19.10.2021 - 10:47 Uhr
MitterteichOberpfalz

"Das schweigende Klassenzimmer": Filmgespräch mit Neuntklässlern der Mittelschule Mitterteich

Die vhs des Landkreises Tirschenreuth und das Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth veranstalteten im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie am 7. Oktober ein Filmgespräch mit der Otto-Wels-Mittelschule in Mitterteich.

Christina Ponader (links) moderierte das Filmgespräch an der Mittelschule Mitterteich.
von Externer BeitragProfil

Die Volkshochschule des Landkreises Tirschenreuth und das Netzwerk Inklusion veranstalteten anlässlich der „Langen Nacht der Demokratie“ ein Filmgespräch mit Jugendlichen der Otto-Wels-Mittelschule in Mitterteich. Bei der Veranstaltung mit 37 Schülern der 9. Klassen, den Lehrkräften Sabine Rappl und Tanja Zeus sowie externen Teilnehmern stand der Film der „Das schweigende Klassenzimmer“ im Mittelpunkt.

"Der Film beleuchtet eindrucksvoll die Auswirkungen einer Schweigeminute einer Abiturklasse in Stalinstadt/Eisenhüttenstadt im Jahr 1956 anlässlich des Ungarischen Volksaufstands", heißt es in einer Pressemitteilung der Organisatoren. "Der Zuschauer wird mit in die Dynamik des Schul- und Staatssystems hineingezogen und erlebt anhand der Erlebnisse fünf Jugendlicher mit, wie die fehlende Möglichkeit freier Meinungsäußerung, politischer Druck, Eingriff des Staats in die persönliche Lebensplanung, der Umgang mit ,Fake News' und die Auseinandersetzung mit Loyalität im Klassenverband und gegenüber der Familie deren Leben beeinflussen."

Im anschließenden Filmgespräch fasste Moderatorin Christina Ponader vom Netzwerk Inklusion die Handlung und Figuren nochmals zusammen und beantwortete Fragen zur geschichtlichen Einordnung. "Wer bestimmt denn bei euch in der Klasse? Immer eure Lehrerin oder was könnt ihr (mit)bestimmen?", wollte sie wissen. Mit solchen Fragen näherten sich die Teilnehmer der Auseinandersetzung mit dem Gesehenen an. Besonders gut gefallen hatte den Schülern der gute Zusammenhalt der Klasse im Film. Gewürdigt wurde in der Runde, "dass sie füreinander da sind und zusammenhalten, auch wenn nicht alle der gleichen Meinung sind". Eigene Schwierigkeiten mit freier Meinungsäußerung schilderte niemand aus dem Kreis der Teilnehmer. Aufgrund des politischen Interesses in den Klassen wurde die Aktualität des Themas im Film erkannt. "Im Vergleich zu Russland, Türkei oder China sind die Freiheitsrechte bei uns ganz anders geschützt und umgesetzt", meinte ein Schüler.

Einen Dank gab es für Beate Männl, die mit ihrer Klasse für eine gute Verpflegung gesorgt hatte, und für die Förderung durch das Wertebündnis Bayern sowie das Bundesprogramm „Demokratie leben“.

 

 

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