01.10.2018 - 17:32 Uhr
MitterteichOberpfalz

Ausnahmezustand in Kleinsterz

Tausende kommen zur Eröffnung der 22. Erlebniswochen Fisch nach Kleinsterz. Am Nachmittag gibt es zeitweise kein Durchkommen mehr. Ein ganzes Dorf feiert.

Teichnixe Sophia Bächer und Musiker Simon Strohmaier genossen die große Aufmerksamkeit.
von Josef RosnerProfil

Mit Kaiserwetter wurden am Sonntag die Verantwortlichen der 22. Erlebniswochen Fisch für ihre Mühen belohnt. Strahlender Sonnenschein lockte Tausende von Besuchern an. Es wurde zu einem Familienfest mit vielen regionalen Genüssen, wobei vor allem kulinarisch keine Wünsche offen blieben. Die Ortsdurchfahrt war zu einer Budenstraße geworden, in der sich die Gäste drängten.

Schon am Sonntagvormittag beim Mittagessen herrschte dichtes Gedränge im Dorf. Das meiste spielte sich beim Gemeinschaftshaus und im Innenhof des Fischhofs Beer ab. Sitzplätze waren dort rar, Direktvermarkter aus der Region boten allerlei Schmankerl an, diese reichten von Fisch, den es in den unterschiedlichsten Variationen gab, bis zu Köstlichem vom Strauß und aus den heimischen Wäldern. Als Besonderheit buken Landfrauen aus Kleinsterz "Köichla" heraus. Die Besucher durften zusehen, wie dies geht.

Alle Hände voll zu tun hatte auch die Feuerwehr Großensterz. Nach Auskunft von Kommandant Matthias Burger waren "mindestens 50 Mitglieder" der Wehr ganztägig im Einsatz. Sie hätten eine fantastische Arbeit vollbracht, lobte der Kommandant. Die Mitglieder kümmerten sich hauptsächlich um das leibliche Wohl der Besucher. Unterstützung bekamen die Kleinsterzer von der Feuerwehr Mitterteich, die sich der Parksituation annahm. Das ganze Dorf war für den Durchgangsverkehr gesperrt, geparkt wurde auf den Wiesen vor dem Ort. Da es keinen Regen gab, war dies kein Problem. Auffallend war auch, dass diesmal viele Gäste mit dem Rad gekommen waren: Das Radwegenetz des Landkreises zeigte hier Wirkung.

Die Mitglieder der Arge Fisch, die dieses Ereignis veranstaltete, strahlten mit der Sonne um die Wette. Der neue Arge-Vorsitzende Thomas Beer konnte in seinem Heimatdorf einen tollen "Einstand" verbuchen. Genauso wie Teichnixe Sophia Bächer, die den Rummel um den Karpfen sichtlich genoss.

Die Bilanz von Fabian Polster von der Arge Fisch fiel am Montag rundum positiv aus: "Es war ein fantastisches Fest, ein voller Erfolg", sagte er am Telefon auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien. Beeindruckt zeigte er sich vom ehrenamtlichen Engagement der Klein- und Großensterzer. "Von 10 bis 18 Uhr war es hier voll, einfach ein super Fest", sagte Polster, der berichtete, dass auch die Anbieter vollauf zufrieden waren. "Die Leute wollten am Abend gar nicht nach Hause gehen, so gut hat es ihnen gefallen." Dank galt Karl Rupprecht, der den Besuchern immer und immer wieder die Fische in den großen Behältern erläuterte.

Das Fest in Kleinsterz hat die Messlatte für die nachfolgenden Veranstaltungen hoch gelegt. Eine Steigerung ist nach Meinung vieler Helfer kaum noch möglich, wobei natürlich das grandiose Spätsommerwetter großen Anteil am Erfolg hatte. Im kommenden Jahr findet die Eröffnung der Erlebniswochen Fisch am 29. September in Tirschenreuth statt.

Kaum ein Durchkommen gab es in der Budenstraße.
Blick in den Innenhof des Fischhofs Beer.
Viele Familien waren am Sonntag in Kleinsterz unterwegs.
Tausende von Besuchern kamen am Sonntag nach Kleinsterz.
Vollbesetzt präsentierte sich die Freifläche beim Kleinsterzer Gemeinschaftshaus.
Vollbesetzt präsentierte sich die Freifläche beim Kleinsterzer Gemeinschaftshaus.
Frisch herausgebackene "Kaichla" von den Kleinsterzer Frauen.
Zufrieden zeigten sich die Aussteller mit ihren Geschäften.
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