20.01.2019 - 11:01 Uhr
MitterteichOberpfalz

Wärmende Klänge aus Italien

Rund 400 Besucher strömen am Samstag zum Neujahrskonzert in die Mitterteicher Mehrzweckhalle. Liebhaber der klassischen Musik kommen voll auf ihre Kosten.

Das 50 Personen umfassende Orchester mit Leiter Jakob Johannes Schröder.
von Josef RosnerProfil

Die Stadt als Veranstalter hatte zum zweiten Mal das "Symphonieorchester im Stiftland" für das Neujahrskonzert verpflichten können. Mit eingebunden ins Programm waren vonseiten der Kreismusikschule Tirschenreuth auch die Ballettklasse von Sylvia Brauneis sowie die Gesangsklasse Carol Bischoff. Moderiert wurde der Abend von Wolfram Strehl. Im Mittelpunkt stand Musik aus Italien.

Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich in seinen einleitenden Worten über den starken Besuch beim mittlerweile 10. Neujahrskonzert der Stadt Mitterteich. "Wir setzen damit eine kleine Tradition fort", betonte Grillmeier, der auch darauf hinwies, dass in dieser Reihe bislang überwiegend Gruppen aus der Region aufgetreten waren. Begonnen hat die Konzertreihe einst in der ehemaligen Ofenhalle der früheren Porzellanfabrik. "Ich begrüße heute zum zweiten Mal unser Symphonieorchester im Stiftland", sagte Grillmeier. "Mit italienischen Klängen wird es uns in der kalten Jahreszeit hoffentlich etwas aufwärmen." Damit sollte er Recht behalten.

Eröffnet wurde das Programm mit der Ouvertüre aus "Nabucco" von Giuseppe Verdi. Die 50 Musiker des Orchesters, alle zum größten Teil aus dem Landkreis, präsentierten unter der Stabführung ihres Leiters Jakob Johannes Schröder filigrane Musik. Wochenlang war für den Auftritt in Mitterteich geprobt worden.

Kleine Schwäne

Es folgte der Ballettblock, gestaltet von insgesamt 25 Tänzerinnen im Alter zwischen 9 und 19 Jahren. Zur der bekannten Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski aus "Schwanensee", herrlich gespielt vom Orchester, zeigten die Mädchen ihr Können. Ein Quartett ganz in Weiß brachte anschließend den "Tanz der kleinen Schwäne" auf die Bühne. Feinfühlig ließ das Orchester dazu die Musik erklingen. Abgeschlossen wurde der erste Teil des Programms mit einem Csárdás. Vier Tänzerinnen schlüpften dazu in entsprechende Kostüme und brachten ungarische Lebensfreude zum Ausdruck.

Kräftiger Applaus

Mit dem "Vorspiel" aus "La Traviata" eröffnete das Orchester den zweiten Teil des Abends, ehe Wolfgang Braun und Alfred Haubner ein urkomisches Duett aus der Oper "Der Barbier von Sevilla" von Gioachino Rossini zum Besten gaben. Stimmungsvoll folgte das "Intermezzo sinfonico" aus "Cavalleria Rusticana", ehe Luisa Zeitler mit "O mio babbino caro" aus "Gianni Schicchi" glänzte. Stimmgewaltig ließen Lutz Beckmeyer, Wolfgang Braun und Bernhard Müller "O sole mio" erklingen. Weiter ging es mit der Filmmusik aus "Der Pate", den das Orchester originalgetreu spielte. Zum Schluss gab es nochmals italienische Leichtigkeit zum Hören und Staunen. Lutz Beckmeyer und Bernhard Müller sangen aus "Rigoletto" "La Donna é mobile". Mit dem Stück "Brindisi" aus "La Traviata" beendeten die Solisten Lutz Beckmeyer, Bernhard Müller, Gertrud Hankl, Doris Mehler und Regina Glaßl das Programm, unterstützt vom Chor mit Detlev Ernst, Wilhelm Glaßl, Vanessa Haberkorn, Alfred Haubner, Daniela Keller und Sybille Strmiska. Das Publikum zeigte sich begeistert und entließ Orchester und Sänger erst nach stürmischem Applaus und einer Zugabe.

Dankesworte gab es am Ende von Kreismusikschulleiter Tobias Böhm und Bürgermeister Roland Grillmeier, Letzterer verteilte auch noch Geschenke. Beide sprachen von einem großartigen Musikerlebnis und freuten sich, was die Kreismusikschule auf die Beine zu stellen vermag.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.