21.12.2018 - 17:30 Uhr
MitterteichOberpfalz

Weiter Tauziehen um Rettungswagen-Standort

Eine CSU-Delegation stattete dem Rettungsdienst in Mitterteich einen Besuch ab. Der eigentlich Zweck des Besuchs, der Mannschaft Dank zu sagen, geriet dabei fast ein bisschen in den Hintergrund.

Eine hochkarätig besetzte CSU-Delegation besuchte am Mittwoch die BRK-Rettungswache in Mitterteich. Wichtigstes Thema war der neue mögliche Standort für einen weiteren Rettungswagen in der Region. Beim Besuch mit dabei waren Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer (links), Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier (rechts), stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender Toni Dutz (3. von rechts), BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl (2. von links), sowie die Mandatsträger MdL Tobias Reiß (3. von links) und MdB Albert Rupprecht (5. von rechts).
von Josef RosnerProfil

Für den BRK-Kreisverband hieß stellvertretender Vorsitzender Toni Dutz die Delegation willkommen. Dutz kam gleich zur Sache und wies auf die lebendig geführte Debatte um die Standortfrage eines zusätzlichen Rettungswagens hin. "Wir als Rotes Kreuz müssen das so hinnehmen, wie es der Rettungsdienst-Zweckverband entscheidet", sagte Dutz.

Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer bat zu prüfen, ob seine Stadt nicht weiterer Standort werden kann. Er brachte die Neualbenreuther Straße seiner Kommune ins Gespräch. Es müsse natürlich sichergestellt werden, dass Neualbenreuth gut versorgt werde, dies könnte von Waldsassen aus geschehen. Bislang sind Pfaffenreuth und Wernersreuth als mögliche Standorte im Gespräch.

Peter Astashenko, BRK-Rettungsdienstleiter für den Landkreis Tirschenreuth, verriet, dass der Rettungsdienst-Zweckverband am 31. Januar die wegen Glatteis abgesagte Sitzung, in der eine Entscheidung fallen soll, nachholen wird.

BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl machte deutlich: "Oberstes Ziel muss die umfassende Versorgung der Bevölkerung sein." Bürgermeister Roland Grillmeier machte deutlich, dass die Zahlen zeigten, wie wichtig und richtig der Standort in Mitterteich sei. "Hier ist der zentrale Knotenpunkt, wo die Rettungskräfte in alle Richtungen ausschwirren können". Schedl vergaß nicht zu erwähnen, wie wichtig die Fördermitglieder des Roten Kreuzes sind: "Wir brauchen sie alle."

Wir haben heuer schon mehr als 2000 Einsätze von der Rettungswache Mitterteich aus gefahren, darunter waren zwei Drittel Notfälle", sagte Wachleiter Raimund Köstler. Die Rettungswache Mitterteich lege unter den Standorten im Landkreis die meisten Kilometer zurück. 2017 waren es mehr als 109 000 Einsatzkilometer. Beschäftigt sind in Mitterteich zwölf Hauptamtliche und drei Auszubildende. Landtagsabgeordneter Tobias Reiß dankte den "Helfern vor Ort", die eine wichtige Ergänzung zu den Hauptamtlichen seien. "Ich glaube, wir sind diesbezüglich ganz gut aufgestellt." Abschließend zollten die Christsozialen dem Roten Kreuz ihren Respekt für 365 Tage Einsatz am Menschen. "Die Bevölkerung ist beim Roten Kreuz in guten Händen", hieß es. Die CSU besuchte auch noch das Förderzentrum der Lebenshilfe und die Behindertenwerkstätte St. Elisabeth.

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