CW-ML wiederholt Nominierung

CW-ML nominiert Bewerberinnen und Bewerber für Neustädter Stadtrat

Bürgermeister Wolfgang Haberberger (5.v.r.) steht auf Platz 1 der Liste der CW-ML, die am Sonntag einstimmig beschlossen wurde. Die amtierende Stadträtin Renate Fraunholz (6.v.l.) folgt ihm auf Platz 2.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Über großen Rückhalt durften sich Neustadts Bürgermeister Wolfgang Haberberger und die Kandidaten der Christliche Wählergemeinschaft Mockersdorf Lämmershof (CW-ML) freuen: Über 30 Interessierte waren zur Nominierungsversammlung ins Feuerwehrhaus gekommen, die Dank einer guten Vorbereitung nicht nur flott, sondern auch in allen Entscheidungen einstimmig über die Bühne ging.

Haberberger freute sich bei der Begrüßung darüber, dass das neue Baugebiet „Kulmblick“ mit mehreren Bürgern vertreten war. Er erläuterte, warum seine eigene – eigentlich bereits erfolgte – Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten erneut auf der Tagesordnung stand. „Sicherheitshalber wiederholen wir diese, da bei der ersten Nominierungsversammlung jemand mit abgestimmt hat, der später auch an einer anderen Aufstellungsversammlung teilgenommen hat“, sagte Haberberger. Er wolle nicht das Risiko eingehen, hier einen Formfehler zu begehen. Am Ergebnis der geheimen Abstimmung änderte dies nichts: Wie schon beim ersten Mal gab es eine einstimmige Rückendeckung für Haberbergers erneute Kandidatur.

In den vergangenen Wochen sei nun eine attraktive Liste mit zwölf Kandidaten zusammengestellt worden, besonders dankte er Stadträtin Renate Fraunholz für die Hausbesuche zum Werben der Kandidaten. „Für sehr positiv halte ich, dass wir in der Kommune die Liste mit dem größten Frauenanteil haben“, sagte Haberberger. Es sei deswegen auch nur eine Frage der Zeit, bis man eine Bürgermeisterkandidatin bekomme. Die Kandidaten stellten sich im Anschluss den Anwesenden kurz vor und einstimmig wurde die vorgeschlagene Liste in geheimer Abstimmung beschlossen. Angeführt wird die Liste von Bürgermeister Wolfgang Haberberger, auf Platz zwei folgt Stadträtin Renate Fraunholz.

Kurz ließ Haberberger die vergangenen zwölf Jahre seiner Amtszeit Revue passieren. Gemeinsam mit dem Stadtrat sei vieles geleistet worden. Anhand einer Präsentation zeigte er viele Beispiele dafür auf – vom Neubau des Bauhofes über die Erweiterung des Kindergartens mit der Einrichtung einer Kinderkrippe und die Ausweisung und Erschließung des Baugebietes Kulmblick bis hin zur Sanierung des Rathauses, dem Ausbau des Glasfasernetzes und dem Bau des Infozentrums am Kulm.

Er nutzte seine Rede auch für eine persönliche Stärken-Schwächen-Analyse: So habe er in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, dass er sein Amt mit Tatkraft und Entschlossenheit, zugleich auch fortschrittlich, modern und visionär ausgeübt habe. Gleichzeitig stehe er zu Traditionen und christlichen Werten. Er räumte aber auch ein, dass er nicht der „geborene Händeschüttler“ sei und dies gelegentlich irrtümlicherweise als fehlende Höflichkeit ausgelegt werde. „Aber ich arbeite daran“, versprach Haberberger.

Die Aufgaben werden dem neuen Stadtrat in den kommenden Jahren nicht ausgehen, wie Bürgermeister Haberberger verdeutlichte: „Der Dreilandkreisradweg ist bereits angestoßen und soll 2020 gebaut werden. Damit werden die Radwegenetze der Landkreise Bayreuth, Tirschenreuth/WN verbunden.“ Auf der Agenda steht eine Neuberechnung der Kanalgebühren, in die die Flächenversiegelung einfließen muss. Nötig seien hohe Investitionskosten, welche wieder auf die Abwassergebühren umgelegt werden. Zur Frage, ob es Verbesserungsbeiträge für den Oberflächenkanal am Marktplatz gebe, betonte Haberberger, dass die Stadt das Recht habe, dies zu entscheiden. Sollte es von Seiten des Landratsamts eine andere Einschätzung geben, müsse man die Rechtslage gegebenenfalls klären lassen.

„In den kommenden Jahren stehen viele Investitionen an, vieles ist aber auch abhängig von der Kostenentwicklung bei der Marktplatz-Sanierung“, fuhr Haberberger fort. Als Themen nannte er beispielsweise ein neues Baugebiet in Neustadt, eine sinnvolle Nutzung für das Alte Schulhaus, eine Dorferneuerung Mockersdorf/Lämmershof, die Anschaffung eines TSF für die Feuerwehr Filchendorf, den Ausbau der digitalen Verwaltung und die sinnvolle Nutzung der leerstehenden Häuser am Marktplatz, die im Eigentum der Stadt sind.

Info:

Die Kandidatenliste

1.Wolfgang Haberberger, 54 Jahre, Berufsschullehrer; 2. Renate Fraunholz, 50, Industriekauffrau; 3. Christian Busch, 39, Industrieelektroniker; 4. Antje Ziegler, 42, Hausfrau; 5. Michael Schraml, 65, Krankenpfleger; 6. Gerhard Löffler, 62, Ingenieur; 7. Alois Kausler, 58, Schießanlagenwart; 8. Bernd Gmelch, 37, Siebdrucker; 9. Regina Krywinski, 35, Podologin; 10. Heribert Walter, 57, Facility Manager; 11. Andreas Büttel, 32, Techniker; 12. Kerstin Seiler, 45, Angestellte im Öffentlichen Dienst. Zum Ersatzkandidaten wurde Christian Walter (39, Maschinenbautechniker) bestimmt. (stg)

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