16.01.2019 - 17:40 Uhr
MitterteichOberpfalz

Breiter und tragfähiger

In schlechtem Zustand ist die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Oberteich und Triebendorf. Das soll sich nun ändern - zumindest auf dem Gemeindegebiet der Stadt Mitterteich.

Die Gemeindeverbindungsstraße von Oberteich nach Triebendorf wird ab April auf einer Länge von 1600 Metern ausgebaut.
von Josef RosnerProfil

Einstimmig beschloss der Mitterteicher Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung, dass die Straße auf einer Länge von 1600 Metern ausgebaut wird - bis zur Bahnbrücke. Der weitere Streckenverlauf liegt auf dem Gebiet der Marktgemeinde Wiesau, die bei den Ausbauplänen noch nicht so weit wie Mitterteich sei, wie es heißt. Die Kosten für die Stadt belaufen sich auf etwas über zwei Millionen Euro, wobei man auf einen Fördersatz von bis zu 90 Prozent hofft.

Baubeginn im April

Thomas Grillmeier, Leiter des städtischen Bauamts, stellte die Planungen vor. Derzeit beträgt die Breite der Gemeindeverbindungsstraße 4,50 Meter, nach dem Vollausbau soll sie 5 Meter betragen. Hinzu kommt links und rechts jeweils ein Bankett mit einer Breite von einem Meter. Die Höhe der Einbauschicht wird 70 Zentimeter betragen, wobei allein der Frostschutz 56 Zentimeter ausmacht. Die Stadt Mitterteich nimmt den Bauabschnitt I von Oberteich bis zur Brücke in Angriff, für den Bauabschnitt II ist die Marktgemeinde Wiesau verantwortlich. Die Stadt habe im Zuge der Vorbereitungen rund 1600 Quadratmeter Grund von den Anliegern dazu gekauft, um die geplante Ausbaubreite auch erreichen zu können, so Grillmeier. Der Förderantrag sei bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht worden, eine 90-Prozent-Förderung erscheine möglich. Los gehen sollen die Arbeiten im April, als Bauzeit sind etwa sechs Monate vorgesehen.

Bürgermeister Roland Grillmeier erklärte, dass die Stadt die derzeit günstigen Förderbedingungen nutzen wolle. Wann die Wiesauer soweit sein werden, um den zweiten Abschnitt anzugehen, sei ihm aktuell nicht bekannt, so Grillmeier. CSU-Fraktionssprecher Josef Schwägerl machte deutlich, dass die Stadt im Zusammenhang mit den Stabilisierungshilfen mehr Fördergelder erhalte und ein Ausbau damit günstiger geworden sei. "Wir warten jetzt die Ausschreibungsergebnisse ab, vielleicht wird es sogar noch billiger." Ohne einen hohen Fördersatz wäre das Projekt natürlich nicht zu verwirklichen, so Schwägerl.

Fahrzeuge immer größer

"Mir wäre es lieber gewesen, wir könnten gleich die ganze Straße bis nach Triebendorf ausbauen und nicht nur unser Teilstück bis zur Brücke", meinte Johann Brandl (SPD). Die Ausbaubreite befürwortete er ausdrücklich, da die landwirtschaftlichen Fahrzeuge immer größer und breiter würden. Bernhard Thoma (Freie Wähler) verwies auf den schlechten Zustand der Straße und nannte eine mögliche Förderung von 90 Prozent positiv. "Wir sollten den Ausbau jetzt in die Hand nehmen."

Unberührt bleibt vorerst die Bahnbrücke, die sich auch im Eigentum der Stadt Mitterteich befindet. Hier will man abwarten, welche möglichen Änderungen sich im Zuge der geplanten Elektrifizierung der Bahnstrecke ergeben.

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