Mitterteich
22.05.2018 - 16:00 Uhr

Bilanz Landesliga Nord-Ost

Bilanz Landesliga Nord-Ost

Dem Trio ATSV Erlangen, TSV Buch und SC Feucht räumte Andreas Lang, Trainer des SV Mitterteich, vor der Saison die größten Chancen auf die Meisterschaft und Aufstieg ein. Und er sollte recht behalten. Am Ende setzte sich der ATSV Erlangen (1./78) durch, der TSV Buch (2./75) bekommt eine zweite Chance in der Aufstiegsrelegation. Der Zieleinlauf kommt für Lang nicht überraschend. „Die mittelfränkischen Teams besitzen einfach mehr Qualität als die aus Oberfranken.“ Weht tut Lang der Abstieg der SpVgg Bayreuth II (17./33), den zweiten Absteiger SpVgg Erlangen (18./27) konnte er als Neuling kaum einschätzen.
Ordentlich aus der Affäre zog sich sein Team, allerdings strapazierte es nicht nur im Umfeld die Nerven aller Beteiligten. „Wenn es vor der Saison um die Absteiger ging, waren wir dabei. Aber meine Mannschaft hat die Pessimisten besseres gelehrt.“ Dabei begann die Saison denkbar schlecht für die Stiftländer. Sie starteten mit acht Niederlagen und nur vier Siegen. Aber dann setzten sie zu einem phänomenalen Zwischenspurt mit zehn Siegen, drei Punkteteilungen und nur einer Niederlage an, mischten die Konkurrenz mächtig auf. Das kostete viel Kraft. „Dieser Aufholjagd mussten wir gegen Ende der Saison Tribut zollen. In dieser Phase machte sich der für Landesligaverhältnisse zu kleine Kader negativ bemerkbar. Des öfteren standen mir gerade mal zwölf Feldspieler zur Verfügung, ergänzt durch Akteure aus der zweiten Mannschaft. Es tut mir auch für die Zuschauer leid, dass wir die Saison mit sieben Niederlagen beendeten.“ Mit dem vorzeitigen Klassenerhalt und der Qualifikation zum Toto-Pokal habe sie dennoch eine erfolgreiche Runde gespielt.
Nicht mehr hören kann der SV-Coach das Gerede über die dritt schwächste Offensive der Liga. „Das Torverhältnis ist mir sch..egal, wichtig sind die Punkte.“ Gut gefiel Lang die Weiterentwicklung der jungen und unerfahrenen Truppe, die seiner Meinung nach auch immer Charakter bewies. „Hier kann sich etwas entwickeln.“ Nicht einverstanden dagegen ist er mit dem kleinen Kader. „In der Landesliga muss man in der Breite besser aufgestellt sein, sonst bekommen wir in der neuen Saison erneut Probleme.“ Aber die ist noch weit weg. Jetzt hat die Mannschaft erst einmal bis zum 4. Juni frei, dann beginnt die Vorbereitung mit Laufeinheiten zur Saison 2018/19.

Statistik

Recht treffsicher zeigten sich die Vereine. In 306 Spielen zappelte das Leder 1062 Mal im gegnerischen Netz. Das entspricht einem Durchschnitt von 3.47 Toren. Knapp an der 100-Marke scheiterte Meister ATSV Erlangen, am Ende standen 97 Treffer zu Buche. Absteiger SpVgg Bayreuth II erzielte in 34 Begegnungen ebenso viele Tore. Nur 26 Gegentreffer ließ der Meister zu, 86 dagegen der FSV Bayreuth. Die meisten Tore fielen in den Begegnungen SC Feucht – ASV Veitsbronn 9:1, FSV Bayreuth – SC Schwabach 5:4 und SV Mitterteich – SpVgg Selbitz 2:7. Als bestes Heimteam setzte sich der SC Feucht durch, der auf 16 Siege, ein Remis ohne Niederlage kam. Auswärts war der ATSV Erlangen am erfolgreichsten mit 13 Siegen und je zwei Remis sowie Einbußen.
Dass ein Meister auch fair sein kann bewies der ATSV Erlangen, der mit einer Quote von 1.91 die Fairnesstabelle anführt. Die Bösen Buben stehen in den Reihen des TSV Sonnefeld mit 4.41.

Torjägerliste
29 Tore: Michael Weiß (SC 04 Schwabach); 24: Ahmet Kulabas (ATSV Erlangen); 23: Philip Lang (TSV Buch); 20: Dominik Schütz (SV Memmelsdorf); 19: Christian Haag (Quelle Fürth); 18: Stephan König (SC Feucht); 15: Udo Brehm (TSV Buch), Nils Firnschild (SV Friesen), Kaan Gezer (SpVgg Selbitz), Frank Kirschner (Quelle Fürth)

 
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