28.10.2021 - 11:59 Uhr
MitterteichOberpfalz

Halloween-Garten voller schauriger Gestalten in Mitterteich

Wer am Sieglrang in Mitterteich spazieren geht, sollte nicht schreckhaft sein, schon gar nicht bei Dunkelheit: Ein Garten ähnelt dem Schauplatz eines Horrorfilms. Ein Halloween-Fan hat Gräber, Totenköpfe und schaurige Gestalten aufgebaut.

Gräber und gruselige Gestalten, so weit der Blick reicht: Wolfgang und Uschi Fleischer haben auf ihrem Anwesen "Am Sieglrang 28" in Mitterteich einen schaurigen Halloween-Garten geschaffen.
von Josef RosnerProfil

Es ist ein Garten, der zartbesaiteten Spaziergängern oder Besuchern das Fürchten lehrt: Nicht weniger als 69 Gräber, Dutzende Schädel und Horror-Figuren aller Art hat Wolfgang Fleischer mit Unterstützung von Ehefrau Uschi auf seinem Grundstück "Am Sieglrang 28" verteilt.

Doch der "Höhepunkt des Schreckens" steht noch bevor. An Halloween am Sonntag, 31. Oktober, werden die Fleischers die Anlage bei Einbruch der Dunkelheit auch mit Kerzen und anderen Lichtern umfassend beleuchten. Dazu gibt es Musik und allerhand Geräusche zum Gruseln. Von 14 bis 22 Uhr sind alle Interessierten im Halloween-Garten willkommen und können die Horror-Installationen aus der Nähe betrachten.

Zucken und Schreie

Schon seit Jahren verwandeln der 48-jährige Schott-Beschäftigte und seine 46-jährige Frau ihren Garten jeweils kurz vor Halloween in einen Grusel-Garten. Tagelang dauern die Aufbauarbeiten, schließlich soll alles bis ins Detail stimmen. Schon der Eingang in den Garten ist ungewöhnlich - es geht durch eine "Steinmauer", geschaffen aus Styrodur. Wenn man dann an einer im Weg stehenden Horrorgestalt vorbeischreitet, zuckt diese. Berührt man sie, stößt sie einen Schrei aus. Die aneinander gereihten Gräber sind teils mit Knochen und Skeletten bestückt. Auf den Grabsteinen stehen die Namen von Filmfiguren und verstorbenen Schauspielern und Musikstars.

Totenköpfe aus Beton

Rund 30 Totenköpfe hat Wolfgang Fleischer aus Beton hergestellt. Bis zu drei Kilogramm sind die Schädel schwer, bemalt hat sie seine Frau Uschi. In die Köpfe kommen bis Sonntag noch kleine Lämpchen und Kerzen, so dass sie zum Finale stimmungsvoll erstrahlen. Wenn man dem Rundweg durch die Gartenanlage folgt, trifft man auch noch auf viele weitere schaurige Gestalten. Da gibt es etwa eine Horrorfigur mit einem Schubkarren - darin liegt ein Torso, in dem eine Axt steckt. Eine andere furchteinflößende Gestalt hängt an einem Galgen. Auch abgeschlagene Gliedmaßen aus Plastik säumen den Rundweg. Und dann steht da noch der "Tod", ganz in Schwarz, neben einem alten Sarg. Dieser kann sich sogar öffnen und es erhebt sich daraus ein Knochenmann.

Einsatz als Grusel-Figur

Wolfgang Fleischer liebt den Horror und den Grusel, wie er betont. "Ich setze mich oft in den Garten und lausche den Gestalten", verrät er lachend. An Halloween wird er wie auch schon in den Vorjahren selbst als Grusel-Gestalt Platz nehmen. "Ich sitze ruhig da, bewege mich ab und zu und versuche den Gästen etwas Angst einzujagen." Spätestens am Dienstag nach Halloween werden alle Sachen wieder abgebaut und bis zum nächsten Jahr gut verstaut. "Ich habe dann wieder einen Sarg in meinem Keller stehen, das kann nicht jeder von sich behaupten", scherzt Fleischer.

Dass die Fleischers jedes Jahr ihren Garten dermaßen verwandeln, hat aber auch einen traurigen Hintergrund. "Vor vier Jahren kam Sohn Philipp bei einem Autounfall ums Leben. Er war ein großer Anhänger von Halloween. Um ihm zu gedenken, wollen wir sein Erbe fortführen", erzählt Wolfgang Fleischer im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

Die Fleischers hoffen am Sonntag auf viele Besucher und Schaulustige: "Jeder, den das interessiert, kann kommen. Der Eintritt ist natürlich frei", betont Wolfgang Fleischer. Zahlreiche Freunde und Nachbarn haben sich jedenfalls schon angesagt. Es dürfte also mächtig was los sein im Grusel-Garten am Sieglrang.

Große Halloween-Fans gibt es auch in Weiden

Weiden in der Oberpfalz
Hintergrund:

Was ist Halloween?

  • Datum: Halloween wird am 31.10. gefeiert, zeitgleich mit dem evangelischen Reformationstag und einen Tag vor dem katholischen Allerheiligen
  • Ursprünge: "All Hallows Eve" (Abend vor Allerheiligen) kommt aus dem katholischen Irland, hat auch Verbindungen zu dem keltischen Fest Samhain
  • Bräuche: Um böse Geister fernzuhalten, zündet man Feuer an und verkleidet sich
  • Heute: Über die USA ist der Trend Halloween nach Deutschland gekommen, wo der Tag mit Partys, Trick-or-Treating (Sammeln von Süßigkeiten in der Nachbarschaft) und Streichen gefeiert wird

"Ich sitze ruhig da, bewege mich ab und zu und versuche, den Gästen etwas Angst einzujagen."

Wolfgang Fleischer über seine Einsätze als Live-Figur in seinem Garten

 

 

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