09.11.2018 - 13:56 Uhr
MitterteichOberpfalz

"Phoenix" auf dem letzten Flug

Seit 15 Jahren sorgt die Showtanzgruppe "Phoenix" des TuS Mitterteich für Aufsehen und Begeisterung. Mit dem Ende der Faschingssaison 2018/2019 verabschiedet sich die Truppe allerdings von der Bühne.

Die Showtanzgruppe "Phoenix", die vor allem mit ihren Hebefiguren für Aufsehen sorgte, wird sich nach dem Ende der Faschingssaison 2018/2019 auflösen.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Nur wenige Tage, nachdem die Gruppe "X-Dream" des Mitterteicher Gaudiwurms ihre Auflösung nach dem Saisonende bekannt gegeben hatte, kündigte auch "Phoenix" den Rückzug an. "Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen die elf Tänzerinnen und Tänzer der Showformation ,Phoenix' des TuS 1892 Mitterteich e. V. dem Faschingsauftakt für die Saison 2018/19 entgegen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien erklärte Daniela Kotzbauer, dass die Entscheidung vor allem aus beruflichen Gründen erfolgt sei. Ein Großteil der Gruppenmitglieder wohne und arbeite auswärts, so dass es immer schwerer werde, gemeinsame Trainingsstunden zu organisieren. "Und diese sind unbedingt erforderlich, um das tänzerische und akrobatische Level zu halten." Eine Fortsetzung der "Phoenix"-Aktivitäten ohne die Mitglieder der ersten Stunde wolle man nicht: "Der Name ist eng mit den Tänzerinnen und Tänzern verknüpft, die in den letzten 15 Jahren viel Herzblut und Energie investiert haben, um ,Phoenix' zu einem Markenzeichen zu machen." Wie sich die TuS-Tanzsparte, in der es noch sechs andere Gruppen gibt, künftig aufstellt, werde am Ende der Saison entschieden. "Jetzt genießen wir erst einmal die kommende Zeit."

Innovative Requisiten

Wie in den vergangenen Jahren befinde sich "Phoenix" schon länger in den Vorbereitungen auf die neue Show. Mit viel Vorfreude und Enthusiasmus arbeite das Team unter der Leitung von Daniela und Christina Kotzbauer an den neuen Choreographien. Das Hauptaugenmerk liege auf der Synchronität, der tänzerischen Leistung sowie der fehlerfreien Ausführung von Hebungen und akrobatischen Einlagen. Erschwert werde dies durch zahlreiche Formationswechsel im Verlauf der Choreographie sowie den Einsatz von innovativen Kulissen und Requisiten. "Auch die Kostümschneiderei läuft bereits wieder auf Hochtouren, um themengetreue neue Show-Outfits pünktlich für den ersten Auftritt hervorzubringen", schreiben die Verantwortlichen. Zu den tänzerischen Anforderungen kämen aber vor allem Spaß, Leidenschaft und ein toller Zusammenhalt.

Weil "Phoenix" anders als die meisten Gruppen in der Region auf Hebefiguren setze, nehme einen Großteil des Trainings die Arbeit an den Paar-Hebungen und der mehrstöckigen Gruppenakrobatik ein. Seit Ende vergangener Saison werde deshalb wöchentlich mehrmals bis zu dreieinhalb Stunden trainiert. "Denn egal, ob es der erste oder der letzte Auftritt der Session ist, alle müssen perfekt über die Bühne gehen", betonen die Gruppenleiterinnen.

Zahlreiche Erfolge

Diesen hohen Anspruch habe sich die Truppe auf die Fahnen geschrieben - und mit dieser Devise habe man zahlreiche Erfolge auf regionaler und überregionaler Ebene eingefahren. So holte die Truppe den Gaumeister-Titel und bekam Auszeichnungen von der Stadt Mitterteich, vom Landkreis Tirschenreuth und wiederholt vom Bayerischen Turnverband. In der Bilanz stehen nicht nur verschiedenste Mottos und der Einsatz von Stelzen, sondern auch Auftritte bei besonderen Anlässen, etwa bei den Luisenburg-Festspielen mit der Operettenbühne Wien.

Weil im Frühjahr die Tanzschuhe endgültig an den Nagel gehängt werden, fiebere die Truppe dem Faschingsauftakt umso emotionaler entgegen. Mit dem neuen Garde- und Showtanz feiert Phoenix das 15-jährige Namensjubiläum, das 10-jährige Jubiläum mit Verstärkung durch das "starke Geschlecht" und zugleich den Abschied von der Showbühne. Bei der Namensfindung hatte man sich einst von der griechischen Mythologie inspirieren lassen und sich seither - wie auch in der kommenden Saison - die Geschichte um den "Phönix aus der Asche" zum Leitbild genommen. Die Gruppenfarben Schwarz und Gold seien bewusst gewählt worden. Das der Sage nach unbeschreiblich glänzende Gefieder des Phönix werde seit Jahren in prachtvollen Kostümen umgesetzt. "Als sich immer wieder neu erfindender Phönix hebt die Formation durch ihre Hebungen hoch in die Lüfte ab", so die Verantwortlichen. Auch der letzte "Flug" durch die Saison 2018/2019 solle nochmals alles widerspiegeln, wofür "Phoenix" stehe: Die neue Choreographie zeichne sich durch neue Hebefiguren und waghalsige Gruppenakrobatik aus. "Die aufwendigen Kostüme und die besonderen Effekte machen die neue Show zu einem anspruchsvollen Ganzen, auf das die Zuschauer gespannt sein dürfen", versprechen die Verantwortlichen. Natürlich hoffen alle Gruppenmitglieder, sich zum Abschied noch einmal einem großen Publikum präsentieren zu können.

Noch Termine frei:

Während der relativ langen Faschingssaison 2018/2019, die bis in den März reicht, hat "Phoenix" nach aktuellem Stand regional und überregional rund 40 Auftritte zu absolvieren. Im Kalender gibt es aber noch einige Lücken, Interessenten können sich wegen Terminanfragen jederzeit unter Telefon 01573/575 72 30 bei Daniela Kotzbauer melden.

Die aufwendigen Kostüme und besondere Effekte machen die neue Show zu einem anspruchsvollen Ganzen, auf das die Zuschauer gespannt sein dürfen.

Die "Phoenix"-Verantwortlichen über ihr letztes Projekt

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