14.10.2019 - 13:51 Uhr
MitterteichOberpfalz

Souveräner Sieg am Sägebock

Als Volltreffer erwies sich am Samstag der 3. Böhmische Abend der Mitterteicher Stadtkapelle. Für Gaudi und Spannung sorgte heuer erstmals ein Baumstamm-Sägewettbewerb.

Hubert Sommer (links) und Roland Hildebrand waren die klaren Sieger des Baumstamm-Sägewettbewerbs. Hinten im Bild Zweiter Bürgermeister Stefan Grillmeier.
von Josef RosnerProfil

Eröffnet wurde der Abend im voll besetzten Saal des Josefsheims von der Jugendstadtkapelle, die eine halbe Stunde lang traditionelle Volksweisen spielte. Zu hören waren der "Rheinländer", der "Musikantenmarsch", "Rehragout", "Lang, lang ist's her", die "Katharinenpolka" und der "Sternschnuppenwalzer". Klar, dass der Nachwuchs den Auftritt vor großem Publikum genoss.

Anschließend trat die Stadtkapelle unter der Leitung von Oliver Lipfert in Aktion und spielte zünftig auf. Zu hören waren Klassiker der Blasmusik wie "Dem Land Tirol die Treue", der "Kammbläsermarsch" und der "Egerländermarsch". Nicht fehlen durften böhmische Polkas wie die "Amselpolka", "Liebling, heut möcht' ich tanzen gehn", "Rosamunde" oder "Auf der Vogelwiese". Zu Ehren von Ernst Mosch erklangen "Der Wittmann Franz", "Dompfaff", "Der Kellermeister", "Tippelbrüder" und natürlich "Schornsteinfeger aus Eger".

30 Helfer im Einsatz

Rund 30 Helfer des Vereins sorgten im Saal für das leibliche Wohl der Gäste. Im Angebot waren neben einer Auswahl an Getränken - darunter Bier aus Mitterteich - eine Holzfäller-Brotzeitplatte, saure Bratwürste, Wurstsalat, heißer Leberkäse, Pfefferbeißer, Käse mit Brezen, Brote mit angemachtem Käse und Streichwurstbrote.

Höhepunkt des Abends war der Baumstamm-Sägewettbewerb. Das Interesse an einer Teilnahme hielt sich anfangs sehr in Grenzen, doch es fanden sich schließlich sechs Duos, die antraten. Als Moderator führte Josef Dill gewohnt humorvoll durch den Wettbewerb, Zeitnehmer war Michael Sollfrank. Jedes Duo musste einmal an den Holzbock, um eine Scheibe vom bereitgelegten Stamm abzusägen. Verwendet werden musste eine original Schweinerückensäge. Während des Sägens spielte die Stadtkapelle jeweils "Wir san die lustigen Holzhackerbuam".

Das Wettsägen endete mit einem souveränen Sieg des Duos Roland Hildebrand und Hubert Sommer. Sie benötigen nur 26,33 Sekunden, bis die Scheibe zu Boden fiel. Ihrer Konkurrenz ließen sie keine Chance. Belohnt wurden sie mit einem Gutschein für ein Ständchen der Mitterteicher Stadtkapelle, einzulösen ganz nach Belieben. Überraschend auf dem zweiten Platz landeten Anja und Kim Dreßel. Mutter und Tochter harmonierten prächtig und brauchten für das Absägen 50,39 Sekunden. Den dritten Platz erreichte das "Zoiglduo" Thomas Seitz-Hartwich und Thomas Fröhlich, das eine Zeit von 56,80 Sekunden aufwies. Für die Zweit- und Drittplatzierten gab es Zoiglgutscheine.

Bis kurz vor Mitternacht

Nach dem Wettbewerb ließ die Stadtkapelle wieder heitere Lieder erklingen. Zu hören waren neuere Stücke aus dem weiteren Feld der Egerländer und Böhmischen Musik. Gleich mehrmals musste der "Böhmische Traum" gespielt werden. Als Solisten glänzten Josef Polata (Tenorhorn) und Michael Schweimer (Flügelhorn). Es war kurz vor Mitternacht, als die Musiker ihre Instrumente aus der Hand gaben. Im Anschluss musste der Saal noch auf Vordermann gebracht werden, da am Sonntag schon die nächste Veranstaltung folgte.

Die Mitterteicher Stadtkapelle um Leiter Oliver Lipfert (links) traf mit dem Böhmischen Abend wieder genau den Geschmack der vielen Besucher.
Die Mitterteicher Stadtkapelle um Leiter Oliver Lipfert (links) traf mit dem Böhmischen Abend wieder genau den Geschmack der vielen Besucher.
Der Saal im Josefsheim war voll besetzt.
Sogar ein Tänzchen wurde im voll besetzten Josefsheimsaal gewagt.
Thomas Fröhlich (links) und Zoiglwirt Thomas Seitz-Hartwich belegten beim Sägen den dritten Platz. Im Hintergrund Moderator Josef Dill.
Eine starke Leistung zeigten Mutter und Tochter: Anja und Kim Dreßel landeten am Ende auf dem zweiten Platz.
Eine starke Leistung zeigten Mutter und Tochter: Anja und Kim Dreßel landeten am Ende auf dem zweiten Platz.
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