Klaus Geilersdörfer, Bertold Dietrich und Lukas Deierl hatten die Idee, das Getreide wie in alten Zeiten mit der Handablage im Sommer zu mähen, zu Garben zu binden, zwischen zu lagern und im Herbst zu dreschen. Dazu wurde letzten Samstag die Dreschmaschine der Firma Ködel & Böhm aus den 1930er Jahren am Ortsrand von Mittelreinbach aufgestellt und betriebsbereit gemacht.
Am Nachmittag konnte dann der 15-PS-Deutz-Schlepper aus dem Jahr 1950 zeigen, was noch in ihm steckt. Mit einem langen Treibriemen auf der frei laufenden Riemenscheibe, der tüchtig mit "Remmer-Pech" eingeschmiert wurde, kam der alte Dreschkasten auf Höchstdrehzahl. Eine staubige Angelegenheit für die fünfköpfige Bedienmannschaft und die Zuschauer, die sich zwischenzeitlich eingefunden hatten.
Die Älteren gaben ihre Jugenderlebnisse zum Besten und konnten manchen guten Ratschlag geben. So entspannen sich kurzweilige Unterhaltungen zwischen Jung und Alt, und der Wagen mit Garben von Emmer und Diamadei leerte sich recht schnell. Wer es nicht kennt: Emmer ist eine der ältesten Weizenarten der Welt, auch Zweikorn genannt. Diamadei sucht man in Google vergebens! In unserer Gegend bezeichnet man so eine Mischung aus Hafer und Weizen, die als Viehfutter Verwendung fand. In den Pausen spielte Jonas Strobel aus Riglashof mit seiner Quetschn auf. Aufgrund der perfekten Wartung hat die alte Technik problemlos ihren Dienst verrichtet und, nach Meinung aller Fachkundigen vor Ort, sehr ordentliche Ergebnisse abgeliefert. Eine prima Idee, die wiederholt werden sollte, damit das alte Wissen nicht verloren geht.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.