24.04.2020 - 00:05 Uhr
MitterteichOberpfalz

„Dankbar für sieben erlebbare Jahrzehnte“

„Mister Gartenschau“ Max Wittmann feiert heute seinen 70. Geburtstag. „Ich war gerne arbeiten, aber ich vermisse die Arbeit nicht“, betont der Jubilar.

Max Wittmann vor seinem neuen Wohnhaus, das er seit drei Jahren in Mitterteich bewohnt und wo er den Ruhestand genießt. „Mister Gartenschau“ feiert heute seinen 70.Geburtstag.
von Josef RosnerProfil

Die Frühlingssonne strahlt am Mittwochvormittag, als die Oberpfalz-Medien Max Wittmann auf seiner Dachterrasse besuchen. "Mister Gartenschau", wie er in Erinnerung an die Grenzenlose Gartenschau Marktredwitz-Eger 2006 genannt wird, feiert am heutigen Freitag seinen 70. Geburtstag.

Gefeiert wird im neu erbauten Haus in der Goethestraße, das er seit drei Jahren bewohnt, allerdings nur im kleinen Kreis, mit Gattin Sigrid, mit der er seit 42 Jahren verheiratet ist. Der gebürtige Mitterteicher freut sich auf die Glückwünsche seiner beiden Kinder Markus und Kathrin sowie auf die seiner Enkel Lea, Sarah und des erst drei Monate alten Linus. Die können aufgrund der Coronakrise zwar nicht persönlich gratulieren, aber der Kontakt über die neuen Medien lässt sich schon herstellen.

Bei Stadt und Stewog

Max Wittmann stand 37 Jahre lang im Dienst der Stadt Marktredwitz und der Stewog, dort begann er im Januar 1978 seinen beruflichen Werdegang. Heute sagt Wittmann, "ich hatte das Glück, über drei Jahrzehnte bei einer Stadt arbeiten zu dürfen, wo eine kontinuierliche Stadtentwicklung immer hohe Priorität hatte". Gerne erinnert er sich an den Beginn seiner Tätigkeit, mit der Umgestaltung der Altstadt in einen verkehrsberuhigten Bereich, die Sanierung der Chemischen Fabrik sowie an die Eröffnung des KEC im Jahre 1999.

Als Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn stuft der Jubilar die Grenzenlose Gartenschau Marktredwitz-Eger 2006 ein. Eng mit eingebunden waren der Reslgarten in Konnersreuth und der Naturerlebnisgarten in Waldsassen. "Wir konnten damals 525.000 Besucher in Marktredwitz begrüßen, 200.000 Menschen kamen nach Eger."

Berufliche Herausforderungen

Eigentlich wäre Max Wittmann am heutigen Freitag mit Gattin Sigrid in Ingolstadt bei der Eröffnung der Landesgartenschau gewesen, die wurde jedoch verlegt. Weiter erinnert Max Wittmann an berufliche Herausforderungen, wie die Revitalisierung von verschiedenen Gaststätten in Marktredwitz mit Marktredwitzer Hof, Winkelmühle und Meisterhaus. Mit ein Höhepunkt war 2013 die Aufführung von Händels "Der Messias" in der Glasschleif, unter der Leitung von Kantor Michael Grünwald.

Noch heute verfolgt Max Wittmann die Entwicklung von Marktredwitz und zollt dem wiedergewählten Oberbürgermeister Oliver Weigel großen Respekt für seine in die Zukunft gerichtete Arbeit. "Ich bin immer liebend gerne in die Arbeit gegangen, aber ich vermisse sie nicht", sagt der Jubilar, der seit fünf Jahren den Ruhestand genießt. Gerne unterstützt er heute noch die baulichen Vorhaben in Marktredwitz, wie aktuell die Sanierung der Gaststätte "Goldener Löwe".

In seiner Freizeit genießt er derzeit die Frühlingssonne, die regelmäßigen Radtouren mit Freunden oder den Besuch zahlreicher Konzerte. Zum Pflichttermin sind ihm seit vielen Jahren die sonntäglichen Stammtische in der "Petersklause" geworden, wo sich 16 Herren treffen. Derzeit freilich müssen die Stammtischtreffen ausfallen.

Feier wird nachgeholt

Seit einigen Jahren bringt sich der Stammtisch beim Mitterteicher Weihnachtsmarkt mit ein. Der Erlös wird immer gespendet. Im vergangenen Jahr wurde die Aktion "Feuerkinder" von Dr. Annemarie Schraml unterstützt. Zu seinem Geburtstag wünscht sich Max Wittmann wenig, als erstes Gesundheit für sich und seine Familie, Zufriedenheit und "dass wir alle die Coronakrise gut meistern und bald wieder unser normales Leben führen können". Die geplante Feier im "Forsterhof" in Konnersreuth muss aufgrund der Lage ausfallen. "Aber die holen wir nach", verspricht Wittmann.

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