08.05.2022 - 11:06 Uhr
MitterteichOberpfalz

11. Inklusionslauf in Mitterteich: Stadtrunden und Feierlaune bei Kaiserwetter

Volksfeststimmung herrschte am Samstag in Mitterteich: Zum ersten Mal seit 2018 ging wieder der Inklusionslauf der Lebenshilfe über die Bühne. Fast 600 Teilnehmer drehten Runden durch die Stadt.

von Josef RosnerProfil

Mit strahlendem Sonnenschein wurde die Kreisvereinigung Lebenshilfe belohnt, die am Samstag ihren 11. Benefizlauf veranstaltete. 2019 hatte das Wetter das Event verhindert, danach fiel es wegen Corona zweimal in Folge aus. Bei "Kaiserwetter", wie Bürgermeister Stefan Grillmeier sagte, gingen nun 593 Teilnehmer an den Start.

Zwar hatte man nach der langen Pause auf eine etwas größere Resonanz gehofft - 2018 waren 806 Teilnehmer gezählt worden - aber letztlich zählte am meisten, dass der Inklusionslauf überhaupt wieder stattfinden konnte. Pro absolvierter 1200-Meter-Runde geht ein Euro auf das Spendenkonto der Lebenshilfe.

Autogramme und Goldenes Buch

Als Stargäste vor Ort waren der dreifache Olympiasieger und siebenfache Weltmeister Eric Frenzel und der Silbermedaillengewinner der Paralympics in Sydney, Wolfgang Stöckl. "Wir wollten dich schon lange hier haben, schön dass es dieses Mal geklappt hat", sagte Landrat und Lebenshilfe-Vorsitzender Roland Grillmeier zu Eric Frenzel. Gleichzeitig kündigte er weitere Projekte mit Eric Frenzel im Landkreis an. Grillmeier sprach angesichts der sportlichen Prominenz von einer enormen Aufwertung des Laufes, machte aber deutlich: "Heute werden keine Höchstleistungen erwartet, Dabeisein ist alles." Lebenshilfe-Geschäftsführer Berthold Kellner meinte angesichts der langen Corona-Zeit ohne Veranstaltungen: "Die Leute sind hungrig, dass wieder etwas passiert."

Eric Frenzel und Wolfgang Stöckl gaben bereitwillig Autogramme und trugen sich auch ins Goldene Besuch der Stadt Mitterteich. "Über 20 Jahre nach meiner Silbermedaille darf ich mich wieder in ein Goldenes Buch eintragen. Das letzte Mal war das in Weiden", kommentierte dies Stöckl.

Start mit Böllerschüssen

Offiziell eröffnet wurde der Lauf von Dieter Franke und Karl Krasser von den Mitterteicher Schützen, die jeweils einen Böllerschuss in die Luft feuerten. Vier Stunden lang gingen Jung und Alt, Behinderte und Nichtbehinderte auf die Strecke, die zum Teil über abgesperrte Straßen führte. Egal ob laufend, gehend oder mit Rollstuhl oder Scooter - jede Art der Fortbewegung zählte. Für den Großteil des Teilnehmerfeldes war der sportliche Aspekt eher nachrangig, doch einige nutzen den Benefizlauf als willkommene Trainingseinheit oder versuchten voller Ehrgeiz, eine möglichst hohe Zahl an Runden zu schaffen. Eric Frenzel joggte gemütlich zwei Runden, Wolfgang Stöckl legte eine Runde zurück. Unabhängig vom Endresultat erhielt jeder Teilnehmer ein T-Shirt. Zur reibungslosen Abwicklung des Laufes trugen zahlreiche Helfer vom TuS Mitterteich bei.

Auf dem Gelände der Lebenshilfe war für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher bestens gesorgt. Auch ein buntes Rahmenprogramm hatten die Veranstalter organisiert. Musik spielten die Band "Zu(t)dritt" und die Rhythmusgruppe "Bum Schakalak". Vorführungen gab es zudem von Tänzerinnen des TuS Mitterteich und der Gruppe "Temptations" des TB Jahn Wiesau.

Höhepunkt des Benefizlaufes war am späten Nachmittag die Siegerehrung. Bei den Damen setzte sich Heike Moller mit 37 Runden an die Spitze, es folgten Barbara Kasseckert (28 Runden) und Christine Ernstberger (22 Runden). Bei den Herren kam Michael Wedlich auf 35 Runden, dahinter folgten Klaus Kastner (32) und Tobias Markovsky (30). Bei den Teilnehmern mit Handicap lag Luca Selch (18 Runden) vor Matthias Plonner (17) und Ina Döhler (13). Die größte Gruppe mit 76 Teilnehmern stellte die Schott AG, diese absolvierten mit 574 Runden auch die meisten Kilometer.

Unter allen Teilnehmern wurden noch drei Hauptpreise verlost. Tobias Markovsky, der im Post-Outfit auf der Strecke war, gewann den Hauptpreis, ein Ghost-Fahrrad. Den zweiten Preis, ein I-Pad erhielt Natalie Wettinger, ein Wochenende mit dem Cabrio gewann Natalie Wettinger.

 
 

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