamme absolvierten. Zudem spülte die Jugend die Hydranten und brannte das Johannisfeuer ab. Gruber gab weiter Einblick in die Jugendkasse. Feuerwehrvorsitzende Evelyn Lanzl gab einen umfangreichen Jahresbericht mit der Teilnahme an Festen, Festzügen und kirchlichen Anlässen. Im Mai richtete man die Michldorfer Kirchweih mit dem OWV aus. Sie wird heuer am 5. Mai sein. Weiterhin nahm man am Kinderferienprogramm teil. Am 30. April wird es wieder ein Maibaumfest geben. Schriftführer Günther Ott berichtete über die Themen der sechs Vorstandssitzungen und Kassier Bernd Punzmann über die Finanzen. Man hat heuer ein Minus von 2500 Euro, das auf den Ankauf von Biertischgarnituren und eine Beteiligung an einem Grundstückskauf der Marktgemeinde zurückzuführen ist. Kreisbrandrat Marco Saller, der sich erstmals vorstellte, war mit Kreisbrandinspektor Martin Weig und Kreisbrandmeister Christian Demleitner bei der Versammlung.

Saller sprach an, dass hier die Unterstützung der aktiven Feuerwehr durch den Verein funktioniert. Im Landkreis leisten 5000 ehrenamtliche Feuerwehrleute Dienst. Dies mit einer guten Ausbildung. Man hat aber auch das Problem, tagsüber immer genug Einsatzkräfte abrufen zu können. Darum der Auftrag vom Freistaat, die Tagesalarmstärke zu verbessern. Pfarrer Alfons Forster sprach die Anerkennung der Feuerwehr in der Bevölkerungen an. Bürgermeister Anton Kappl stellte fest, dass mit dem zweiten Fahrzeug eine gute Lösung auf die Beine gestellt wurde. Dann kam der Gemeindechef zur Wahl des ersten Kommandanten, zu der die Gemeinde geladen hatte. Er führte an, dass die Feuerwehr vor Ort nach wie vor wichtig und unersetzbar ist. Deren Kommandant seider Kopf und der trage große Verantwortung. Wie erwartet wurde Dirnberger auch für die nächste Dienstzeit vorgeschlagen. Dieser stellte sich jedoch nicht mehr zur Wahl. Zudem lehnten weitere vorgeschlagene Kandidaten ab. Bürgermeister Kappl redete mit Engelszungen. Er führte auch an, dass er und die Verantwortlichen der Feuerwehr bereits im Vorfeld mit einigen Aktiven gesprochen hat um sie als Nachfolger von Dirnberger zu gewinnen. Was aber keinen Erfolg brachte. Wir werden uns am 12. April um 20 Uhr hier im Feuerwehrhaus wieder sehen, kündigte Kappl an. Die Gemeinde wird die Aktiven zur Kommandantenwahl einladen. Dirnberger wird bis dahin die Feuerwehr weiter führen. Wenn wir auch hier keinen Kommandanten finden, werde ich einen Notkommandanten bestimmen müssen, kündigte der Gemeindechef an.

 
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