13.10.2019 - 09:56 Uhr
MitterteichOberpfalz

Klares Votum für Bernhard Thoma

Die Freien Wähler Mitterteich nominieren einstimmig Bernhard Thoma zum Bürgermeisterkandidaten. Er erklärt: „Ich lasse mich auf das Abenteuer ein. Mal schauen, was rauskommt.“

„Meine Familie steht hinter mir“, freut sich Bernhard Thoma, der für die Freien Wähler ins "Rennen" um das Bürgermeisteramt in Mitterteich geht. Unser Bild zeigt (von rechts) Bernhard Lux, Ely Eibisch, Johann Burger, Tochter Laura, Gisela Kastner, Sabine Thoma, Karl Haberkorn, Bernhard Thoma, Sohn Sebastian mit Frau Veronika, Sohn Fabian mit Freundin Anja sowie Ernst Bayer.
von Josef RosnerProfil

"Nach längeren Überlegungen und vielen Gesprächen in der Fraktion und meiner Familie bin ich zum Entschluss gekommen, mich als Kandidat für das Bürgermeisteramt in Mitterteich aufstellen zu lassen. Meine ganze Familie steht hinter mir. Mein erstes Ziel ist es, die Mehrheit der CSU im Stadtrat zu brechen", sagte Bernhard Thoma am Freitagabend im Museumscafé, ehe er von 26 Mitgliedern einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wurde.

Bernhard Thoma ist 57 Jahre alt. Er gehört dem Stadtrat seit 2008 an, seit 2014 ist er Fraktionsvorsitzender. Thoma ist nach Stefan Grillmeier (CSU) der zweite Kandidat im "Rennen" um die Nachfolge von Roland Grillmeier, der bekanntlich neuer Landrat werden will.

Kein Fraktionszwang

Freie-Wähler-Vorsitzender Ernst Bayer freute sich über ein voll besetztes Museumscafé. Mit dabei war die komplette Familie von Bernhard Thoma. Bayer zeigte sich stolz, dass die Freien Wähler einen eigenen Bürgermeisterkandidaten präsentieren können. "Wir sind überzeugt, Bernhard Thoma ist eine echte Alternative für den Chefsessel im Rathaus. Mitterteich braucht etwas Neues."

Dank und Respekt zollte Bayer der Familie von Bernhard Thoma, die einmütig hinter ihm stehe. Bayer betonte, dass Bernhard Thoma mit der Erfahrung von fast zwölf Jahren Stadtratsarbeit und sechs Jahren als Fraktionsvorsitzender in den Wahlkampf geht. "Wir Freien Wähler sind frei, bei uns gibt es keinen Fraktionszwang", sagte Bayer und hob die guten Verbindungen von Bernhard Thoma zur Verwaltung hervor. Thoma stehe für eine Änderung in der Stadtpolitik. Abschließend meinte Bayer: "In der Kommunalpolitik gibt es keine Opposition. Da müssen alle zusammenarbeiten."

Anschließend stellte sich Bernhard Thoma den Mitgliedern vor. Der 57-Jährige ist seit 33 Jahren mit Ehefrau Sabine glücklich verheiratet, wie er sagte, ist Vater von zwei Jungs und einer Tochter, die alle in München oder im Großraum München beruflich unterwegs sind. Nach dem Realschulabschluss arbeitete er als Landmaschinenmechaniker und Landmaschinenvertreter, ehe er als Facharbeiter zur GRB-Sammelstelle nach Mitterteich wechselte, wo er seit fast 28 Jahren beschäftigt ist. Dass er zu den Freien Wählern kam, sei ein Verdienst des früheren Landrats Karl Haberkorn, der ihn dazu animierte. Von 1996 bis 2002 war Thoma Ortssprecher von Pleußen, seit 2008 sitzt er für die Freien Wähler im Stadtrat. In seiner Freizeit war er 26 Jahre lang Kommandant der Feuerwehr Pleußen und zudem 20 Jahre lang aktiver Fußballer des SV Steinmühle.

Mit ein Grund, sich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung zu stellen, ist der Wunsch der Freien Wähler, "die Nähe zum einzelnen Bürger wieder mehr herzustellen". Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, will er "mehr Offenheit in die Stadtratsarbeit bringen". Dies bedeute, "dass wieder mehr Punkte im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung diskutiert werden". Der nichtöffentliche Teil solle auf ein Minimum reduziert werden. "Ich will vor allem wieder mehr Öffentlichkeit in den Sitzungen, so dass auch mehr Interessierte kommen."

Auf Schulden achten

Zweiter Schwerpunkt seiner Arbeit soll die Reduzierung des Schuldenstands der Stadt sein. "Mitterteich hat in den letzten Jahren große Projekte in Angriff genommen, die wir auch mitgetragen haben. Zukünftig müssen wir aber genau abwägen, was muss gemacht werden, was sollte gemacht werden und was wäre wünschenswert."

Die Baumaßnahme Grundschule bezeichnete er als Mammutprojekt, "die Kosten dort sind nahezu explodiert, aber wir stehen hinter der Maßnahme", sagte Thoma weiter. Ausdrücklich setzte er sich bei Projekten ab einer gewissen Größe für den Einsatz eines Projektsteuerers ein. "Mit einem Projektsteuerer hat der Landkreis schon beste Erfahrungen gemacht, warum nicht auch wir als Stadt. Wir Freien Wähler haben schon immer einen Projektsteuerer gefordert, dies wurde aber immer abgelehnt."

Als Bürgermeister wolle er eine Prioritätenliste für die Instandsetzung von Straßen und Bürgersteigen erstellen, die dann auch konsequent abgearbeitet werde. Thoma verwies darauf, dass er als Fraktionssprecher ein gutes Verhältnis zur Stadtverwaltung aufgebaut habe. "Wichtig ist mir eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und Verwaltung." Abschließend sagte Thoma: "Ich stehe für einen fairen und sachbezogenen Wahlkampf."

Der frühere Landrat und Bürgermeister Karl Haberkorn leitete die anschließende geheime Wahl des Bürgermeisterkandidaten. Alle 26 Mitglieder der Freien Wähler votierten für Bernhard Thoma. Ihn freute das einstimmige Votum sichtlich.

Eibisch: Erfolgsgeschichte

FW-Kreisvorsitzende Gisela Kastner hob hervor: "Jetzt hat der Mitterteicher Bürger endlich auch eine Wahl. Ich bin überzeugt, mit Bernhard Thoma hat Mitterteich eine tolle Alternative zu bieten." Landratskandidat Ely Eibisch sagte: "Ich freue mich ganz narrisch, dass Bernhard Thoma ins Rennen um das Bürgermeisteramt geht." An anderer Stelle erklärte er: "Wir als Freie Wähler stellen mit großem Erfolg seit 30 Jahren den Landrat. Warum sollen wir diese Erfolgsgeschichte nicht fortsetzen."

Die Glückwünsche aus Waldsassen überbrachte der frühere Schulkamerad Bernhard Lux, der Bernhard Thoma ein dickes Fell im Kommunalwahlkampf wünschte. Bürgermeister Johann Burger (Leonberg) wünschte vor allem Zusammenhalt. "Viele unserer Projekte laufen in der VG Mitterteich gemeinsam." Die Nominierung der Stadträte der Freien Wähler findet am 8. November im Josefsheim statt.

Bernhard Thoma: "Ich stehe für einen fairen und sachbezogenen Wahlkampf."
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