14.06.2018 - 12:07 Uhr
MitterteichOberpfalz

Von Einzelhandel bis Inklusion

Vor knapp vier Monaten präsentierte der Zweckverband Ikom Stiftland die Grundzüge seines einheitlichen Beschilderungskonzeptes. Vor der konkreten Umsetzung in Mitterteich gibt es im Stadtrat aber noch offene Fragen und Änderungswünsche.

Thomas Franz (C3 Marketing) stellte das neue Beschilderungskonzept der Ikom Stiftland den Mitterteicher Stadträten näher vor.
von Josef RosnerProfil

(jr) Eigentlich war das Thema für die nichtöffentliche Sitzung vorgesehen, aber Bürgermeister Roland Grillmeier sah kein Problem darin, es in den öffentlichen Teil zu verlegen. Beteiligt an dem Vorhaben sind sieben der zehn Ikom-Kommunen. Insgesamt werden rund 2700 Schilder, Tafeln und Stelen angeschafft. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund eine halbe Million Euro, erwartet wird dazu ein Fördersatz von 70 Prozent.

Roland Grillmeier sagte, dass das Konzept Schilder an Wegen sowie Ortseingangs-Infopunkte und Info-Tafeln an markanten Gebäuden beinhalte. Die Firma C3 Marketing hat ein Konzept ausgearbeitet, das die Zustimmung der Kommunen fand. Vonseiten der Stadt Mitterteich hatte sich Gabi Bleistein von der Tourist-Info in die Ausarbeitung eingebracht. Derzeit läuft laut Bürgermeister Grillmeier die Ausschreibung.

Thomas Franz von C3 sprach von einem großartigen Projekt, das die Region Stiftland weiter voranbringen werde. Er nannte ein einheitliches Beschilderungskonzept wichtig für Einheimische und Touristen. Zentraler Bestandteil des Konzepts ist das neue Stiftland-Logo "Ein Geschenk für die Seele". Die komplette Beschilderung wird zweisprachig in Deutsch und Tschechisch ausgeführt. Die Standorte der einzelnen Elemente werden jeweils vor Ort mit den Kommunen besprochen.

An besonders markanten Gebäuden sind Tafeln im DIN-A4-Format mit Informationen darüber vorgesehen. Diese können über den QR-Code auch aufs Smartphone geladen werden. An den Ortseingängen sollen bis zu 2,70 Meter hohe Stahlstelen stehen. Auf allen vier Seiten werden Informationen über die jeweilige Kommune und das Stiftland zu lesen sein. Während mit der Beschilderung noch heuer begonnen werden soll, werden die Stahlsstelen an den Ortseingängen erst im kommenden Jahr aufgestellt. In Mitterteich sind zunächst an den fünf Ortseingängen solche Stelen geplant.

Begrenzte Flächen

Holger Paschedag (CSU) bemängelte, dass es auf den Stelen keine Hinweise auf den Einzelhandel gebe. Er bat darum, das Gespräch mit dem Gewerbeförderverein zu suchen. Vielleicht lasse sich noch eine Lösung finden. Bürgermeister Grillmeier gab zu bedenken, dass die verfügbaren Flächen begrenzt seien. Änderungen seien aber noch möglich. Johann Brandl (SPD) lobte die Art der Präsentation. Sie sei zukunftsorientiert - mit vielen Bildern und dafür weniger Text. Auch Brandl sah jedoch die Notwendigkeit gegeben, auf den Stelen auf den Einzelhandel zumindest hinzuweisen.

Für die Radwegenetze forderte Brandl, dass die neuen Schilder den bereits in der Region vorhandenen angepasst werden. Als Beispiele nannte er die Bereiche Kemnath und Pressath. Weiter könne sich Brandl vorstellen, dass die Infotafeln an markanten Gebäuden größer als DIN-A4 ausfallen - konkret nannte er das Format DIN-A3. Roland Grillmeier erwiderte, dass dies bereits ausprobiert worden sei und man klar festgestellt habe, dass DIN-A3-Tafeln zu groß wären. "DIN-A4 war ein Kompromiss, dabei sollten wir bleiben. Thomas Franz sagte dazu: "DIN-A4 ist eigentlich optimal, zumal auch die Schrift leserlich ist." Josef Schwägerl (CSU) wollte mehr über eine angedachte digitale Stele am Unteren Marktplatz erfahren. Thomas Franz konnte dazu noch nichts Näheres sagen, nur dass diese geplant sei.

Rund 20 Infotafeln

Ernst Bayer (Freie Wähler) regte an, dass gerade am Schmiedbrunnen Informationen darüber zu finden sein sollten, was dieser darstellt. Oft fragten sich dort Touristen, welche Geschichte hinter diesem Brunnen steckt. Bürgermeister Roland Grillmeier sicherte zu, dass er sich dieses Themas annehmen werde. In Mitterteich werde es rund 20 Infotafeln an markanten Bauwerken geben, der Schmiedbrunnen sollte auch dazu zählen. Grillmeier ergänzte, dass in die Bestückung der Infotafeln auch der Arbeitskreis Heimatpflege eng mit eingebunden sei.

Reiner Summer (CSU) fragte, in welcher Höhe die Infotafeln angebracht werden. Mitterteich sei schließlich eine Stadt der Inklusion. "Wir sollten darauf schon Rücksicht nehmen." Thomas Franz sagte, dass hier noch Klärungsbedarf bestehe und kündigte einen Kompromiss an.

Roland Grillmeier will allen Fraktionen Infos zukommen lassen, wo genau die Tafeln angebracht werden sollen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Texte möglichst knapp gehalten werden sollen. Vor der konkreten Umsetzung soll es weitere Gespräche im Stadtrat geben.

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