16.04.2019 - 12:19 Uhr
MitterteichOberpfalz

Kopfschütteln über Müllsünder

Die Teilnehmer einer Rama-Dama-Aktion trauten ihren Augen kaum: Neben dem üblichen Unrat fanden sie in der freien Natur sogar eine Badewanne und einen Zigarettenautomaten.

Stolz präsentierten sich die Mitglieder der Jungen Union Mitterteich und der Pfadfinder nach getaner Arbeit. JU-Vorsitzender Christoph Hampel (Sechster von links), Bürgermeister Roland Grillmeier (Siebter von links) und CSU-Vorsitzender Stefan Grillmeier (Dritter von links) dankten für den dreieinhalbstündigen Einsatz.
von Josef RosnerProfil

"Wir waren nur dreieinhalb Stunden unterwegs, kaum zu glauben, was wir alles eingesammelt haben", betonte Junge-Union-Ortsvorsitzender Christoph Hampel nach der Aufräum-Aktion am vergangenen Samstag. Gesammelt wurde im Stadtkern, an den Ortsrändern der Stadt und der Dörfer sowie in angrenzenden Waldgebieten. Während es in der Stadt im Großen und Ganzen sauber gewesen sei, habe man in den Außenbereichen sehr viel Müll und Unrat gefunden, so Hampel. Autoreifen, Matratzen, zahlreiche Flaschen, überraschend viel Altkleidung und vieles mehr war achtlos weggeworfen worden. Für besonderes Kopfschütteln sorgten eine Badewanne und ein Zigarettenautomat. Am Ende der Aktion waren ein ganzer Container und mehrere große Müllsäcke komplett gefüllt.

Vor der Aktion hatte die Jägerschaft Pechofen die Junge Union um Unterstützung gebeten, weil sich so viel Unrat in ihren Waldgebieten angesammelt hatte. JU-Vorsitzender Christoph Hampel bedauerte, dass außer seinem Ortsverband und der Pfadfinderschaft niemand bereit gewesen sei, sich an der Räumungsaktion zu beteiligen. "Wahrscheinlich weil sie an einem Samstag und nicht an einem Freitag stattfand", bemerkte er sarkastisch in Bezug auf die Bewegung "Fridays for Future". Arbeit sei bei bestimmten jungen Leuten wohl nicht so angesagt.

Bürgermeister Roland Grillmeier dankte der JU und den Pfadfindern für ihre Arbeit und nannte es enttäuschend, dass so vieles einfach weggeworfen werde, obwohl es Container und andere Sammelstellen gibt. Auch CSU-Ortsvorsitzender Stefan Grillmeier würdigte den Einsatz und spendierte mit Unterstützung zweier Betriebe eine Brotzeit. Ein Dank galt auch dem städtischen Bauhof, der die Aktion mit drei Fahrzeugen unterstützte. Erstmals mit dabei war das "Plogging"-Duo Anja Dreßel und Christa Hinz. Beim "Plogging" handelt es sich um eine Kombination aus Joggen und Müllsammeln, ein Trend aus Schweden, der schon Anhänger auf der ganzen Welt fand.

Ein ganzer Container und zahlreiche Säcke waren nach der Aktion komplett gefüllt.
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