16.04.2019 - 14:27 Uhr
MitterteichOberpfalz

Musikalische Kostproben

40 Kinder und Jugendliche der Stadtkapelle Mitterteich zeigen bei Vorspiel im Josefsheim ihr Können.

Die Blockflötengruppe ist eine feste Größe in der Nachwuchsarbeit der Mitterteicher Stadtkapelle. Unter dem Dirigat von Christa Hinz zeigte sie vor großem Publikum ihr erlerntes Können.
von Josef RosnerProfil

Eine Werbung für das Musizieren war jetzt ein Vorspiel von 40 Kindern und Jugendlichen im nahezu voll besetzten Josefsheim. Eingeladen hatte die Stadtkapelle Mitterteich um Leiter Oliver Lipfert. Dem Publikum, darunter auch Stadtpfarrer Anton Witt, Zweiter Bürgermeister Stefan Grillmeier und Jugendbeauftragter Wolfgang Hecht, präsentierten die Nachwuchsmusiker gut eine Stunde lang ihr Können.

Seit elf Jahren bietet die Stadtkapelle Blockflötenunterricht an. Unter der Leitung von Christa Hinz, die von Tanja Ernstberger, Julia Kick, Laura Sollfrank und Julian Hinz unterstützt wird, werden jeden Freitag 14 Kinder im Kellnerhaus unterrichtet. Beim Vorspiel wirkten neben ihnen noch zwei Schülerinnen von Julia Kick mit. Außerdem unterstützen Mathilda Wölfl und Emilia Doß die Blockflötengruppe. In einem fast 30-minütigem Block zeigte der Nachwuchs, was er schon alles gelernt hat. Nicht fehlen durfte im Programm das "Seemannslied". Wer Interesse hat, Blockflöte zu lernen, soll sich einfach mit Christa Hinz in Verbindung setzen.

Im Anschluss traten Nachwuchsmusiker auf, die seit einem halben Jahr und seit sechseinhalb Jahren ein Instrument spielen. Aktuell, so Oliver Lipfert, zählt die Kapelle 21 Auszubildende. Für die Ausbildung zuständig sind Tanja Ernstberger und Oliver Lipfert selbst. Die Proben der Nachwuchsmusiker finden alle zwei Wochen, montags von 18.15 bis 19.15 Uhr, im Keller des städtischen Kinderhauses statt. Die letzten beiden Stücke dirigierte Kim Dreßel, die derzeit eine Ausbildung zur Kinderpflegerin absolviert. Die Kinder gaben auf routinierte Weise bekannte Musikstücke zum Besten.

Oliver Lipfert betonte, dass vor allem Nachwuchsmusiker für den Bereich Tenorhorn, Bariton und Tuba gesucht würden. Posaunisten fehlten schon seit Jahren. Nach dem öffentlichen Vorspiel nutzten viele Besucher die Möglichkeit, verschiedene Musikinstrumente auszuprobieren. Lipfert lud alle Interessierten herzlich dazu ein, zur Stadtkapelle zu kommen. Einige Instrumente können für eine Gebühr in Höhe von 40 Euro 12 Monate lang ausgeliehen werden. Eine Übungseinheit dauert eine halbe Stunde und kostet sieben Euro. Die Termine können nach Belieben von Schülern und Ausbildern vereinbart werden. Es müssen auch nur Lehrstunden bezahlt werden, die tatsächlich stattgefunden haben.

Oliver Lipfert erzählte am Ende noch eine amüsante Geschichte, die er bei einem Workshop an einer Musikakademie gehört habe. Demnach wurde ein Tubist gefragt, wie er denn zum Tubaspielen gekommen sei. Dieser antwortete, dass er als Achtjähriger zu Besuch bei Proben von Philharmonikern gewesen sei. Er sollte sich ein Instrument zum Lernen aussuchen und entschied sich für die Tuba. Warum? "Weil der ganz viel Pause hat", so die Antwort. Lipfert weiter: "Eine ähnliche Geschichte wird über unseren Josef Dill erzählt. Unser Tubist machte ihm weis, Tuba zu lernen - das gehe ganz schnell, er brauche nur zwei Töne können. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht."

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