19.05.2019 - 10:38 Uhr
MitterteichOberpfalz

Den Oberen Marktplatz im Blick

Die Eintrittspreise fürs Hallenbad steigen. Mehr zahlen müssen die Eltern auch für ihre Sprösslinge im Kinderhaus „Die kleinen Hankerler“. Thema in der Stadtratssitzung war außerdem der Obere Marktplatz.

Neu gestaltet werden soll der Obere Marktplatz in Mitterteich. Dazu findet am Dienstag, 28. Mai, ab 17 Uhr eine Begehung statt, wozu alle Anlieger und interessierten Bürger eingeladen sind.
von Josef RosnerProfil

„Wir haben darüber ausgiebig diskutiert. Wir müssen die Kriterien der Stabilisierungshilfe und der Konsolidierung erfüllen“, sagte Bürgermeister Roland Grillmeier und verwies auf die im Finanzausschuss vorgeschlagene Erhöhung der Eintrittsgebühren für das Hallenbad. Künftig gelten folgende Eintrittspreise: Erwachsene 3,30 Euro, Kinder und Jugendliche 1,70 Euro, Behinderte 2,60 Euro. Saisonkarten kosten künftig für Erwachsene 87 Euro, für Kinder und Jugendliche 45 Euro, für Familien 125 Euro und für Behinderte 73 Euro. Der Stadtrat stimmte dem ohne Diskussion einstimmig zu.

Angepasst werden zum 1. September die Elternbeiträge für das Kinderhaus der Stadt Mitterteich „Die kleinen Hankerler“. Bürgermeister Roland Grillmeier informierte, dass die Staatsregierung beschlossen hat, den Beitragszuschuss in Höhe von 100 Euro für Vorschulkinder auf die gesamte Kindergartenzeit auszuweiten. Dieser Beitragszuschuss, so Grillmeier, werde für die Eltern dazu führen, dass alle Buchungen in völliger Beitragsfreiheit geführt würden.

Die Stadt befürchtet deshalb, dass die Eltern mehr Stunden buchen, als sie tatsächlich in Anspruch nehmen. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, dass Eltern bei einer Betreuung von bis zu sechs Stunden lediglich einen Beitrag von zehn Euro zu den Spiel- und Getränkekosten zu bezahlen haben. Für längere Buchungen wird eine gestaffelte Gebühr erhoben. Bei Buchungszeiten bis sechs Stunden beträgt der Eigenanteil der Eltern 10 Euro, bei 6 bis 7 Stunden 20 Euro, bei 7 bis 8 Stunden 30 Euro und bei 8 bis 9 Stunden 40 Euro.

Auch die Gebühren für die Kinderkrippe werden angepasst. Ab 1. September gilt: 3 bis 4 Stunden 95 Euro, 4 bis 5 Stunden 105 Euro, 5 bis 6 Stunden 115 Euro, 6 bis 7 Stunden 125 Euro, 7 bis 8 Stunden 135 Euro, 8 bis 9 Stunden 145 Euro. Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich, dass künftig Kindergartengebühren von bis zu sechs Stunden kostenlos sind. Lediglich ein geringer Beitrag (Spiel- und Getränkekosten) sei zu tragen. Der Bürgermeister sah darin eine Verbesserung für die Eltern. Alle Fraktionen zeigten sich mit dieser Entwicklung einverstanden.

Weiteres Thema war die Wasserversorgung Mitterteich und die Bilanzprüfung dazu durch den Kommunalen Prüfungsverband für das Jahr 2017. Die Bilanzsumme betrug 8,063 Millionen Euro, der Jahresgewinn 250.920 Euro. Der Jahresüberschuss wird zur Stärkung der Eigenkapitalquote der allgemeinen Rücklage zugeführt. Für die städtische Wasserversorgung wird ab 1. Januar 2019 eine Konzessionsabgabe gemäß Vorschrift erhoben. Josef Schwägerl (CSU) machte deutlich, dass sich die Konzessionsabgabe nicht auf die Gebühren auswirke und lediglich steuerliche Gründe habe. Johann Brandl (SPD) brachte eine Kapitalanlage ins Gespräch. Bürgermeister Roland Grillmeier sagte: „Wir legen Geld für Investitionen zurück, dies ist aber begrenzt.“ Kämmerin Ursula Ockl hob hervor, dass die Wassergebühren stabil bleiben. Der Beschuss erfolgte einstimmig.

Diskutiert wurde die 28. und 29. Änderung des Regionalplans Oberpfalz-Nord. Besonderen Wert legen die Mitterteicher auf die Feststellung, dass Grund- und Mittelschulen in jedem zentralen Ort vorzuhalten sind. Johann Brandl will geklärt wissen, was nach einer möglichen Aufnahme der Klosterlandschaft Waldsassen-Stiftland als Unesco-Weltkulturerbe noch alles möglich ist, oder ob Einschränkungen zu befürchten sind. Bürgermeister Roland Grillmeier erklärte: „Wir sind Mittelzentrum und in der Mitte des Landkreises. Wir müssen alle Funktionen dafür auch erfüllen.“ Ernst Bayer (Freie Wähler) sprach mit Blick auf den Regionalplan von einem Wunschkonzert. Dass alles erhalten werden könne, sei ein Wunsch. Wunschdenken sei auch, dass Hausarzt-Praxen vor Ort erhalten bleiben. Bürgermeister Roland Grillmeier versicherte, dass alle Hinweise aufgenommen werden.

Abschließend kündigte Bürgermeister Roland Grillmeier für den 28. Mai eine Begehung des Oberen Marktplatzes mit Planerin Annegret Michler an. Eingeladen sind dazu auch die Anlieger und alle interessierten Bürger. Treffen ist um 17 Uhr. Es werde auch diskutiert, was passiert, wenn die Ortsdurchfahrt abgestuft wird.

Ernst Bayer monierte die Parksituation im Schwalbachweg, weil dort viele Autos auf den Gehwegen stünden. Laut seiner Aussage kontrolliere die Polizei dort viel zu wenig. Bürgermeister Roland Grillmeier verdeutlichte, dass nicht rund um die Uhr kontrolliert werden könne. Grundsätzlich sei das Parken auf Gehwegen ein Problem. Auf Gehwegen müsse mindestens ein Meter für Kinderwagen oder Rollatoren frei bleiben. „Eine gewisse Kontrolle schadet nicht“, meinte der Bürgermeister. Johann Brandl nannte die Gehwegparkerei eine leidige Geschichte. „Wenn Kinderwägen den Gehweg nicht passieren können, dann müssen auch mal Fahrzeuge abgeschleppt werden“, so Brandl. Der Bürgermeister unterstrich: „Regeln müssen eingehalten werden.“ Bei der Werkstätte der Katholischen Jugendfürsorge werde oft schneller als Tempo 30 gefahren. Grillmeier wünschte sich, dass dort die Polizei mal mit der Laserpistole einschreite.

Manfred Sommer (SPD) kam auf die Kehrmaschine zu sprechen. Dazu Bürgermeister Roland Grillmeier: „Wir werden uns mit dem Problem befassen müssen.“ In Mitterteich kehrt noch ein Unternehmen aus der Kreisstadt die Straßen, während Tirschenreuth und Waldsassen die Straßen in eigener Regie säubern. „Dieses Thema wird uns weiter beschäftigen“, schloss der Bürgermeister.

Der Obere Marktplatz in Mitterteich.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.