06.11.2019 - 08:42 Uhr
Moos bei KümmersbruckOberpfalz

Trauer um Hans Horst: Ambergs bekanntester Busfahrer ist tot

Hans Horst - der Linienbusfahrer mit dem langen Bart - ist am Montag völlig überraschend gestorben. Vor einer Woche hatte er noch seinen 59. Geburtstag gefeiert.

Hans Horst ist am Montag überraschend gestorben.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Hans Horst war nicht nur der bekannteste Busfahrer der Stadt, sondern auch einer der beliebtesten. Wenn er mit einer ausladenden Handbewegung das große Steuerrad seines Linienbusses drehte, dann konnte ihn nichts aus der Ruhe bringen. Gelassenheit war das Markenzeichen des 59-Jährigen aus Moos. Sein außergewöhnliches Äußeres unterstrich diesen Wesenszug: Mit seinem weißen Vollbart strahlte er nicht nur im Bus urbayerische Gemütlichkeit aus. Wenn er mit seiner Lederhose irgendwo außerhalb des Freistaats unterwegs war, musste er oft stehenbleiben und innehalten - die Leute wollten ihn fotografieren.

Seine Freunde vom Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclub schätzten den Verstorbenen als treuen und zuverlässigen Wegbegleiter. Bei vielen Vereinsfahrten und internationalen Wettbewerben war Hans Horst mit von der Partie und vertrat die bayerischen Bartträger stolz. Unter anderem in Las Vegas und in Glasgow. Erst vor ein paar Wochen war er zum 34. Alpenbarttreffen nach Graubünden in der Schweiz gereist und holte bei der Bartschau einen zweiten Platz.

Hans Horst beim Alpenbarttreffen

Amberg

Der Tod kam völlig überraschend. Er stürzte unglücklich. Um Hans Horst trauert eine große Familie: Seine Frau Carola, mit der er 39 Jahre verheiratet war, vier Kinder und sechs Enkelkinder im Alter zwischen 4 und 8 Jahren. Die Enkel waren sein ein und alles. "Mein erster Enkel hat am selben Tag Geburtstag wie ich, der Zweite heißt wie ich, was will man mehr", sagte er einmal. Der Trauergottesdienst findet am Donnerstag, 7. November, um 14.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Antonius in Kümmersbruck statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.

Hans Horst war für jeden Spaß zu haben. Im Sommer stellte er beim Johannisbergfest spontan die Werbung auf dem Brauereilaster (im Hintergrund) nach.
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