16.04.2019 - 09:07 Uhr
MitterteichOberpfalz

Rathaus, Sproß-Gebäude und Wohnungen

Verlegung in die öffentliche Sitzung: Mehrere Umbau- und Sanierungsprojekte Thema im Mitterteicher Stadtrat.

von Udo Lanz Kontakt Profil

Der aktuelle Stand bei mehreren Umbau- und Sanierungsprojekten war jetzt Thema im Stadtrat. Eigentlich waren vier Punkte zunächst rein zur Kenntnisnahme für die nichtöffentliche Sitzung vorgesehen gewesen. SPD-Fraktionssprecher Johann Brandl war aber zu Beginn mit der Tagesordnung nicht einverstanden und hatte beantragt, fünf Punkte aus dem nichtöffentlichen in den öffentlichen Teil zu verlegen.

Bürgermeister Roland Grillmeier stimmte bei vier Punkten zu, den weiteren wollte er aber unverändert nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt wissen. Da half auch Brandls Einwand nicht, dass über das Thema auf Kreisebene schon öffentlich diskutiert worden sei. Zunächst ging es um die Zeitschiene für den barrierefreien Umbau des alten Rathauses. Anders als ursprünglich geplant soll der Sanitärbereich in den Raum gelegt werden, von wo man derzeit über eine Holztreppe ins Obergeschoss gelangt. Laut Verwaltung liegt seit Februar der Bewilligungsbescheid über die Förderung im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) vor. Bis Ende Mai sollen nochmals Abstimmungsgespräche über die Planung geführt werden. Bis Ende Juni wird die Gesamtkostenrechnung erstellt, bis Ende Juli soll ein Abstimmungsgespräch mit den Fördergeldgebern folgen. Einzureichen ist im Herbst auch ein denkmalpflegerischer Erlaubnisantrag, Anfang Dezember soll die erste Ausschreibungsphase starten. "Ich hoffe, dass wir Anfang 2020 anfangen können", so Grillmeier über den Maßnahmenbeginn. Er kündigte weitere Informationen für die nächste Stadtratssitzung an.

Als nächstes rückte das Sproß-Gebäude in der Bahnhofstraße in den Blickpunkt. Laut Sitzungsvorlage der Verwaltung ist das Gebäude komplett entkernt worden, der Anbau wurde abgerissen. Aufgrund von Statik-Problemen müssen Innenwände teilweise rückgebaut werden. "Es ist nicht einfach, ein Altstadtgebäude zu sanieren", bemerkte Roland Grillmeier und verwies auf ähnliche Probleme bei Projekten in anderen Kommunen. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen sei für Ende 2019 beabsichtigt. Johann Brandl meinte zu dem Projekt: "Ohne die grandiose Förderung hätte es nicht angepackt werden können."

Ebenfalls auf das Sproß-Gebäude, genauer auf dessen Dachboden-Nutzung, bezog sich der nächste Tagesordnungspunkt. Unter dem Dach des Hauses gibt es drei abgetrennte Räume, wobei in einem die Unterverteilungs-Gerätschaften für die Elektroinstallation untergebracht wird. Das städtische Bauamt riet dazu, die Räume als Abstellräume für die beiden Wohnungen vorzusehen. Der bauliche Aufwand sei relativ gering, eine größere Kostenerhöhung sei nicht zu erwarten, wie es hieß.

Nicht zuletzt war zu erfahren, dass das Architekturbüro Sticht den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie über die Sanierung von Wohnungen im Anwesen Wiesenstraße 30/32 erhalten hat. Bis zur nächsten Sitzung des Stadtrats sollen die Ergebnisse inklusive eines groben Kostenrahmens vorliegen. Im Gremium herrschte Einigkeit darüber, dass die Stadt um Sanierungsmaßnahmen nicht herumkomme, wenn die Wohnungen auch künftig vermietet werden sollen.

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