21.01.2020 - 12:40 Uhr
MitterteichOberpfalz

Von Liebeslyrik bis zur Satire

Hobbyschriftsteller Klaus Schwanda widmet sich in seinen schriftlichen Arbeiten der Liebe und den Spontangedanken. Im Evangelischen Gemeindehaus las er den Senioren aus seinen Schriften vor.

Autor Klaus Schwanda.
von Ulla Britta BaumerProfil

Hobbyschriftsteller Klaus Schwanda widmet sich in seinen Arbeiten der Liebe und den Spontangedanken. Im evangelischen Gemeindehaus in Mitterteich las der 62-jährige frühere Rechtsanwalt aus Forchheim aus seinen Werken vor. In den Genuss seiner romantischen und teils melancholischen Worte kamen gut 20 Frauen und Männer des Evangelischen Seniorenkreises. Mit dabei war auch Pfarrer Martin Schlenk.

Klaus Schwanda erzählte dem Publikum, dass er erst 2015 mit Schreiben begonnen habe. Angeregt habe ihn die Hysterie um den deutschen Schlager. "Da wollte ich einen Liedtext schreiben." Es entstand das Erstlingswerk "Meine Liebe zu Dir wird niemals sterben", das er dann auch vorlas. Seitdem habe ihn das Schreiben nicht mehr losgelassen, so Schwanda. Seinen Zuhörern im Gemeindehaus präsentierte er gleich drei Bücher, einen Satireband mit Titel "Unsere Besten" sowie die Lyrikbände "Meine Liebe zu Dir wird niemals sterben" nach dem gleichnamigen Gedicht sowie "Liebe - ein Labyrinth". Schwanda begann mit dem Thema Liebe. Immer wieder ging es um eine fremde Frau, in die er sich verliebt habe, die aber bis heute unerreichbar für ihn geblieben sei.

"Grundlage vieler meiner kurzen Gedichte sind Momente des Augenblicks", erklärte Schwanda und verwies etwa auf US-Präsident Donald Trump, dem Verrücktheit nachgesagt werde. Hier habe sich für ihn die Frage gestellt, was es überhaupt heißt, verrückt zu sein, so Schwanda. Seine Gefühle brächten den 62-Jährigen ständig zur Feder, beispielsweise frühmorgens um 7 Uhr nach dem Aufstehen oder auch beim Blumengießen im Garten. Zu den unmöglichsten Tageszeiten entstünden melancholische bis schwermütige Zeilen, verliebte Verse und allerlei Gedanken darüber, was Liebe überhaupt ist.

Schwanda hat seine Erstlingswerke nicht nur als Liedtexte mit Refrain geschrieben. Er hat sie auch von einem Studenten vertonen lassen. Davon bekamen die Gäste einige Kostproben zu hören. Überhaupt arbeite Schwanda gern mit jungen Leuten zusammen. Seinen Liebesgedichteband habe die 20-jährige Lilian Zargartalebi, Studentin der Architektur, liebevoll illustriert.

Zwar befindet sich Klaus Schwandas Hauptadresse in Forchheim, doch seine Schreibwerkstatt ist nur wenige Kilometer von Mitterteich entfernt zu finden. Der Autor erzählte dem Publikum, dass er früher einige Jahre in Waldsassen gelebt habe und nun zum Schreiben dorthin zurückgekehrt sei. In Waldsassen arbeite er ungestört an einem Kinderbuch mit Arbeitstitel "Friedeline, die Kirchenmaus" und an einem Liebesroman mit dem Arbeitstitel "Aber keine Beziehung".

In Mitterteich bekamen die Zuhörer auch romantische Gedichte wie "Vom Himmel geschickt" oder "Sternenzauber" zu hören. Schwanda las nicht nur von seiner Traumfrau vor, sondern verglich auch die Qualen einer gescheiterten Liebe mit dem Todesurteil eines Verbrechers. Mit einem Text über das Seelenleben einer Zahnpastatube outete sich Schwanda nicht zuletzt als Satire-Schreiber. Die Zuhörer lauschten aufmerksam und spendeten am Ende dankbar Applaus.

Vor allem Frauen waren zur Lesung mit Klaus Schwanda ins Evangelische Gemeindehaus bekommen.
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