07.04.2021 - 16:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Stadtrat Mitterteich: Mehr Sicherheit für Fußgänger angemahnt

Gefahren für Fußgänger rückten kürzlich im Stadtrat Mitterteich in den Blickpunkt. Genannt wurden ein Ortsausgang sowie ein vielbefahrener Kreuzungsbereich.

Einen Fußweg wünscht sich Matthias Gradl (WG Zukunft) in der Verlängerung der Großbüchlberger Straße vom Mitterteicher Ortsende aus bis zur Abzweigung der Flurbereinigungsstraße nach Pechofen. Denn auf diesem Abschnitt seien häufig Fußgänger auf der Fahrbahn unterwegs.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Auf Gefahren für Fußgänger machten Stadtratsmitglieder in der jüngsten Sitzung aufmerksam. Beim Punkt „Wünsche und Anregungen“ nannten sie zwei Bereiche, in denen ihrer Ansicht nach Handlungsbedarf besteht.

Matthias Gradl (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) sprach das Ortsende in der Großbüchlberger Straße an, wo auch der innerörtliche Gehweg endet. Von dort aus müssten Spaziergänger auf die Fahrbahn ausweichen, bis sie die Abzweigung der Flurbereinigungsstraße in Richtung Pechofen erreichen. „Viele gehen einen Rundweg und laufen dann auf diesem Abschnitt auf der Straße“, schilderte Gradl. „Vielleicht könnte man einen befestigten Fußweg schaffen.“

Landwirtschaftliche Flächen

Bürgermeister Stefan Grillmeier bestätigte, dass gerade in letzter Zeit dort viele Leute auf Tour gewesen seien. Gleichzeitig seien Autos oft recht schnell von Großbüchlberg aus in Richtung Mitterteich unterwegs. Auch er sei schon von Anliegern auf dieses Thema angesprochen worden, so Grillmeier.

Der Bürgermeister informierte, dass nur ein Teil der Flächen der Stadt gehöre, andere würden landwirtschaftlich genutzt. Man werde zunächst einmal prüfen lassen, ob der betroffene Landwirt überhaupt bereit wäre, einen Streifen abzugeben. „Aber nicht jeder Wunsch ist zu realisieren“, griff Grillmeier möglichen Erwartungen vor und gab zu bedenken, dass derzeit viele andere Projekte liefen und anstünden.

Autos auf beiden Seiten

Wolfgang Karbstein (WG Zukunft) berichtete von wiederholten brenzligen Situationen bei der Filiale des Backhauses Kutzer im Kreuzungsbereich Großbüchlberger Straße/Vorstadt. Direkt vor der Einmündung in die Vorstadt parkten auf beiden Seiten der Großbüchlberger Straße häufig Autos, zum Teil sogar in zweiter Reihe.

"Da herrschen oftmals katastrophale Zustände."

Wolfgang Karbstein (WG Zukunft) über den Kreuzungsbereich Großbüchlberger Straße/Vorstadt

„Da herrschen oftmals katastrophale Zustände“, beklagte Karbstein. Durch ein- und abbiegende Fahrzeuge entstünden dann unübersichtliche Situationen, gerade auch für Fußgänger, darunter Schulkinder. „Könnte man hier nicht ein Parkverbot verhängen?“, fragte Karbstein. Reichen sollte dieses von der Einmündung aus bis hinter den dortigen Garagenbereich – und zwar auf beiden Seiten.

Wolfgang Karbstein (WG Zukunft) berichtete von brenzligen Situationen im Umfeld der Backhaus-Kutzer-Filiale an der Einmündung der Großbüchlberger Straße (hinten) in die Vorstadt (vorne). Wegen parkender Autos auf beiden Seiten ergäben sich vor allem für Fußgänger häufig unübersichtliche Situationen.

Bürgermeister Grillmeier erwiderte, dass es auf einer Seite bereits eine Beschränkung gebe. Zudem müsse man auch bedenken, dass Einzelhandel und Gastronomie derzeit von der Pandemie besonders betroffen seien. Kurzfristiges Halten für Einkäufe sah er grundsätzlich nicht als problematisch an. Manfred Liebl von der Polizei Waldsassen habe regelmäßig ein Auge auf die Lage, so Grillmeier weiter. „Ich nehme die Anregung aber mit“, versicherte der Bürgermeister. Er werde das Thema gegenüber der Polizei ansprechen und auch eine Prüfung im Zuge einer Verkehrsschau veranlassen.

Schilder nicht gut sichtbar

Heribert Hegen (WG Zukunft) berichtete vom Hinweis eines Bürgers. Demnach seien im Tempo-30-Bereich in der Josef-Siller-Straße einige Verkehrsschilder nicht mehr gut sichtbar. Bürgermeister Grillmeier kündigte an, dass sich die Verwaltung darum kümmern werde.

In der Sitzung hatte sich der Stadtrat auch mit zwei Bauvorhaben beschäftigt. Der Abbruch eines Wohnhauses mit folgendem Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Verkaufsraum ist in Kleinbüchlberg geplant. Wie Bürgermeister Grillmeier informierte, habe das Landratsamt den Antragstellern aber mitgeteilt, dass der im Außenbereich geplante Neubau größenbedingt und wegen der Gewerbenutzung nicht als Ersatzbau eingestuft werden könne. Genehmigungsfähig wäre das Ganze aber, wenn die Stadt eine sogenannte Außenbereichssatzung aufstellen würde, die mehrere Grundstücke in dem Bereich umfasst.

„Die Alternative wäre ein neuer Bebauungsplan, der wäre aber teurer“, erklärte Grillmeier und warb dafür, das Vorhaben durch das Votum für eine solche Satzung zu unterstützen. Angedacht sei von den Antragstellern der Handel mit Stoffen. Der Stadtrat hatte keine Einwände, der Beschluss fiel einstimmig.

Grünes Licht gab der Stadtrat auch für ein weiteres Vorhaben in Kleinbüchlberg. Beantragt wurden ein Anbau an ein Wohnhaus und der Umbau einer Erdgeschosswohnung.

Im Stadtrat ging es auch um ein neues Gewerbegebiet

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