Auch wenn sich Beweggründe und Umstände geändert haben: Die Tennis-Partnerschaft zwischen dem sächsischen Radeberg, dem nordböhmischen Nymburk und dem stiftländischen Mitterteich ist weiter stabil. Noch im Jahr 1989, also gleichzeitig mit den Revolutionen in der DDR und der damaligen Tschechoslowakei, knüpften einige Verantwortliche die Netze für jährliche Begegnungen auf den Tennisplätzen. Seitdem finden im Wechsel im Spätsommer kleine Tennisfeste statt.
Hohes sportliches Niveau
Der damalige Symbolcharakter von grenzüberschreitenden Kontakten ist nicht verschwunden, er hat sich aber geändert und in den Augen der Verantwortlichen nach wie vor seinen Wert und besonderen Reiz. Das traditionelle Tennis-Wochenende hatte heuer der Radeberger TC organisiert. Auf den dortigen Plätzen beherrschten die jungen tschechischen Spieler das Geschehen. Sie boten ein Niveau, das den Zuschauern immer wieder Zungenschnalzen und Applaus abrang. Ihre Ballwechsel hatten immer wieder den Charakter von Schau-Tennis. Dabei waren technische und taktische Raffinessen so sehenswert wie Spielwitz und Tempo.
Spontane Zusagen
Die Geselligkeit kam bei dem Treffen nicht zu kurz, die Teilnehmer tauschten Erinnerungen und Erfahrungen aus. Wer nicht nur den Schläger schwingen wollte, besuchte etwa Schloss Moritzburg oder machte mit dem Rad einen Abstecher ins nahe Dresden.
Beim Abschied betonten die Sprecher der drei Vereine den sportlichen und geselligen Wert der Begegnungen. Eberhard Rudolph von den Gastgebern bedankte sich bei den Gästen fürs Kommen und für die Gastgeschenke. Friedrich Wölfl von der Tennis-Sparte des SV Mitterteich hob im Namen der Gäste die großartige Gastfreundschaft des sächsischen Partnervereins hervor und freute sich über die Beständigkeit der Kontakte. Auf Beifall stieß schließlich Bogan Sedlaty: Er lud die Freunde aus Radeberg und Mitterteich für nächstes Jahr Anfang September nach Nymburk ein. Die Zusagen kamen sofort, man war sich einig, dass auch das 30. Treffen wieder ein Tennisfest werden soll - quer über Länder- und Sprachgrenzen hinweg.














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