Mockersdorf bei Neustadt am Kulm
05.07.2022 - 20:19 Uhr
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KSK Mockersdorf feiert Jubiläum: Seit 100 Jahren Mahner für den Frieden

Man wird nur einmal 100. Mit einem Heimatabend, einem Festgottesdienst und dem Kreiskriegertreffen der Kameradschaften feiert die Krieger- und Soldatenkameradschaft Mockersdorf in gebührender Form ihr Gründungsjubiläum.

Beim Heimatabend mit zahlreichen Festbesuchern im Festzelt im Pfarrhof brachte KSK-Vorsitzender Alois Kausler zum Ausdruck, dass die 100-jährige Geschichte der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Mockersdorf von Höhen und Tiefen geprägt war. Dabei erinnerte er daran, dass das Vereinsleben durch das Verbot durch die Alliierten von 1944 bis 1952 ruhte. Er sprach aber auch von "Problemchen" der neuesten Zeit.

Bei dem Festabend mit musikalischer Umrahmung durch die "Weinwallfahrer" aus Neustadt am Kulm stand die Mitgliederehrung im Mittelpunkt. Der Vorsitzende des BSB-Kreisverbandes Thomas Semba zeichnete für 40 Jahre Mitgliedschaft Gerhard Müller und Alois Kausler sowie für 25 Jahre Markus Walter, Michael Biersack, Erwin Müller und Alfons Schäffler aus. Eine besondere Auszeichnung erhielt Kausler mit dem Großen Verdienstkreuz am Bande als Anerkennung für seine hervorragenden Verdienste im Bayerischen Soldatenbund (BSB).

Gedenken an die Gefallenen

Krönender Höhepunkt des zweitägigen Gründungsfestes war am darauffolgenden Tag der Kirchenzug unter den Klängen der Stadtkapelle Grafenwöhr mit Totengedenken am Ehrenmal sowie dem Festgottesdienst in der Sankt-Michaels-Kirche mit Pfarrer Sven Grillmeier und Pater James aus Krummennaab. Beim Totengedenken am Kriegerdenkmal verlas Kausler die Namen der Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen der Weltkriege und legte eine Blumenschale nieder. Die Fahnenabordnungen boten bei der Gedenkfeier aneinandergereiht auf dem Treppenaufgang sowie beim Festgottesdienst im Altarraum ein imposantes Bild.

Nach dem Festgottesdienst folgte bei hochsommerlichen Temperaturen im Festzelt ein musikalischer Weißwurstfrühschoppen, wo wiederum die Stadtkapelle Grafenwöhr aufspielte. Darin eingebunden waren Grußworte, durch Schirmherrn Bürgermeister Wolfgang Haberberger, den Vorsitzenden des BSB-Bezirks Oberpfalz Horst Embacher sowie durch Helmut Schmidt als Vorsitzender des Patenvereins, der Krieger- und Soldatenkameradschaft Speinshart. Er hob dabei die freundschaftliche Verbundenheit seit einem Jahrhundert hervor.

Beim Kreiskriegertreffen des BSB-Kreisverbandes Kemnath betonte Vorsitzender Thomas Semba, dass das Gründungsjubiläum ein sehr guter Grund ist, die eigene Vereinsgeschichte zu reflektieren. "Frieden in Freiheit ist kein Geschenk, welches einem so zufällt, sondern das Produkt kluger politischer und gesellschaftlicher Arbeit, und dies gerade vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges", betonte der Redner. Jeder der Soldat war, kennt und schätzt den Wert des Friedens und der Freiheit. Er verdeutlichte zudem, "nicht weil es Soldaten gibt, herrscht Krieg, sondern weil Krieg herrscht oder ausbrechen kann, gibt es Soldaten". Es sei für jeden Soldaten wichtig, sein Land und seine freiheitlichen demokratischen Werte gegen Diktatoren verteidigen zu können. Der Bayerische Soldatenbund und seine Ortskameradschaften leisten Friedensarbeit als Mahner.

Ein gemütlicher und unterhaltsamer Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, aber auch Schmankerln vom Grill, sowie ein Festausklang am Abend rundete das zweitägige Festprogramm des Gründungsjubiläum ab.

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