10.03.2020 - 14:53 Uhr
MitterteichOberpfalz

Hunderte von Berufen für die Mittelschüler

Erstmals bot die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Weiden eine gemeinsame Berufswahlwoche für die Siebt- und Achtklässler der Mittelschulen Mitterteich, Waldsassen und Wiesau an. Hunderte von Berufen wurden dabei vorgestellt.

Waren beim Pressegespräch an der Mittelschule Mitterteich mit dabei. Alle hoben den Daumen hoch für die Mittelschüler, im Bild (von links) Margot Salfetter, Thomas Würdinger, Andrea Schiml, Bernd Schmidtke, Schülerin Natalie Höfer, Dr. Volker Höcht, Gisela Kastner, Tobias Galitzdörfer und Claudia Strobel-Dietrich.
von Josef RosnerProfil

Zahlreiche Unternehmen aus der Region stellten den Schülern bei der Aktionswoche ihre Berufsbilder vor. Mit vor Ort war auch der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie, der auf dem Parkplatz beim Schulgelände geparkt hatte. Eine Woche lang hatten die Mittelschüler der drei Schulstandorte Zeit, sich viele Informationen über 300 verschiedene Berufe einzuholen. Im Mittelpunkt stand der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie, wo es weitere Einblicke in die Berufswelt gab.

"Kein Kind darf verloren gehen"

Rektorin Gisela Kastner freute sich bei der Eröffnung für ihre Schüler, dass Betriebe und weiterführende Schulen jetzt in die Mittelschulen kommen, um für sich zu werben. Im Rahmen des Berufswahlseminars konnten die Schüler über 300 verschiedene Ausbildungsberufe kennenlernen. Kastner betonte, dass nicht alle Schüler ihre schulische Laufbahn mit dem Abitur abschließen. "Auch Mittelschüler können ein erfolgreiches berufliches Leben führen", sagte sie. Die Schüler hätten viele Angebote, die ihnen den Start ins Berufsleben erleichterten." Kastner erinnerte an Schnupperangebote, unter anderem in der Schott-Lehrwerkstatt, oder in der Hotel- und Tourismusschule in Wiesau. Kastner machte deutlich: "Kein Kind darf auf dem Weg in den Beruf verloren gehen."

Margot Salfetter, Teamleiterin der Berufsberatung, wusste, dass viele Betriebe ohne Mittelschüler gar nicht existieren könnten. Salfetter: "Die brauchen euch." Thomas Würdinger von der Agentur für Arbeit Weiden sagte: "Ziel ist es, die Mittelschüler wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Unsere Mittelschulen sind wichtiger Bestandteil der Schullandschaft." Ein abgeschlossener Mittelschulabschluss bilde die Basis für das Berufsleben. Der Arbeitsmarkt lechze förmlich nach Facharbeitern, die das breite Fundament des Arbeitsmarktes seien. Auch mit einem Mittelschulabschluss stünden den jungen Leuten nahezu alle Türen offen.

Margot Salfetter freute die enge Zusammenarbeit der drei Mittelschulen. Mit der Berufswahlwoche werden erste Kontakte zwischen den Schülern und den Arbeitgebern hergestellt. Die Schüler können erkunden, welche Leidenschaft sie haben. Für Salfetter war klar, "die Schüler sind die Fachkräfte von morgen".

An Berufe heranführen

Berufsberater Tobias Galitzdörfer betonte, dass das wichtigste Anliegen die Schüler seien. "Wir wollen sie an die Berufe heranführen. Wie kann das besser gelingen, als mit dieser Berufswahlwoche vor Ort." Claudia Strobel-Dietrich (Mittelschule Waldsassen) hob hervor, dass die Schüler während der Berufswahlwoche ihre Talente erkennen könnten. "Das ist ein wichtiger Einstieg ins Berufsleben." Sabine Schiml (Mittelschule Wiesau) nannte die Berufswahlwoche einen großen Vorteil. "Meine Schüler freuen sich, wenn sie Einblicke ins Berufsleben erhalten."

Wirtschaftsförderer Dr. Volker Höcht nannte das Format eine tolle Sache. Die Verzahnung von Schule und Betriebe werde dadurch immer enger. Die Betriebe hätten Interesse, vor Ort ihre Fachkräfte von morgen zu bekommen. Die Schüler müssten die Angebote nur nutzen.

Interessante Einblicke bot der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie, wie hier den Schülern des M-Zug der achten Klasse aus Wiesau, mit Lehrerin Petra Seidel (rechts) und Wolf-Dieter Bieler (2. von links) vom Info-Truck.
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