Spendabel zeigt sich der Kreisverband Bayreuth-Land der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Auf Antrag des Weidenberger Ortsvereins bewilligte er einen Zuschuss von 5000 Euro für die Anschaffung eines mobilen Küchensystems, das ab sofort im Seniorenzentrum des AWO-Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken an der Nikolaus-Nüssel-Straße vor allem zur Unterstützung in der gerontopsychatrischen Pflege zum Einsatz kommen wird.
Erfunden wurde die mobile Kochinsel von Schreinermeister Manfred Philipp aus Riglasreuth bei Neusorg. Entwickelt wurde der kleine Bruder einer großen Einbauküche vor allem für den Einsatz in Senioren- und Pflegeheimen. Kein Wunder also, dass sich Einrichtungsleiterin Anja Prechtl bei der Übergabe der beweglichen Miniküche genauso begeistert zeigte wie die anwesenden Vorstandmitglieder des Kreisverbandes, darunter Kreisvorsitzender Karl Lothes (Pegnitz), seine Stellvertreter Fritz Höhn (Altenplos) und Manfred Tölzer (Weidenberg) sowie die neue Pegnitzer Ortsvorsitzende Jessica Marcus.
Mit Hilfe der mobilen Kücheninsel sei es nun möglich, so Anja Prechtl, den Vorgang der Speisezubereitung vor allem zu jenen Bewohnern zu bringen, deren Motorik stark eingeschränkt ist, die nicht mobil oder dement sind. De facto könne nun jeder Raum in der Einrichtung als Küche genutzt werden. „Auch Senioren, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, könnten auf diese Weise einen Kochvorgang hautnah miterleben oder selbst etwas kochen oder backen“, schwärmt Prechtl.
Die Einleitungsleiterin ist sich sicher: „Das Arbeiten mit Lebensmitteln, das Wahrnehmen der Gerüche und das genussvolle Verspeisen der selbst hergestellten Gerichte beschert den Senioren nicht nur mehr Abwechslung im Alltag sondern vermittelt ein großes Stück an Lebensqualität und leistet einen wertvollen Beitrag zur Erinnerungsarbeit bei Demenzkranken.“ Vor allem das Riechen und Schmecken beim Zubereiten einer Speise sei für die Betroffenen sehr wichtig, so Prechtl, da dadurch die unterschiedlichsten Sinne angeregt werden.
So könnten mit dem neuen Gerät direkt am Bett oder auf den einzelnen Stationen des Hauses Pfannkuchen oder Plätzchen gebacken werden, was von den Bewohnern bei einem vierwöchigen Probelauf mit einem vom Hersteller leihweise zur Verfügung gestellten Küchenwagen bereits sehr gut angekommen ist. Prechtl: „Unsere Bewohner blühen dabei richtig auf“..Das konnte auch Ruth Hoke, Vorsitzende des Heimbeirates bestätigen.
Der mobile Küchenwagen kann sowohl zur Einzelbetreuung als auch zum Kochen in Kleingruppen eingesetzt werden. So könne noch individueller auf die Bedürfnisse und Wünsche der Senioren sowie deren Vorlieben an Speisen eingegangen werden, hieß es bei der Übergabe.
Die Kücheninsel ist zweckmäßig ausgestattet. Neben einem Ceran-Kochfeld gehören dazu auch ein vollwertiger Backofen sowie ein Stauraum für die notwendigen Koch- und Küchenutensilien. Ein weiterer Vorteil: Der gesamte Block hat kompakte Maße und einen sehr kleinen Wendekreis, so dass er in alle Räume passt und leicht manövrierbar ist. Die ausklappbare Arbeitsplatte ist auf verschiedene Höhen einstellbar. Eine Feststellbremse dient zur sicheren Arretierung während des Kochvorgangs.













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