Roland Eckert führt SV Mitterteich zwei weitere Jahre

Mitterteich
22.11.2022 - 10:42 Uhr

Roland Eckert steht weiter an der Spitze des SV Mitterteich, kündigte aber seinen Rückzug für das Jahr 2024 an. Thematisiert wurden bei der Jahresversammlung auch die hohen Energiekosten und die Zukunft des Sportgeländes.

Neuwahlen standen beim SV Mitterteich an. Im Bild (von links) Roland Gareis, Jürgen Fick, Gerhard Greim, Vorsitzender Roland Eckert, Johann Zeus, Bürgermeister Stefan Grillmeier und Gerhard Blay.

Schon bei den letzten Neuwahlen hatte Roland Eckert angekündigt, nach Ablauf der neuerlichen Amtsperiode als Vorsitzender des SV Mitterteich abzutreten. Nun hängte Eckert doch noch zwei weitere Jahre dran, allerdings betonte er: "Das ist definitiv meine letzte Amtszeit." Roland Eckert steht bereits seit 25 Jahren an der Spitze des aktuell 504 Mitglieder starken SV Mitterteich, der 2019 sein 100-Jähriges gefeiert hatte.

34 Stimmberechtigte waren am Sonntagvormittag ins SV-Sportheim gekommen, um das Vorstandsteam neu zu wählen. Neben Roland Eckert wurden auch die weiteren Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt: Zweiter Vorsitzender Gerhard Greim, Dritter Vorsitzender Jürgen Fick, Kassierer Gerhard Blay, Schriftführer Karl Holub junior und Ältestenrat Johann Zeus. Kassenrevisoren sind Roland Gareis und Walter Dubrowski.

Nach den Neuwahlen machte Vorsitzender Roland Eckert deutlich, dass die Verlängerung des Pachtvertrags über den Fußballplatz eine der zentralen Aufgaben der neuen Führungsmannschaft sei. "Zwar läuft der Pachtvertrag noch bis zum 31. Dezember 2030, doch wir brauchen als Verein Planungssicherheit, damit an der Marktredwitzer Straße auch weiter Fußball gespielt werden kann", so Eckert. Er kündigte an: "Wir werden zeitnah das Gespräch mit dem Schützenverein suchen."

Zu Beginn der Jahresversammlung hatte Roland Eckert beklagt, dass Corona eine enorme Herausforderung für den Verein gewesen sei. "Wir hatten keine Einnahmen bei weiterhin laufenden Kosten", so Eckert. "Zum Glück blieben die Gönner und Sponsoren an Bord." Sorgen bereiteten nun die enorm gestiegenen Energiekosten: "Ohne staatliche Hilfen ist dieses Problem kaum zu meistern." Der Vorsitzende richtete einen eindringlichen Appell an die Politik, die Vereine nicht im Stich zu lassen. Die Verdoppelung der Übungsleiterpauschale nannte er "einen Tropfen auf den heißen Stein".

Im sportlichen Bereich belegten die Erste Fußballmannschaft in der Landesliga und die "Zweite" in der Kreisliga gute Mittelfeldplätze, so Roland Eckert. Allerdings mahnte er, "den Blick nach hinten" nicht zu verlieren.

Martin Werner von der Sparte Tennis berichtete von einem Generationswechsel, die "alte Garde" mit Wolfgang Kolb und Friedrich Wölfl sei ersetzt worden. Neuland habe der Verein mit dem Rollstuhl- und Fußgängertennis (RUF-Tennis) betreten. Initiiert worden sei diese Abteilung durch die städtische Behindertenbeauftragte Doris Scharnagl-Lindinger. Werner erinnerte daran, dass es dafür erst kürzlich den mit 3000 Euro dotierten Inklusionspreis des Bezirks Oberpfalz gab.

In der Sparte Kegeln sind aktuell eine Herren- und eine Mixed-Mannschaft aktiv. Während die Herren in der höchsten Spielklasse der Kegelvereinigung Oberfranken/Oberpfalz (KVOO) aktuell einen Mittelplatz belegen, liegt das Mixed-Team in seiner Liga auf Platz zwei.

"Unser SV Mitterteich ist sportlich ein Begriff in Bayern," betonte Bürgermeister Stefan Grillmeier und verwies auf jahrzehntelange Zugehörigkeit zur Landesliga. Überzeugt zeigte er sich, dass es in Sachen Fußballplatz eine einvernehmliche Lösung mit dem Schützenverein geben werde. Glückwünsche galten der Sparte Tennis für den Generationswechsel und das viel beachtete RUF-Projekt.

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